201808 GFK 20120920 0029 Dr.GuentzEine stete Diskussion wird „vom Zaune gebrochen“, wenn es um die Höhe von Hecken und Abgrenzungen eines Gartens zum Nachbarn oder zum Weg innerhalb der Kleingartenanlage geht. Dabei ist es gar nicht so kompliziert. 

Bei den monatlichen Begehungen der Mitglieder der Gartenfachkommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) in den Kleingartenanlagen (KGA) muss immer wieder die Höhe der Hecken beanstandet werden. In den Regelungen einiger Kleingärtnervereine (KGV) sind bereits konkrete Abmessungen für Hecken auf deren Pachtflächen fixiert. Richtschnur ist jedoch die Kleingartenordnung (KGO) des SLK, die jeder Pächter mit Übernahme einer Parzelle als Dokument mit erhält.

SLK-Foto: Ein eindeutige zu hohe "Thujen-Wand" in einer KGA in Stötteritz (2012), die zudem völlig überflüssig und zu entfernen ist

 

2018 Star Lutz Vetter 022Imitationstalent unter den Vögeln wird immer seltener - Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner LBV, Landesbund für Vogelschutz, haben den Star (Sturnus vulgaris) zum „Vogel des Jahres 2018“ gewählt. Auf den Waldkauz, Vogel des Jahres 2017, folgt damit ein Singvogel.

„Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel – den Menschen vertraut und weit verbreitet. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung – insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft“, sagt Heinz Kowalski, NABU-Präsidiumsmitglied.

Text: NABU / Foto - Lutz Vetter

201811 Schlafbaum Edgar Schmitt Aug.18(25)Immer noch findet man in vielen Kleingärten hauptsächlich zwei Ziergehölze: Flieder und Forsythia. Von der notwendigen Artenvielfalt kann da keine Rede mehr sein. Zumal diese Gehölze nur im Frühjahr blühen, im Sommer schließlich für Nützlinge nicht mehr zur Verfügung stehen.

Dabei gibt es so viele Blütensträucher, die für den Kleingarten geeignet sind. Ich empfehle deshalb Gehölze, die blühen, fruchten und sich mit Blättern oder Wuchs zieren. 

Foto - Edgar Schmitt: Zarte Blüten des Schlafbaums oder Siedenbaums

S.Strey Hannover Abb.01Junges Team aus Hannover will Pflanzenkrankheiten per Smartphone bekämpfen.

Blattläuse im Salat, Braunfäule auf den Tomaten - vieles von dem, was Gärtner und Landwirte mit viel Hingabe anbauen, fällt alle Jahre wieder Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zum Opfer. Doch das könnte in vielen Fällen verhindert werden, würde schnell genug eingegriffen. Aber eben das liegt häufig das Problem. Besonders Kleingärtner wissen oft nicht, um welche Krankheiten oder welchen Schädling es sich handelt oder wie sie am besten dagegen vorgehen müssen.

Genau hier setzt jetzt die GartenBank an. Eine neue App, die dem Nutzer einen ausführlichen Katalog mit über 80 Ursachen von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zur Verfügung stellt. Alle Abbildungen von - http://www.pflanzen-krankheiten.de

Abb. 1: Im ersten Schritt wir die befallene Nutzpflanze ausgewählt

2018 05 R.P. Fenk 0825Heute erfahren Sie vorerst in einer letzten Folge Wissenswertes über Nützlinge, die wichtigsten und schützenswerten Helfer bei der Schädlingsbekämpfung in unseren Kleingärten. Dieses Mal sind es die Hautflügler (Wespen, Bienen) und die Zweiflügler (Fliegen, Mücken). In Bezug auf den Pflanzenschutz kommt den Wespen besondere Bedeutung zu.

Die Hautflügler sind mit über 10.000 Arten wohl die artenreichste Insektengruppe in Europa. Insbesondere sind die parasitisch lebenden Arten der Wespen in der Lage, ganze Populationen von Schädlingen an Obstbäumen (Schildläuse, Blattläuse) wesentlich zu dezimieren. Räuberisch lebende Wespen erbeuten auch Larven verschiedener Käfer- und Schmetterlingsarten, aber auch Raupen schädlicher Wickler.

Foto - Ralf-Peter Fenk: Wespe

Im dritten Teil (siehe auch "Leipziger Gartenfreund" 03/2018) befasste sich Fachberater Peter Schädlich mit der Lebensweise von Vögeln und Insekten in Eintracht oder Gegensatz. Im vierten Teil analysiert er die Beziehung der Vögel zur Menschheit.

Weitaus schlechter als unseren Gartenvögeln geht es den Vogelarten und anderen Bewohnern der Feldfluren und des Offenlandes. Mit der Einführung der modernen, industriemäßigen Bewirtschaftung der Ackerflächen wurden ehemals kleingliedrig strukturierte und artenreiche Agrarlandschaften ausgeräumt. Seit Jahren dominiert auf den Feldern der großflächige Anbau von Raps und Mais für die Herstellung von Biogas oder Benzin.

Im ersten und zweiten Teil dieser Serie (siehe auch "Leipziger Gartenfreund" 09/2017 und 02/2018) befasste sich Fachberater Ralf-Peter Fenk mit verschiedenen Spinnenarten und dem Marienkäfer. Im Folgenden, zweigeteilten, Beitrag geht Peter Schädlich intensiver auf die gefiederten Nützlinge ein.

Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Vögel in weiten Teilen der Bevölkerung als wertvollste Helfer bei der Bekämpfung von Insekten in unseren Gärten. Die Insekten indes galten aufgrund ihrer Verhaltensweisen und Fressgewohnheiten als stechende, beißende und saugende Plagegeister, die auch noch Krankheiten übertragen könnten. So hatten sie allgemein einen schlechten Ruf und wurden pauschal als Schädlinge abgestempelt. Bis auf wenige Ausnahmen bekämpfte man sie rücksichtslos mit der chemischen Keule gleich welcher Art. Dabei wusste man im Einzelnen zu wenig über die Artenvielfalt und deren wichtigen und umfangreichen ökologischen Funktionen im Naturhaushalt. Oder wollten wir es nicht wissen?

Im ersten Teil (siehe auch „Leipziger Gartenfreund“ 09/2017) hatte ich mich mit der immer stärkeren ökologischen Nutzung der Kleingärten und in diesem Zusammenhang mit den Nützlingen befasst. In der Fortführung möchte mich den Gruppen der Ohrwürmer, Wanzen, Milben sowie den Netzflüglern zuwenden.

Der Ohrwurm gehört zur Nützlingsgruppe der Insekten. Kennzeichnend für ihn sind der dreigeteilte Körper (Kopf, Brust, Hinterleib), die drei Beinpaare und zum Teil das Vorhandensein von Flügeln. Charakteristisch sind die Zangen am Hinterleib.