201903 Magret Schmidt Landkaertchen Cindy HoellDas Insektensterben war 2018 in unserer Medienlandschaft allgegenwärtig. Wissenschaftliche Langzeitstudien belegen, was viele auf den Windschutzscheiben ihrer Autos seit Jahren beobachten: die geflügelten Gliedertiere sind auf dem Rückzug! Mit dem Insektenschwund verlieren wir ein wichtiges Bindeglied im Naturhaushalt.

Kleingärten stellen, anders als die konventionelle Landwirtschaft mit ihren strukturarmen Monokulturen, ein bedeutendes Refugium für Insekten dar. Auch die oft wenig beachteten Gemeinschaftsflächen bieten ein großes Potenzial zur Förderung der Artenvielfalt, zum Beispiel durch die Anlage von Schmetterlingswiesen.

Foto - Magret Schmidt: Schmetterling Landkärtchen (Araschnia levana)

201903 Kopfsalat Rasbak CC BY SA 3.0Saatgut, ob selbst geerntet oder aus dem Handel, bietet ein größeres Sortenspektrum als vorgezogene Jungpflanzen aus dem Gartencenter. Daher lohnt sich die eigene Jungpflanzenanzucht, um seltene, historische oder besonders schmackhafte Gemüsesorten im Kleingarten zu kultivieren.

Verwenden Sie nur Saatgut von samenfesten Pflanzen. Saatgut, dass von F1-Hybriden stammt (Kreuzungen), ist für die Weitervermehrung nicht geeignet, da die Nachzuchten in der nächsten Generation meist die sortentypischen Eigenschaften verlieren.

Foto - Rasbak: Kopfsalat

201901 Kartoffel Sorte Nicola Freud CC BY SA 4.0In Kleingärten ist die Kartoffel eine weit verbreitete Kulturpflanze. Hauptmotiv für den Anbau ist die zumindest zeitweise Selbstversorgung aus dem eigenen Garten. Kartoffeln haben ihr Image als Sattmacher abgelegt und werden wegen ihres hohen ernährungsphysiologischen Wertes geschätzt. Auch optisch stellt ein blühender Kartoffelbestand eine Bereicherung für den Garten dar.

Wenn auch nicht jede Sorte für den Kleingarten geeignet oder verfügbar ist, lohnt es sich, die von den Kartoffelzüchtern geschaffene Vielfalt auszuprobieren.

Foto - Freud: Kartoffeln der Sorte Nicola / CC-BY-SA-4.0

2007 SLK 00012007 SLK 0832Das Kalenderjahr geht nun unverkennbar zur Neige und die Pflanzen haben sich schon zur Winterruhe „zurückgezogen“.

Für die Gewächse war es durch Hitze und Trockenheit ein stressiges Wachstumsjahr, geprägt durch extremen Wassermangel über Monate hinweg.

SLK-Fotos: Winter in der Kleingartenanlage "Dr. Schreber"

201811 Wuehlmaus Fotolia ndr.ratgeber.gartenIn den letzten Jahren wurde bereits mehrfach über die Bekämpfung bzw. Vertreibung von Wühlmäusen berichtet. Selbst gut gemeinte Ratschläge zeigten kaum Erfolge. Auch ich, als Kleingärtner, bin darüber schon fast verzweifelt.

Grundvoraussetzung ist, dass man die das Verhalten und die Eigenarten dieser Spezies kennt, um sie in Schach zu halten. Wühlmäuse gehören zu den Nagern. Sie sind sehr sozial und ausgesprochen lernfähig, lassen sich gut dressieren und es gab sogar schon Zirkusnummern mit ihnen.

Foto - Fotolia; ndr.de / Ratgeber Garten: Wühlmaus

2018 Buchsbaumzuensler Hubert Berberich CC BY 3.0Mit Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Buchsbaumzünsler, ein ostasiatischer Kleinschmetterling, in Mitteleuropa heimisch geworden.  Die aktuelle Generation ist in ihrer Schadwirkung stärker als die vorherige Generation. Das war zu erwarten, da sich von Generation zu Generation die Zahl der Tiere mehr als verzehnfacht.

Die trockene, warme Witterung der vergangenen Monate (2018) hatte eine hohe Fraß-Aktivität der Raupe zur Folge.

Foto - Hubert Berberich: Buchsbaumzünsler / CC-BY-3.0

201810 Gemeiner Ohrwurm w ArtMechanic CC BY SA 3.0Rasen, Thujahecke und Kirschlorbeer: Diese sind für heimische Insekten völlig nutzlos! Handlungsfeld: Mehrreihige Hecken unter Verwendung heimischer Gehölze anlegen, die im Frühjahr blühen und so Nektar und Pollen für Wildbienen sowie ganzjährig Nahrung für die Raupen vieler Nachtfalter liefern.

Solche Hecken bieten zudem Nistmöglichkeiten für Buchfink, Amsel etc. und viele Singvögel finden darin Nahrung, Insekten für ihren Nachwuchs und Früchte im Herbst. Rasenflächen durch Einsaat mit gebietseigenem Saatgut und partieller Mahd zu bunten Wiesen umwandeln, die Lebensraum für Schmetterlinge, Heuschrecken und Hummeln sind.

Foto - ArtMechanic: Gemeiner Ohrwurm, Weibchen / CC-BY-SA-3.0

201809 Hainschwebfliege ArtMechanic CC BY SA 3.0Ach was war das für eine schöne Zeit, nach einer Woche getaner Arbeit in der Firma ab in den Kleingarten. Möglichst zeitig, um dem Summen und Brummen von Bienen, Hummeln und anderer Insekten zu lauschen, dem Zwitschern unserer einheimischen Vögel zuzuhören und im Garten dem hektischen Alltag zu entkommen. Wenigstens für zwei Tage.

Und heute? Nichts oder nur wenig. Die Vogeluhr steht auf „Fünf vor Zwölf“! Die Insektenwelt ist um über 75% zurückgegangen. Andere einheimische Kleintiere, wie Eidechsen, Ringelnattern, Frösche etc., die vor einigen Jahren noch in unseren Kleinbiotopen zu finden waren, sind fast verschwunden.

Foto - ArtMechanic: Hainschwebfliege / CC-BY-SA-3.0