Leipziger Kleingartenanlagen und ihre Umgebung

LK 1aLothar Kurth, Mitarbeiter des SLK, ist in seiner Freizeit passionierter Fotograf. Berichte in Wort und Bild über Leipziger Kleingartenanlagen hat er zu "seinem" Thema gemacht.

Ein Großteil der Anlagen der Leipziger Kleingärtnervereine (KGV) liegen in Nachbarschaft zu besonderen architektonischen Sehenswürdigkeiten, zu Naturdenkmalen, Parks, Gewässern etc. Diese besondere Rubrik soll den Besuchern der Internetseite des SLK - sowohl Touristen als auch die Leipziger selbst - aufzeigen, dass sehenswerte Details des Stadtbildes nicht nur im Zentrum konzentriert sind. Auch in den Stadtteilen Leipzigs gibt es sehr viel zu entdecken. 

So entsteht hier ein eigenwilliger, interessanter  "Leipziger Stadtführer aus kleingärtnerischer Sicht".


STF Sfd S.00

Für die zweite Auflage des "Stadtteilführers Schönefeld" verfasste Lothar Kurth das Stadtteilportrait, das die Kleingartenanlagen des im Nordosten Leipzigs gelegenen Stadtteils zum Thema hatte. Darin wird deutlich, dass Schönefeld ein mit Grün gut durchwachsenes Gebiet ist.

Abb.: Titelblatt "Stadtteilführer Schönefeld", 2. Auflage; 2007; Herausgeber Bürgerverein Schönefeld

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UFZ PermoserStrasse 1024An der Schnittstelle von zwei stark frequentierten Straßen, der Torgauer Straße und der Adenauerallee / Permoserstraße findet man die Gartenanlage des Kleingärtnervereins "Morgensonne" e.V.

Diagonal gegenüber der Kreuzung ist der großflächige Komplex vom Umwelforschungszentrum (UFZ) mit seinen baulichen Dominanten, dem Hochhaus (im Foto links) und dem Hauptgebäude (rechts), bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges  Produktionsstätte des Metallverabeitungs- und Rüstungskonzerns Hugo und Alfred Schneider AG "HASAG".  

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SchoeneHeimat 5881 1024

Der Kleingärtnerverein "Schöne Heimat" e.V. liegt in der Partheniederung. Keine fünf Minuten Fußweg entfernt vom Vereinsgelände befinden sich die drei "Dominanten" der alten Ortslage von Schönefeld - Rathaus, Kirche und Schloss - sowie die Wassermühle, die 1928 ihren Betrieb einstellte.

Jedoch unmittelbar neben dem Eingang zur Anlage des 1900 gegründeten "Vereins der Apel´schen Gärten" ist im Eckbereich der Leostraße mit der Lazarusstraße die Menzellinde weithin sichtbar. Das Leipziger Naturdenkmal mit der Nummer 55 hat eine Höhe von 13 m, einen Kronendurchmesser von 14 m und einen Stammumfang von rund 3,5 m. Im Schatten der Linde trafen sich im 19. Jahrhundert Geistesgrößen Leipzigs.

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FriedhofLindenau KGVHoffnungWest 1 1024

Dort wo die Wohnbebauung beiderseits der Merseburger Straße stadtauswärts endet, liegt links der Bundesstraße B 181 die Anlage des Kleingärtnervereins "Hoffnung West 1926" e.V. und rechterhand der 11 ha große Friedhof Lindenau.

An der Zubringerstraße zur Autobahn A 9 entstand die neue Friedhofsverwaltung mit einem Blumenfachgeschäft (im Bild rechts).

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Erholung 4999 1024

Einen wunderbaren Ausblick von der Festwiese des 1900 gegründeten Kleingärtnervereins "Erholung" e.V. hat man auf das Panometer (im Bild rechts). Der ruinöse ehemalige Gasometer fand eine ungeahnte Wiederauferstehung.

Yadegar Asisi - Architekt, Hochschullehrer und Künstler - ließ den Gasometer im wahrsten Sinne des Wortes in neuem Licht erstrahlen. Inzwischen zieht das dritte 360°-Panoramawandblid die Besucher an. Nach "8848 Everest", "Rom CCXII" ist gegenwärtig "Amazonien" zu sehen (2011).

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LindenauerHafen01 1024Obwohl Leipzig tief im Binnenland liegt, befindet sich an der westlichen Peripherie der Stadt der Lindenauer Hafen.

Dieser entstand auf dem Gelände einer vormaligen Kiesgrube der Westend-Baugesellschaft. Der erste Spatenstich für den Lindenauer Hafen am Anfang des Elster-Saale-Kanals erfolgte am 27. Mai 1938. Jedoch wurde das Projekt nicht vollendet, denn der Durchstich kam bisher nicht zur Ausführung.

Auch der Elster-Saale-Kanal endet abrupt in der Landschaft hinter Günterdorf in Sachsen-Anhalt unweit der Saale. Somit blieb es ein Traum, Leipzig zur Hafenstadt werden zu lassen.

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Dr.Schreber 4937 1024

Der 1864 gegründete Kleingärtnerverein "Dr. Schreber" e.V., in der Nähe des Waldplatzes bzw. der Arena gelegen, beherbergt in seinem Vereinshaus das Deutsche Kleingärtnermuseum.

Der Förderverein „Deutsches Museum der Kleingärtnerbewegung“ wurde 1992 gegründet. Im gleichen Jahr begann man mit der Rekonstruktion der oberen Etagen im Vereinshaus. Bereits 1993 wurde die erste Sonderausstellung in den Räumen des Museums präsentiert. Am 23. August 1996 wurde nach weiteren baulichen Veränderungen das Museum feierlich eröffnet.

Seit 1999 publiziert das Museum zu verschiedenen Themenbereichen der Kleingärtnergeschichte eine wissenschaftliche Schriftenreihe.

www.kleingarten-museum.de  // SLK-Fotos: Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

Rennbahn Suedvorstadt 6 1024

Ein Kleinod der außergewöhnlichen Güte ist die benachbarte Galopprennbahn Scheibenholz mit der zweitürmigen Haupttribüne (im Bild rechts). Kaum eine Stadt kann eine Pferderennbahn in unmittelbarer Nähe zu  ihrem Stadtzentrum aufweisen. Am 1. Mai jeden Jahres ist bereits der Saisonhöhepunkt mit den aktuell herausragenden Galoppern. Die erste Rennbahn lag zwischen Lindenau und Schönau (Postgut von Karl Heine). Am 13. September 1863 fanden die ersten acht Rennen statt. Stattnah entstand die heutige Galopprennbahn auf Schimmels Wiese im Scheibenholz. Aufgrund der schönen Lage wurde die neue Rennbahn mit der Pariser Derbybahn in Chantilly verglichen. Am 14. und 15. September 1867 fand das Eröffnungsrennen statt. Damals betrug die Bahnlänge nur 1550 m.

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Glueck auf Doelitz 3 5052An der Friederikenstraße im Süden Leipzigs liegt die kleine Anlage des Kleingärtnervereins "Glück auf Dölitz" e.V. Viele der Pächter waren Kumpels und fuhren in den Untertageabbau, um die Rohbraunkohle abzubauen.

Als "Schacht Dölitz" im Volksmund bekannt, wurde durchgehend von 1895 bis 1959 in der Braunkohletiefbaugrube Schacht Dölitz der wichtige Rohstoff aus 80 m Tiefe gefördert. In den Jahren 1927 und 1928 beförderte eine Drahtseilbahn die Rohbraunkohle vom Schacht Dölitz in das Städtische Elektrizitätswerk Süd. Im Foto ist der Förderturm des Bergwerks zwischen Bäumen aus der Vereinsanlage zu sehen.

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Hochwasser Elsterbogen1 1024

Zu den drei größten Flüssen, die das Leipziger Stadtgebiet durchfließen, zählt neben Pleiße und Parthe die Weiße Elster. Von Südwesten her kommend, erreicht sie bei Knauthain die Grenze Leipzig. Vorbei am Cospudener See und dem mittlerweile trockenliegenden Stausee erreicht der Fluß Knautkleeberg und Großzschocher.

In unmittelbarer Nähe zur Weißen Elster sind entlang der Straße An der Lauer mehrere Anlagen aneinandergereiht: "Am Elsterwehr", "An der Lauer", "Fiddelsack", "Gärtendreieck" sowie "Am Badeweg".

Fotos: SLK