Hallo, hier meldet sich wieder der „Garten-Olaf“.

Aus Steckzwiebeln gezogene Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach dem Absterben des Laubes. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als die zu früh geernteten. In den heißen Sommermonaten beginnen die Zwiebeln sich auf den Winter vorzubereiten, indem die Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebelknollen verlagert werden. Die logische Folge: Das Laub verwelkt und die Knolle wird schmackhaft und erntereif. Das Niedertreten der grünen Schlotten hat keinen Einfluss auf das Ausreifen der Zwiebel, das sollte man unterbleiben lassen.

Wenn Sie Zwiebeln lagern möchten, sollten Sie zunächst einen geeigneten Lagerplatz wählen. Es genügt ein Lagerraum, welcher kühl, dunkel und trocken ist. Auch sollte der Raum gut durchlüftet sein. Besonders die Dunkelheit ist wichtig, da helle Lagerstätten für einen beschleunigten Austrieb sorgen, dadurch werden die Aromen aus der Zwiebelknolle entzogen. Kontrollieren Sie die Zwiebel regelmäßig auf Triebe und Fäulnis und sortieren Sie gegebenenfalls aus.

Für Freunde des Rettichs: Wer noch im Herbst Rettich ernten möchte, sollte ihn Anfang August ins Beet säen, in einem Abstand pro Reihe von 30 cm. Anschließend mit einem Insektenschutznetz abdecken, das hindert die Rettichfliege an der Eiablage. Wählen Sie Sorten, die gegen die häufig auftretende Rettichschwärze resistent sind. Zum Beispiel der japanische Riesenrettich "Minowase Summer Cross Nr. 3", er wird bis zum 50 cm lang. Zum Lagern eignet sich besonders gut "Münchner Bierrettich".

Wer die Knospen und Früchter der Kapuzienerkresse als Kapern einlegen will, darf den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Knospen müssen zwar ausgewachsen, aber noch ganz fest sein. Die Früchte sind zu ernten, solange sie noch unreif und voll grün sind.

Knoblauch darf man erst ernten, wenn das Kraut vollkommen abgestorben ist. Die Früchte des Gewürzpaprikas muss man völlig ausreifen lassen, weil sie erst dann die beste Würzkraft haben. Man lässt sie an der Pflanze richtig rot werden. Zum Aufbewahren trocknet man sie ganz scharf, so behalten sie ihre Würzkraft mindestens zwei Jahre.

Ziergarten: Sollte es aber aus irgendeinem Grund zwingend notwendig sein, die Pfingstrosen zu teilen, so müssen sie im Herbst ausgegraben und ihr Wurzelstock geteilt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass beide Teile mindestens drei Knospen enthalten. Die Wurzeln der „neuen“ Pfingstrose sollten auf ca. 10 cm gekürzt werden. Sind sie zu groß, werden die betreffenden Pfingstrosen blühfaul. Werden sie zu tief in die Erde gesetzt, passiert das Gleiche. Der richtige Zeitpunkt für die Teilung ist August oder September.

Und nun noch etwas zum Schnitt der Sauerkirsche: Die Sauerkirsche zählt zu den wüchsigsten Obstbäumen überhaupt. Folglich ist ein jährlicher Rückschnitt unverzichtbar, weil andernfalls die Ernte der köstlichen Früchte immer spärlicher wird, bis sie schließlich ganz ausbleibt, weil der Baum vergreist. Schneiden sie ihre Sauerkirsche immer gleich nach der Ernte. Die Witterung sollte warm und trocken sein. Sämtliches Totholz sowie verkümmerte Triebe entfernen. Alle Zweige, die nach innen wachsen, an der Basis entfernen. Junge Triebe, die sich erkennbar zu langen Peitschen entwickeln, werden mit einem beherzten Schnitt um mindestens zwei Drittel gekürzt. Dabei wird die Schere 3 bis 5 mm über einen nach außen gerichteten Blattknoten angesetzt.

Was Wühlmäuse im Garten anrichten können ist unvorstellbar. Nur ein Beispiel: Meine gesamten Anpflanzungen von Bohnen und Möhren wurden regelrecht in den Boden gezogen. Ich setzte den Spaten an, um die Ursache zu erkunden. In ca. 30 cm Tiefe fand ich das Übel und bekämpfte es mit Wühlmausgas. Sie waren einige Tage nicht mehr im Gang, danach ging die Fresserei wieder los. Die Ursache für die hohe Vermehrung der Wühlmäuse könnte der milde Winter im Vorjahr sein. Das ist aber nur spekulativ. Ich werde weiter versuchen die Nager los zu werden und habe schon eine Vorstellung, aber die muss ich erst noch ausprobieren.

Euer „Garten-Olaf“