2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs Kalendergedanken" bzw. "Über den Gartenzaun gefragt" in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund"

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

SLK-Foto: Olaf Weidling

2017 04 Solist SQV2017 04 Laura SQVMit Beginn des März rüsten sich die Kartoffelliebhaber unter den Kleingärtnern zur Ausbringung der Saatkartoffeln in ihrer Parzelle. Denn jetzt ist die Zeit gekommen, zu entscheiden, ob man sehr frühe, mittelfrühe oder späte Kartoffeln – nach der Reifegruppe – auswählt. Die „Knollen“ haben nämlich unterschiedliche Reifezeiten:

• frühreife Sorten – Vegetationsperiode 90 – 110 Tage
• mittelfrühreife Sorten – Vegetationsperiode 120 – 140 Tage
• späte Sorten – Vegetationsperiode 140 – 160 Tage

Quellen Abbildungen - Europlant: Laura, Belana, Marabel / Norika: Solist, Gala, Adretta / HZPC: Annabelle / Solana: Lilly (Sächsischer Qualitätskartoffelverband)

Liebe Gartenfreunde,

in der letzten Ausgabe des „Leipziger Gartenfreundes“ im alten Jahr möchte ich einige Hinweise zur Lagerung von Obst und Gemüse geben.

Vorab noch Tipps für Restarbeiten im Garten. Nach dem ersten Frost erntet man Rosenkohl, Wirsing und Grünkohl. Kälteverträgliches Gemüse, z.B. Radicchio, Endivien, Feldsalat und Lauch kann laufend geerntet werden. Bei bevorstehenden starken Nachtfrösten deckt man das verbleibende Wintergemüse vorsorglich mit Vlies ab. Noch eingelagertes Gemüse regelmäßig überprüfen, Schimmliges sowie Faulendes ist sofort auszusortieren. Auch auf die regelmäßige Lüftung der Lagerräume achten.

Liebe Gartenfreunde,

aus aktuellem Anlass ist es erforderlich, auf das Thema Feuerbrand an Kernobst und Ziergehölzen näher einzugehen, denn diese Pflanzenkrankheit ist meldepflichtig! Der Feuerbrand, hervorgerufen durch das Bakterium Erwinia amylovora, ist eine der gefährlichsten Krankheiten von Apfel, Birne und Quitte. Auch Ziergehölze, vor allem Weißdorn (Crataegus monogyna) und Rotdorn (Crataegus laevigata) sowie einige Sorten und Hybriden der großblättrigen Arten der Zwergmispel gehören zu den hochanfälligen Wirtspflanzen des Feuerbrandes. Weitere sind: Felsenbirne (Amelanchier Medik), Zier- und Scheinquitte, Wollmispel, Mehlbeere, um nur einige zu nennen.

 

2019 10 Marienkaefer geschluepft 1120382 Ulrike HartungLiebe Gartenfreunde,

hier folgt - wie angekündigt - nun der zweite Teil über die "Tiere als Helfer im Kleingarten“. Beginnen wir mit dem Marienkäfer, dem Glücksbringer unter den Käfern. Auf sächsisch „Mohdschegiebschen“, was für ein brillantes Wort, das viele nicht deuten können.

Die Marienkäfer sind nicht immer rot mit schwarzen Punkten. Es gibt auch gelbe und andersfarbige Arten. Ebenso variieren Zahl und Größe der dunklen Punkte.

Foto - Ulrike Hartung: Frisch geschlüpfter Marienkäfer

Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“.

Ein Kleingärtner aus meinem Verein sprach mich an, was er gegen den sprunghaft angestiegenen Befall seiner Gewächse im Garten durch Insekten unternehmen kann? Beruhigend antwortete ich ihm, man sollte zuerst genauer hinschauen, um unterscheiden zu können, mit wem man es zu tun hat.

Tiere als Helfer im Kleingarten: In der Natur herrscht ein ewiges Auf und Ab von Nützlingen und Schädlingen. Wenn Sie nicht eingreifen, dann frisst das Eine das Andere auf. Im 20. Jahrhundert verloren die Menschen schneller die Geduld, sie nahmen sich wohl oft auch nicht mehr die Zeit, genau hinzuschauen. Schädlinge wurden nicht mehr ihren natürlichen Feinden überlassen, sondern in großangelegten Feldzügen vernichtet.

Hallo, hier meldet sich wieder der „Garten-Olaf“.

Aus Steckzwiebeln gezogene Speisezwiebeln erntet man für den Winterbedarf erst nach dem Absterben des Laubes. Sie sind dann gut ausgereift und halten sich im Winter besser als die zu früh geernteten. In den heißen Sommermonaten beginnen die Zwiebeln sich auf den Winter vorzubereiten, indem die Nährstoffe aus dem Laub in die Zwiebelknollen verlagert werden. Die logische Folge: Das Laub verwelkt und die Knolle wird schmackhaft und erntereif. Das Niedertreten der grünen Schlotten hat keinen Einfluss auf das Ausreifen der Zwiebel, das sollte man unterbleiben lassen.

Hallo, hier ist wieder der Garten-Olaf.

Bei mehreren Begehungen in Kleingartenanlagen im vergangenen Monat war leider zu konstatieren, dass bei Gesprächen mit den Gartenfreunden für viele der Begriff Sommerriss und dessen Bedeutung unbekannt ist (siehe auch LGF 06/2019). Hier besteht kurzfristig Handlungsbedarf für die Gartenfachberater in den Kleingärtnervereinen in Wort und Tat!

Hallo, hier ist wieder der Garten-Olaf.

Dieses Mal möchte ich auf die allgegenwärtigen Alltagsprobleme des Kleingärtners eingehen, die da sind Zier-, Gemüse- und Obstgarten sowie der Sommerriss.

Ziergarten: Im Gartenteich herrschen jetzt ideale Temperaturen, um zu pflanzen. Teichrosen, Hechtkraut bzw. Unterwassergräser bereichern mit ihren Blüten und Blättern das Biotop. Sollte der Wasserstand merklich gesunken sein und Petrus uns in den folgenden Tagen nicht mit Niederschlag beglücken, ist Wasser nachzufüllen. Es ist aber darauf zu achten, dass kein Schlamm aufgewirbelt wird. Vorzuziehen ist das Wasser aus der Regentonne.