20190425 GFK 1177Die Mitglieder der Garten-Fachkommission (GFK) wurden am Eingang in die KGA, gegenüber der Russischen Kirche, vom Vorstand sowie dem Baubeauftragten und dem Gartenfachberater herzlich begrüßt. Es ist nicht häufig, dass die GFK-Vertreter von einem Quartett des gastgebenden Vereins begrüßt werden.
Vorsitzender Henry Kiessling beschrieb in kurzen Worten Verein und Anlage. Demnach wurde vor 83 Jahren der Verein gegründet und die heute rund 200 Parzellen auf ca. 5 ha Fläche angelegt.

SLK-Foto: Frisch angelegte Beete in einer Parzelle

20190425 GFK 1169Freie Gärten finden in der Regel umgehend einen Neupächter und oft sind es jüngere Interessenten, wie sich auch im Vorstand ein Generationswechsel vollzogen hat. Mit den Pächtern gibt es derzeit keine gravierenden Reibereien. Neben Einheimischen bewirtschaften auch Kleingärtner anderer Nationalitäten (Weißrussland, Ukraine, Vietnam, Russland, Orient) eine Parzelle.

SLK-Foto: Astüberhänge auf den Fußweg verletzen die Verkehrssicherungspflicht

20190425 GFK 1195In den letzten Jahren ist der Bestand an Koniferen etc. drastisch zurückgegangen, da sich der Vorstand vehement im Zuge von Pächterwechseln für das Entfernen dieser Gehölze einsetzt. Der Besichtigung begann im südlichen Teil der KGA (nördlich der Semmelweisstraße) und führte im Rundkurs zurück zum Ausgangspunkt an der Vereinswiese. Auf dem Freisitz vor dem bewirtschafteten Vereinshaus wurde das Gesehene in der KGA von den GFK-Mitgliedern benannt.

SLK-Foto: Man erblickt nur ein einheitliches "Grün" mit Zuckehutfichten als "Torwächter"

20190425 GFK 1187Allgemein schätzten die Mitglieder der GFK ein, dass rund 2/3 der Parzellen beim Rundgang eine kleingärtnerische Nutzung vorweisen. Beim Rest-Drittel ist noch Nachholbedarf erforderlich. Olaf Weidling, Leiter der GFK, stellte fest, dass die Einsicht in die Kleingärten vom Weg her fast durchweg gegeben ist. Lediglich in einigen Gärten sind „Heckenwände“ zu sehen und unzulässige Gehölze. Er bemerkte, dass die kleingärtnerische Nutzung als „Durchmischung“ von Obst-, Gemüse- und Zierpflanzenanbau zu verstehen ist, denn eine Parzelle präsentiert sich nur als Ziergarten. Jörg Pieper merkte an, dass einige naturnahe Gärten ohne eine erkennbare Struktur sind. Ebenso erwähnte er, dass neben Obst und Gemüse auch Kräuter zur Anbaufläche zählen. In diesem Zusammenhang erläuterte Gerhard Friedrich den Vereinsvertretern die sogenannte Drittel-Regelung, die auch B- und C-Flächen der gesamten KGA in die Berechnung der Anbauflächen mit einbezieht. Zu wünschen übrig lässt der Schnitt der Obstgehölze.

SLK-Foto: Schilf- und Bambusgewächse gehören nicht zu den gängigen Anpflanzungen

20190425 GFK 1172Der Fachberater des KGV „Siegismund“ plant in der Gartensaison, zwei Seminare zu dieser Problematik in Theorie und Praxis den Pächtern anzubieten. Besonders junge Leute, so unterstützte ihn der Vereinsvorsitzende, zeigen starkes Interesse daran, ihr Wissen auf diesem Gebiet zu erweitern.Zum Natur- und Vogelschutz meinte Peter Schädlich, dass der KGA mehr Nisthilfen guttäten, trotz des benachbarten Friedensparks. Es wurde resümiert, dass sich das Antlitz der KGA seit den Begehungen 2009 und 2015 spürbar im Sinne der kleingärtnerischen Nutzung verbessert hat.

SLK-Foto: Ein ansehnlich strukturierter Kleingarten

Lothar Kurth