20170619 Landfrieden Heinz BernhardtDie prächtige Riesen-Himalaya-Lilie ist eine besondere Rarität aus Nepal. Sie erreicht eine Höhe von über 3 Metern! Die sehr großen, weißen Trichterblüten mit purpurrotem Schlund hängen an dem dicken Stamm wie an einer Perlenkette aufgezogen. Dabei verströmt die Riesen-Himalaya-Lilie (Cardiocrinum giganteum) einen himmlischen Lilienduft.

Zudem ist sie die größte und prächtigste unter den Lilien, die im östlichen Himalaya in lichten Wäldern auf feuchtem Standort und bei hoher Luftfeuchtigkeit wild vorkommt. Im Unterschied zu den „echten“ Lilien besitzt Cardiocrinum herzförmige Blätter (cardio = herzförmig), die eine Rosette bilden.

Foto - Heinz Bernhardt: Die Trichterblüten des imposanten Gewächses sind aufgegangen

20170428 Landfrieden Heinz BernhardtEine Pflanzung muss in feuchtem, nährstoffreichem und tiefgründigem Laubhumus erfolgen. Dabei darf die Zwiebel nur wenig mit Erde überdeckt werden. Die Blütenbildung erfolgt in der Regel im zweiten Jahr nach der Pflanzung. Auch in großen Töpfen ist die Riesenlilie ein Blickfang im Garten, auf Balkon und Terrasse.

Die Blütezeit der Riesen-Himalaya-Lilie ist von Juli bis August. Sie liebt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit nährstoffreichem, feuchtem Boden. Pflegeaufwand und Wasserbedarf sind gering. Zur Blütezeit verströmen die zahlreichen, bis zu 15 cm waagerecht stehenden, großen Blütentrichter einen intensiven Duft nach Lilien. Der spektakuläre Blütenstand zeigt sich am wirkungsvollsten vor einem dunklen Hintergrund.

Foto - Heinz Bernhardt: Am Anfang der Wachstumsphase

20170610 Landfrieden Heinz BernhardtNach der Blüte stirbt die Mutterzwiebel ab, wobei kleine Tochterzwiebeln entstehen, die gleich wieder aufgepflanzt werden können. Unabdingbar ist ein ausreichender Schutz vor Schneckenfraß! Die Pflanze ist nur bedingt winterhart und verträgt insbesondere keinen ständigen Wechsel zwischen Frost- und Tauperioden.

Eine dichte Laubschüttung, die dann mit einem Korb o.ä. fixiert wird, ist als Schutz zu empfehlen. Den frühen Austrieb sollte man vor Spätfrösten schützen (Kultur in Pflanzgefäßen ab 10 Liter Erdvolumen ist möglich, dann jedoch kalt, aber frostfrei überwintern).

Foto - Heinz Bernhardt: Die 2-m-Marke ist erreicht

Heinz Bernhardt – KGV “Landfrieden”