20170425 DisAbend 4252Zur ersten Veranstaltung 2017 zu dem Thema hatte der Vorsitzende des Kleingärtnervereins (KGV) „An der Dammstraße“, Ralph Baganz, eingeladen. Als ausgewiesene Fachmänner auf ihrem Gebiet unterstützen ihn René Bundesmann von der Generali Versicherung AG und Bürgerpolizist Steffen Rentsch. Die höchst interessante „Doppel-Thematik“, mit der jeder Kleingärtner im ersten Teil bei Pachtung einer Parzelle konfrontiert wird und im zweiten Teil möglichst verschont bleibt, zog leider nur zehn Gartenfreunde am Abend des 25. April in den Saal der Gaststätte „Drei Kastanien“ in der Schleußiger Kleingartenanlage (KGA). Nach Vorstellung der beiden Referenten, stieg Ralph Baganz ohne Umschweife in die brisante Thematik ein.

SLK-Foto: In kleiner Runde wurde intensiv und ausführlich debattiert

Er setzte voraus, dass ein Neupächter sein Eigentum schützen möchte und deshalb Vorsorge trifft. Eine Voraussetzung ist natürlich, dass der Pächter eine Versicherung abgeschlossen hat. Der langjährige Partner des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) - die Generali Versicherung AG – bietet eine umfassende kostengünstige Absicherung mit einem Beitritt in den Rahmenvertrag für die Feuer-, Einbruchsdiebstahl-, Beraubungs-, Sturm- und Hagel- sowie Gruppenunfallversicherung.

Ist nun ein Einbruch in die Laube geschehen, wie weiter? Man besorgt sich den Vordruck „Schadenanzeige Kleingärtner“ (bei der Generali; beim Vorstand; auf der SLK-Webseite/Versicherungen-Downloadservice), füllt diesen aus, setzt sich sofort mit der Generali sowie der Polizei betreff Anzeige, Registrierung mit Tagebuchnummer und Erhalt der Anzeigenbescheinigung in Verbindung.

Beide Referenten betonten, dass der Geschädigte eine Schadenaufstellung zu Papier bringt und Angaben zur Schadenhöhe vermerkt. Bilder vom Tatort sind wichtig, auch Aufnahmen der entwendeten Gegenstände, die man vorausschauend machen sollte. Soll heißen, dass man über Wertsachen, die in der Laube in der Gartensaison verbleiben, eine kleine Fotodokumentation anfertigt. Dieser Aufwand zur eigenen Sicherheit ist auch eine Art Vorsorge. Ebenso sollte man sich vorher z.B. von technischen Geräten die Identitätsnummern notieren. Tauchen diese später irgendwo auf, kann die Polizei diese an ihren Besitzer zurückgeben.

Bürgerpolizist Rentsch sagte, dass bei Streifgängen in den KGA offenstehende Lauben registriert werden, nachdem die Frage kam, dass man die Laube lieber nicht verschließen solle, um größere Schäden zu vermeiden. Dies aber hebelt den Versicherungsschutz aus, so René Bundesmann. Leider sind oftmals die Einbruchsschäden höher als das „erbeutete“ Diebesgut.

Gefragt wurde nach gartentypischen Gerätschaften. Unbestritten gehören Grill und Räucherofen dazu, wenn diese eingeschlossen sind, Schubkarren außerhalb der Laube, wenn sie angeschlossen sind, Wasseruhren und Pumpen ja, aber Kupferrohre nicht. Ebenso nicht eine abhanden gekommene Brille, denn diese zählt zur Hausratversicherung, so der Fachmann.

Dankbar verabschiedeten sich die Teilnehmer am Diskussionsabend nach fast zwei Stunden – darunter ein Gartenfreund der bereits fünf (!) Einbrüche erleben musste – von den Referenten und dem Organisator der Veranstaltung.