Vereinsübersicht BZG Nordwest

Zusammenstellung: Lothar Kurth

AlteMuehle

Neben dem Campingplatz gegenüber dem Auensee liegt die Kleingartenanlage (KGA) des 1946 gegründeten Vereins nördlich des Luppedeichs und wird durch die Straße An der Elster in zwei Teile untergliedert. Die gesamte Anlage befindet sich 101 bis 102 m über N.N. und ist damit die am tiefsten liegende aller 208 KGA des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  106  3,79 ha
AmHopfenberg

Neben dem Wahrener Wahrzeichen - dem 565 m langen Eisenbahn-Viadukt, der zweitlängsten Eisenbahnbrücke Sachsens - liegt die Anlage des am 1. Juli 1938 gegründeten Vereins. Auf ihr ist ein Spielplatz und die Vereinsgaststätte. Im Gelände wurde eine zentrale Kompostieranlage eingerichtet. Hier können die Pächter ihre Abfälle gegen ein geringes Entgelt abgeben und im Gegenzug bekommen sie hochwertigen Kompost. 2005 errang der Kleingärtnerverein Platz 1 im Wettbewerb "Kleingartenanlage des Jahres".

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 "Am Hopfenberg" 99  2,70 ha
AmMarienweg

Die damaligen Kleingartensparte wurde 1978 gegründet und die Errichtung der Lauben erfolgte etappenweise mit großzügiger Unterstützung des Patenbetriebes VEB Drehmaschinenwerk Leipzig. Die Hauptwege sind auffallend breit und geschwungen angelegt. Besonders sehenswert ist die große Voliere mit verschiedenen exotischen Vögeln am Vereinsplatz.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  180 7,14 ha
Burgaue

Das Gelände des 1922 gegründeten Vereins war eine ehemalige Lehmlache, die im Schnitt 1 m aufgefüllt und mit Mutterboden angedeckt wurde. Das Areal ist in Privatbesitz, deshalb der erste Vereinsname Gartenkolonie "Graf Schimmelmann". 1927 entstand das Vereinsheim. Seit 1946 trägt der Verein seinen heutigen Namen. Beim Hochwasser 1954 stand die Anlage 14 Tage unter Wasser. Die meisten Gäste erlebte der KGV "Burgaue" beim Start zur 8. Wanderung durch Leipziger Kleingartenanlagen 2012 (Foto).

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 "Kantine Burgaue" 56 1,76 ha
Elstertal1905

In der Niederung der Weißen Elster liegt das Areal des 1905 gegründeten KGV, der erst neun Jahre später als "Gartenbauverein Elsterthal" amtlich registriert wurde. In den Anfangsjahren hieß dieses Gelände "Gebiet der Mückenplage" bis ein Teil der Lachen des Flusses trockengelegt wurden. Als erstes Vereinsheim fungierte 1908 eine "Holzbude", die 1921 durch den Kauf einer Militärbaracke erweitert werden konnte. Von Beginn an florierte ein reges Vereinsleben mit jährlichen Kinderfesten. Auch auf künstlerischem Gebiet hatten die Gartenfreunde einiges drauf, u.a. "Klampfenchor Elstertal". Im Juli 1954 wurde die Anlage beim großen Hochwasser geflutet. Mit dem Titel "Anerkanntes Naherholungsgebiet der Stadt Leipzig" wird 1976 die Sparte geehrt.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 "Elstertal-Saloon" 230 6,41 ha
FroheStunde

Die sehenswerte Kleingartenanlage in Möckern, die zum Kleingartenpark Nord gehört, liegt unmittelbar südlich der in den 2000er Jahren tiefer angelegten Travniker Straße. Von den Baumaßnahmen war die Anlage auch betroffen. Am 16. Juni 1907 gründeten 16 Einzelpächter den "Gartenverein zu Möckern". Nur einen Monat später fand bereits das erste Kinderfest statt. Bis in die Gegenwart wird dem Nachwuchs sehr viel Augenmerk geschenkt. Einen bedeutenden Anteil daran, dass die Kinder an die Natur herangeführt werden, hat Klaus Günther (bekannt als "Enten-Günther"). Ein Gartenfreund mit goldenen Händen, dessen Handschrift man in vielen Bereichen der Anlage sehen kann. 1981 wurden hier Filmaufnahmen zur Fernsehserie "Geschichten übern Gartenzaun" gedreht.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  134 5,36 ha
Froschburg

Auf einem Gelände unterhalb der Wolffstraße, das zuvor als Turnplatz genutzt wurde, entstanden Anfang der 1920er Jahre durch Andeckung mit Muttererde erste Gärten und am 17. Februar 1927 fand die offizielle Gründung des "Gartenvereins Froschburg" statt. Kurz darauf erbauten die Gartenfreunde ihr Vereinsheim. Durch Aufschüttung von angrenzendem Areal wurde 1974 die Anlage erweitert. In den zurückliegenden Jahrzehnten schufen die Gartenfreunde ansehnliche Kleinode, u.a. den "Garten der Ruhe und Begegnung", eine völlig neue Voliere für die gefiederten Freunde sowie eine Orientierungs- und Informationstafel am Eingang der "Neuanlage". Auch die Kinder finden Spielmöglichkeiten und die Großen treffen sich gern in der Vereinsgatstätte sowie alle Altersgruppen bei den Kinder- und Sommerfesten.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 Gartenlokal "Froschburg" 142 5,04 ha
Hoffnung

Der 1920 gegründete KGV "Hoffnung" zählt zu den kleinsten Anlagen. In leichter Hanglage erstrecken sich die 31 Parzellen entlang eines Mittelganges von der Georg-Schumann-Straße bis hinan zur Stammerstraße. 1965 wurde die damalige Sparte an "Wahren 1901" angegliedert. Mit den politischen Veränderungen löste man sich 1990 wieder und gründete abermals einen selbstständigen KGV. 

Das Vereinsleben verläuft in ruhigen Bahnen und recht familiär ohne größere Festivitäten. Manche Parzellen werden schon von mehreren Generationen einer Familie bewirtschaftet, die zumeist im Ortsteil Wahren auch wohnen.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  31 0,96 ha
Mariengrund

Vor 1941 hieß der 1925 gegründete Verein "Kleingartenverein der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen". Die Gartenfreunde weihten 1931 den Spielplatz sowie die Kolonnade mit Schankraum und Bierkeller ein. Infolge des Zweiten Weltkrieges musste sie abgerissen werden. Das Holz nutzte man für den Wiederaufbau des Vereinsheimes, das infolge Brandstiftung 1994 vollstandig zerstört wurde. Noch im gleichen Jahr bauten es die Gartenfreunde komplett neu wieder auf. Die Anlage wurde vom Hochwasser mermals - u.a. 1929, 1954 und 2013 - heimgesucht.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
Gartenlokal "Mariengrund"  82 2,43 ha
NeuerWeg

Der heutige KGV wurde am 12. November 1925 gegründet. Nach beschwerlicher Urbarmachung des Geländes zu Beginn und nach zweijähriger Bauzeit stand 1928 das vollendete Vereinshaus. Parallel dazu entfaltete sich ein reges Leben. Die Mitglieder schufen u.a. eíne Kinderspielgruppe für eine sinnvolle Freizeitgestaltung und das Heranführen des Nachwuchses an das Kleingärtnern. 1934 stellte man fest, dass es zwei Vereine mit dem Namen "Elsteraue" gab. So taufte man ihn um in "Heuweg". 1968 schlossen sich die Kleingartensparten "Am Kirschberg" und "Am Heuweg" zur Sparte "Neuer Weg" zusammen. 1975 empfing man Kleingärtner aus Krakow. Im gleichen Jahr zeichnete der OBM die Sparte mit ihrer Anlage als "Naherholungsgebiet der Stadt Leipzig" aus. Neben zahlreichen gemeinsamen baulichen Aufgaben verstehen es die Kleingärtner aber auch, es gesellig zugehen zu lassen.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
Gaststätte "Neuer Weg""  349 10,70 ha
SchreberHauschild

Als "Schreberverein zu Gohlis, bei Leipzig" wurde der älteste Kleingärtnerverein im Nordwesten 1884 gegründet. Das soziale Anliegen ist mit dem 1. Kinderfest 1886 belegt und ab 1901 mit der Milchkolonie. Das ursprüngliche Pachtgelände musste der Verein nach 12 Jahren räumen. Jahrzehntelang grenzte an das heutige Areal das Gelände der Kaserne. In der Gaststätte waren die Uniformierten recht häufig lautstarke Stammgäste. Das heutige Areal mit dem rund 6.000 m² großen Spielplatz zieht viele Kindergruppen an. 

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
Restaurant "Schreber-Hauschild" 309 6,37 ha
SternhoeheWahren

Bei keinem weiteren KGV gibt es solch ein "Namensgewirr" wie bei diesem. Das Gründungsjahr 1904 gilt für den Verein "Leipzig-Wahren" (später "Alte Wahrensche Gärten"), 1911 für den Verein "Goldene Höhe" (später "Sternhöhe Leipzig-Wahren) und 1928 für den Verein "Am Viadukt". Alle drei selbstständigen Sparten wurden 1968 zusammengeschlossen mit dem Ergebnis, dass sich die Sparte von nun an "Hans Beimler" nannte. Seit 1990 führt der Verein den aktuellen Namen und ist Teil des Kleingartenparks Nord. Vom Neubau der Travniker Straße und Arbeiten an der Trasse der Eisenbahn waren in den 2000er Jahren Anlage und KGV ganz besonders betroffen. 2015 war der KGV Ausrichter der 11. Wanderung durch Leipziger Kleingartenanlagen als Start- und Zielpunkt. Fester Bestandteil des Vereinslebens sind seit eh die Kinder- und Sommerfeste.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  380 13,47 ha
Trommelholz

Die Gründungsväter nannten ihren Naturheilverein 1896 "Verein für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise zu Möckern und Umgebung". Die Wandlung in eine Gartenanlage vollzog sich in den Jahren vor und während des Ersten Weltkrieges. Befürworter und Zweifler rauften sich dennoch zusammen und es entwickelte sich ein florierendes Vereinsleben, dass sich bis in die Gegenwart fortsetzt. Die Mitglieder sind eine verschworene Gemeinschaft mit vielen Ideen für Gemeinsames. Nicht nur der "Tag der Arbeit" wird u.a. feierlich begangen, auch die Gärten beiten dem Besucher einen schönen, gepflegten Anblick. Die Anlage hinter dem "Wahrener Viadukt" ist ein Ort zur Naherholung für die Bevölkerung und ein willkommmenes Spielareal für den Nachwuchs.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 Gaststätte "Trommelholz" 102 3,00 ha
Wahren1901

Als "Schreber-Verein zu Wahren" 1901 gegründet, herrschte in den Anfangsjahren eine rege Bautätigkeit auf dem gepachteten Areal der Gnadenkirche Wahren. Die Kinderfeste fanden immer Anfang Juli statt, als die Kirschen auf den Bäumen in der Anlage reif waren. Für ihren Nachwuchs haben die Mitglieder stets offene Ohren. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Schäden beseitigt. Bauvorhaben des Drehmaschinenwerks Anfang der 1970er Jahren kosteten zahlreiche Parzellen. In den 1980er Jahren erhielten die Gärten Elektroanschlüsse. Einmalig in den Leipziger Vereinen ist die Boccia-Spielfläche bei "Wahren 1901".

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
 "Zur Garten-Clause" 72 2,02 ha
Wettinbruecke

Die Kleingartenanlage entstand 1986 auf einer über Jahre hinweg als Schuttplatz genutzten und verwilderten Fläche zwischen der Weißen Elster und dem Sportplatz an der Wettinbrücke. Die Errichtung der kleinen grünen Oasen war ein Prestigeobjekt "zu Ehren des 11. Parteitages der SED". Abbruchmassen und Unkraut wurden entfernt und Mutterboden aufgetragen. Nach dem gesellschaftlichen Umbruch erfolgte der Anschluss an das Trinkwassernetz.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  84 3,04 ha
ZurkleinenBirke

Auf dem Flurstück 313 existieren schon, vermutlich seit den 1920er Jahren, Gärten. Da das Gelände nur als Grabeland verpachtet wurde, gibt es keine konkrete zeitliche Einordnung. Mit dem Ableben des Eigentümers übernahm in den 1950er Jahren die Kommunale Wohnungsveraltung das Areal und gliederte die Gärten als Anlage 2 der Kleingartensparte "Wahren 1901" an. Bis Ende 1988 wurden die Parzellen von dort aus verwaltet. Die Mitglieder waren für eine Abspaltung und per 1. Januar 1989 erfolgte der Eintrag als Sparte beim VKSK. Nach Abwägung von Namensvorschlägen, entschied man sich für den im Volksmund geläufigen Namen "Kleine Birke" in Anlehnung an das Ausflugslokal "Birkenschlösschen" (Agnesstr./F.-Bosse-Str.), welches von der Leipziger Sozialdemokratie Anfang des 20. Jahrhunderts für Versammlungen genutzt wurde.

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Vereinsgaststätte Anzahl der Parzellen Fläche
  25 0,64 ha