BDG-Logo 180Parallel zur Fußballweltmeisterschaft fand in diesem Sommer der Anstoß für das Finale des 23. Bundeswettbewerbs "Gärten im Städtebau" statt: 30 Kleingärtnervereine traten im Kampf um den Titel der vorbildlichsten Kleingartenanlage Deutschlands an. Doch Gartenzwerge polieren war zwecklos: Ausgezeichnet werden soziale, ökologische und städtebauliche Leistungen.

Abb.: Logo BDG - Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V.

Alle vier Jahre lassen das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und der Bundesverband Deutscher Gartenfreunde e.V. (BDG) die Kleingärtner zur Meisterschaft antreten. Bei der Besichtigung der 30 Finalisten im gesamten Bundesgebiet überprüfte die siebenköpfige Jury genau, ob die Anlagen auch wirklich halten, was sie versprechen. Das Motto in diesem Jahr: "Gemeinsam Gärtnern - gemeinsam wachsen".

Während einige Vereine mit sozialem Engagement punkten und Gemüse an die „Tafeln" abgeben, mit Kindergärten und Schulen kooperieren oder spezielle Seniorengärten anbieten, schreiben sich andere verstärkt ökologisches Denken auf die Fahnen. Mit Lehrpfaden, die die Natur erklären, Bienenhaltung oder der Kultivierung alter Obstsorten sind sie weit entfernt vom Vorurteil des giftspritzenden Kleingärtners. Für eine gute Bewertung zählte aber auch, wie die Gartenanlagen in ihre Umgebung eingebunden sind. Sind sie für die Gärtner gut erreichbar? Ist das Grün auch offen für Nicht-Pächter? Wird die Gemeinde, zum Beispiel durch Feste, ins Vereinsleben eingebunden? Um bei der Preisverleihung im November eine Goldmedaille zu erhalten, sollten die Vereine die Jury in möglichst vielen Bereichen überzeugen.

Die Bewertungskommission konnte sich in ihrer 14-tägigen Reise durch 28 Städte und Gemeinden Deutschlands vom vielfältigen Engagement der Kleingärtner und Kleingärtnerinnen überzeugen. Nun geht es in einer letzten Diskussionsrunde um eine sorgfältige Analyse der Ergebnisse und die finale Punktevergabe. Spannend bleibt es bis zur Preisverleihung in Berlin: Wer gewinnt Gold, Silber oder Bronze? Am 22. November sind knapp eintausend Gäste im Berliner Hotel Maritim proArte dabei, wenn es erneut heißt: Und der Gewinner ist...

Thomas Wagner, Wissenschaftlicher Mitarbeiter des BDG