ST W 20110905 2 1024Schädlinge im Garten“, so war es im Jahresplan des Stammtisches West zu lesen. Zu dieser fachlichen Schulung fanden sich ca. 20 Kleingärtner und Fachberater am 5. September 2011 im Schreberverein „Leipzig-Lindenau (Friesengärten)“ e.V. ein. Stammtischleiter Olaf Weidling begrüßte die Gartenfreunde und zeigte anhand von Aufnahmen eine Vielzahl der Schädlinge und besonders eindrucksvolle Bilder über deren verheerende Tätigkeiten, die oftmals nicht auf Anhieb zu erkennen sind. Aus der Vielfalt der Schadtiere, die Olaf Weidling ausführlich beschrieb und einfache Gegenmaßnahmen aufzeigte, nachfolgend ein kurzer Querschnitt: 

Foto: Olaf Weidling - Eiablage an der Unterseite von Blättern 

  • Die Schwarze Kirschblattwespe legt ihre Eier an der Blattunterseite ab. Man muss diese erkennen und rechtzeitig entfernen.
  • Der Ungleiche Holzbohrer arbeitet seine Frassgänge bis tief in den Holzkörper. Ein Absterben der betroffenen Astpartien ist die Folge.

  • Ebenso bohrt sich der Obstbaumsplintkäfer in Rinde und Holz. Auch hier ist bis ins gesunde Holz zurückzuschneiden.

  • An gelben Kirschen erfolgt die Eiablage der Kirschfruchtfliege. Die Larven dringen in die Frucht ein. Gelbtafeln sollten nach dem Schlüpfen der Tiere in die Bäume gehangen und angestochene Früchte aufgehoben werden.

  • Des Weiteren gab der Stammtischleiter Erläuterungen zur Schwarzen Kirschblattlaus, zur Grünen Pfirsichblattlaus, zur Obstbaumspinnmilbe, zum Ringelspinner, zum Blattsauger, zum Apfelwickler, zur Gespinnstmotte am Apfel, zum Kohlweißling, zur Zwiebelfliege, zum Erdbeerblütenstecher etc. und zu Bekämpfungsmöglichkeiten.

In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten habe sich viele Tierarten auch in unserer Region angesiedelt. Dabei handelt es sich oftmals um sehr aggressive Neuankömmlinge. So verwies Olaf Weidling u.a. auch auf den Asiatischen Laubholzbockkäfer, der nur ins Holz geht und eine große Gefahr für Obst- und Kulturbäume darstellt. Deshalb ist das Erkennen des Auftretens meldepflichtig!

Die veranschlagte Zeit des Vortrages ist natürlich zu kurz, um an vielen Stellen ins Detail gehen zu können.

Dennoch waren die gekommenen Gartenfreunde höchst zufrieden mit den Ausführungen des Fachmannes und hatten sich auch reichlich Notizen während des Vortrages gemacht.

Lothar Kurth - SLK