Aus dem Kleingärtnerverein "Naturheilkunde Eutritzsch" richtete der Gartenfreund Helmut Unger am 10. April 2014 nachstehende Anfrage an den "Garten-Olaf": 

In meinem Kleingarten blühen seit 50 Jahren sehr viele Tulpen. Erstmalig waren es in diesem Jahr nur noch ca. 5 – 10% davon. Die restlichen brachten jeweils nur ein großes Blatt, aber eben keine Blüte. Anderen Gartenfreunden erging es ähnlich. Bitte erklären Sie mir die mögliche Ursache und was ich dagegen unternehmen kann.

Mit freundlichen Gartengrüßen verbleibt Ihr Gartenfreund Helmut Unger.  > Hier der fachmännische Rat:

Sehr geehrter Herr Unger, das Problem in Ihrem Fall liegt im Alter der Tulpen von ca. 50 Jahren. Die Tulpenzwiebeln haben das Bestreben, über Jahre hinweg, immer tiefer ins Erdreich zu wachsen. In diesem Zusammenhang lässt natürlich die Blütenfülle allmählich nach. Wenn dann noch witterungsmäßig ungünstige Bedingungen vorherrschen, wie in den vergangenen Monaten, fällt der Ausfall wie Schuppen von den Augen, so wie Sie es beschrieben haben und auch Ihre Gartennachbarn berichteten.

Ich empfehle Ihnen folgendermaßen vorzugehen: Zum Ende der Gartensaison graben Sie die angesprochenen Tulpenzwiebeln aus und lagern diese trocken und abgedunkelt. Im Handel werden spezielle Pflanzkörbe aus Kunststoff angeboten, in die Sie beim Auspflanzen die Zwiebeln einsetzen. Somit werden diese daran gehindert, in die Tiefe zu wachsen. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir zu gegebener Zeit einmal über die Ergebnisse berichten.

Ihr „Garten-Olaf"