201512 Chicorée RasbakChicorée ist auch unter den Namen Salatzichorie, Treibzichorie und Witloof bekannt (Cichorium intybus). Dieser Salat ist nur wenig mit allen vorher beschriebenen Salatarten vergleichbar. Als Sorten findet man „Bea“, „Faro“, Flash“ und sogar den rot-weißen „Rouge Carla“.

Im Winter sind es die verzehrfertigen Sprossen in der Gemüsetheke, sinnvollerweise meist zugedeckt.

Chicorée ist ein Korbblütler und stammt von der wilden Wegwarte ab. In Belgien entdeckte man zufällig, dass eingelagerte Zichorienwurzeln im Winter zapfenförmige Austriebe bilden, die pikant bitter schmecken.

Foto - Rasbak: Chicorée "im Dreierpack"

Im Mai/Juni sät man dünn in Reihen von 30 cm ins Freiland und dünnt dann die Pflänzchen auf 10 cm aus. Im Sommer wird regelmäßig gehackt und gegossen. Die dem Löwenzahn ähnlichen Blattrosetten werden im November ausgegraben. Im Keller werden sie dann in einem Eimer getrieben. Ein zweiter Eimer sollte dabei die heranwachsenden Sprosse bedecken. Wenn die Sprosse etwa 15 cm lang sind, werden sie abgeschnitten. Die verbleibenden Teile kommen dann auf den Kompost.

Obwohl Chicorée in dieser Reihe „Salatvielfalt“ als Salatart vorgestellt wird, ist er genauso gut gedünstet als Gemüse zu verwenden.

Chicorée wird auf flämische Art z.B. wie folgt zubereitet: Die Sprossen werden am Stiel keilförmig ausgeschnitten, ins kochende Wasser gegeben und 10 Minuten gekocht. Dann wird der Chicorée mit Schinken umwickelt und in einer Pfanne/Auflaufform angebraten sowie mit Käse überbacken. Passende Sauce wird aus Gemüsebrühe, Mehl, Sahne und Ei zubereitet.
Guten Appetit wünscht Ihr

Gartenfachberater Edgar Schmitt - KGV „Alt Schönefeld“