20130504 BGO 1934Zur Veranstaltung "Essbare und giftige Wildkräuter" hatte der Botanische Garten für Arznei- und Gewürzpflanzen Großpösna-Oberholz eingeladen. Dr. Elke Freiberg vom Freundeskreis des Botanischen Gartens begrüßte am Nachmittag des 4. Mai 2013 rund 25 "Kräuterfreunde".

Im ersten Teil der Veranstaltung führte die Fachfrau die Besucher durch einen Teil der Gartenanlage.

SLK-Fotos: Dr. Elke Freiberg beschreibt Details zu den Pflanzen

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Gleich zu Beginn des Rundgangs verwies sie auf den Gewöhnlichen Löwenzahn, den jeder kennt. Die jungen Blätter können zu Salaten hergerichtet werden. Aus den gelben Blüten lassen sich Gelees für Brotaufstrich oder honigähnlicher Sirup herstellen.

Vom neben dem Löwenzahn stehenden Gänseblümchen eignen sich die Blüten und junge Blättchen für Salate. Die Knospen und nur halb geöffnete Blüten haben einen nussartigen Geschmack.

 

20130504 BGO 1937Dr. Elke Freiberg erläuterte ausführlich anhand der Pflanzen "in natura" über essbare und giftige. Zum Beispiel ist das Scharbockskraut in allen Teilen giftig, jedoch können junge Blätter vor der Blütezeit (März - Mai) verzehrt werden. Man sollte aber mit Vorsicht agieren. So wachsen Bärlauch und der Aronstab oftmals dicht beieinander, so dass man die Blätter beider Pflanzen verwechseln kann und der Aronstab ist giftig. Für Kleingärtner eine interessante Nachricht. Der Quälgeist Giersch läßt sich verspeisen, denn man kann ihn zu Salaten verarbeiten oder als Gemüse zubereiten. Im Geruch und Geschmack ähnelt er dem Spinat und erinnert an Petersilie. Giersch enthält Kalium, Vitamin C, Karotin sowie Eisen und soll gegen Gicht, Rheuma und Arthritis helfen. Noch ein gutes Dutzend weiterer Gewächse beschrieb die Expertin den Besuchern, von denen sich einige auch fleißig Notizen machten.

 

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Im zweiten Teil nach dem Rundgang gab es etwas für die Geschmacksnerven. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter des Botanischen Gartens hatten mehr als ein Dutzend Wildkräuter hübsch auf einem Tisch zur Verkostung angerichtet. Viele der Gäste probierten die meisten der dargebotenen Gewächse wohl zum ersten Mal. Dabei waren die Knoblauchsrauke, die Schlüssselblume, der Gundermann und der Kleine Wiesenknopf. Angenehm überrascht zeigten sich die Besucher und sicher werden einige in naher Zukunft die erworbenen Kenntnisse praktisch anwenden.

Dem Team mit Dr. Elke Freiberg einen ganz herzlichen Dank für den lehrreichen und interessanten Nachmittag im Botanischen Garten Oberholz.