Feuerbrand Mein-gesunder-Obstgarten GriegelBei Apfel, Birne, Quitte, Weiß- und Rotdorn, Eberesche, Feuerdorn und Zwergmispel ist wieder auf das Auftreten von Feuerbrand zu achten. Wenn Triebe dieser Gehölze welken und wenige Tage später hell- oder dunkelbraun verfärbt sind, besteht Befallsverdacht. Die Triebspitze kann hakenförmig eingekrümmt sein.

Befallene Früchte färben sich ebenfalls braun bis schwarz, fallen jedoch, wie auch die Blätter, nicht ab.

Beachten Sie das aktuelle Merkblatt des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie > siehe unter Vereins- /Kleingartenrecht - Gesetze und Verordnungen

Abb.: Adalbert Griegel - Mein gesunder Obstgarten

 

Der Erreger breitet sich rasch auf benachbarte Triebe, stärkere Äste und den Stamm aus. Die Pflanzen sehen mit dem trockenen, herabhängenden Laub wie verbrannt oder verdorrt aus.

Verantwortliche des betreffenden KGV setzen sich bitte mit der Garten-Fachkommission des SLK in Verbindung - Tel.: 0341 - 4 77 27 53 -, deren Mitglieder gemeinsam mit einem Vertreter des Vorstandes, ggf. mit dem Fachberater des Vereins, die Situation vor Ort prüfen !

Die Krankheit ist meldepflichtig !  Bei Befallsverdacht muss unverzüglich das Referat Pflanzengesundheit beim Sächsichen Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie - Tel.: 03242 / 631 7500 oder 7501 informiert werden - http://landwirtschaft.sachsen.de/. Ebenso ist in Leipzig das Amt für Stadtgrün und Gewässer (ASG) / Fachbereich Gärten in Kenntnis zu setzen - Tel.: 0341 / 123 5946.

Der zweifelsfreie Erregernachweis ist nur im Labor möglich. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen sind Grundlage für einzuleitende Maßnahmen. Nichtwirtspflanzen des Feuerbrandes sind alle Steinobstarten, Nussbäume, Koniferen und Rosen. Ein Befall an diesen Gehölzen ist völlig auszuschließen.

Feuerbrand kann aber mit der Monilia-Spitzendürre verwechselt werden. Monilia-Spitzendürre befällt außer Kernobst auch Steinobst, vor allem Kirschen. Die Infektion erfolgt zur Zeit der Blüte. Am Apfel sterben nur die Blütenbüschel und die unmittelbar benachbarten Blätter unter Braunfärbung ab. Im Gegensatz zum Steinobst dringt der Pilz aber nicht in das Holz ein. Sobald Symptome der Monilia-Spitzendürre festgestellt werden, sollte man die erkrankten Triebe so weit wie möglich zurückschneiden. Das ausgeschnittene Material darf nicht zum Mulchen verwendet werden! Ein Kompostieren dagegen ist möglich, wenn das zerkleinerte Schnittholz mit Erde abgedeckt wird.