2017 11 Kompost Mussklprozz CC BY SA 3.0Warum eigentlich kompostieren? Das Kompostieren gibt uns Kleingärtnern die Möglichkeit, alle im Garten anfallende pflanzliche Substanz zu verwerten. Der daraus gewonnene Humus dient der Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit. Woraus besteht nun Kompost? 1) Aus Nährhumus: Dieser unterliegt einer schnellen Umsetzung im Boden und ist damit die wichtigste Nährstoffquelle für die Bodenorganismen. 2) Aus Dauerhumus: Er zersetzt sich wesentlich langsamer. Das bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum Nährstoffe zur Verfügung stehen. Eine weitere Bedeutung des Dauerhumus besteht in der Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu binden, eine Krümelstruktur auszubilden und durch seine dunkle Farbe den Wärmehaushalt des Bodens positiv zu beeinflussen.

Foto - Mussklprozz: Kompostmiete

2017 09 Jon Sullivan Siebenpunkt Coccinella septempunctataÖkologisches Gärtnern steht zunehmend im Mittelpunkt vieler Kleingärtner bei der Bewirtschaftung ihrer Parzellen. Im engen Zusammenhang damit steht die Förderung der Vielfalt der Arten, insbesondere der Nützlinge. Dort, wo Nützlinge gefördert und damit Lebensräume für sie geschaffen werden, kann weitestgehend auf die Bekämpfung der Schädlinge mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) verzichtet werden.

Viele Schädlinge haben als Gegenspieler Nützlinge, so z.B. sind der Marienkäfer und seine Larven bekannt dafür, dass sie Blattläuse, Thripse und Spinnmilben vertilgen. Auch Spinnen fangen und laben sich an Blattläusen und Zikaden.

Foto - Jon Sullivan: Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

2017 07 Hippomane mancinella (fruit) Hans Hillewaert CC BY SA 3.0Oft wissen die aus fernen Ländern Heimkehrenden gar nicht, welch Gewächse sie als "Trophäen" mit nach Hause bringen. Harmlos Aussehendes kann zur tödlichen Gefahr werden. Auf nebenstehend abgebildeter Frucht ahnt man kein Ungemach. Jedoch ist diese so harmlos aussehende Frucht, die von Florida über Mittelamerika, die Bahamas, die Karibik bis zum nördlichen Südamerika beheimatet ist, absolut tödlich. In diesen Regionen nennt man die Frucht "Äpfelchen des Todes". Es handelt sich um den Manchinelbaum, einen der giftigsten Bäume auf der Erde.

Foto -  Hans Hillewaert: Frucht und Blätter des Manchinelbaums

201707 gfd1707 04Sommerzeit ist Reisezeit – dabei geraten Touristen schnell in Versuchung, Pflanzen, Schnittblumen, Früchte, Gemüse, Stecklinge oder Samen als „Mitbringsel“ einzupacken. Innerhalb der Europäischen Union (außer den Kanaren!) und der Schweiz ist das problemlos möglich.

Ganz anders sieht es bei Reisezielen außerhalb des europäischen Kontinents aus. Damit Krankheiten und Schädlinge nicht weltweit verschleppt werden, gilt für viele Arten (z.B. Weinreben, Zitruspflanzen) ein absolutes Einfuhrverbot.

Foto: agroscope.ch

Logo SLK neu 369kBAls Arbeitsmaterial für Vereinsvorstände und Gartenfachberater sollte die Auflistung "Pflanzenschutzmittel für den Haus- und Kleingarten" stets zur Hand sein. Diese Liste erarbeitete die Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau des Landes Sachsen-Anhalt, Dezernat Pflanzenschutz, wird jährlich aktualisiert und kann im "Internen Bereich" der SLK-Webseite in der Rubrik "Allgemeine Dokumente" für die Vereinsarbeit heruntergeladen werden.

Abb.: Logo SLK

2017 06 Karotten Zwiebeln Manfred Sause CC BY SA 3.0Die Mischkultur ist der gleichzeitige Anbau mehrerer Pflanzenarten auf einem Beet. Verschiedene Gemüsesorten mit unterschiedlichen Reifezeiten und Nährstoffbedürfnissen werden zusammen gesät, gepflanzt, gepflegt und geerntet.

Kleingärtner, die ihren Garten naturnah gestalten, wenden häufig die Mischkultur als Anbauform im Gemüsegarten an. Man kann auf begrenzter Beetfläche verschiedene Sorten, auch in kleinen Mengen, für den Eigenbedarf anbauen. Die Mischkultur bietet Raum für Experimente und Beobachtungen. Ein Gemüsegarten, in dem Gemüsearten mit Zierpflanzen und Kräutern kombiniert werden, lockt Nützlinge an und gerät auch optisch zum Kleinod.

Foto - Manfred Sause: Mischkultur Karotten und Zwiebeln

20170111 R.P. Fenk 5752 1bDer Erfahrungsaustausch mit Fachberatern des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) im Oktober 2016 regte mich an, meine Erfahrungen bei der Veredlung/Umveredlung von Obstbäumen den Gartenfreunden nicht vorzuenthalten, denn seit mehreren Jahren beschäftige ich mich damit, meine Obstbäume mit anderen Sorten selbst zu veredeln.

Ausschlaggebend die Theorie in die Praxis umzusetzen, war die Anschaffung eines Apfelquittenbaumes und die Anregungen von Ralf Hesse in seinem Fachberater-Stammtisch Nord, als er einen Edelreiser der Birnenquitte mitbrachte und erläuterte.

Foto 1 b - Ralf-Peter Fenk: Veredlung am Birnenbaum

2017 01 Kirschessigfliege Martin Hauser CC BY 3.0 de drosophila suzukii maleDie rund drei Millimeter kleine Kirschessigfliege (Drosophila suzukii) gehört zu der Familie der Taufliegen, im Volksmund auch Frucht- oder Obstfliegen genannt, jedoch nicht zu verwechseln mit der Kirschfruchtfliege (Rhagoletis cerasi)!

Die Kirschessigfliege stammt ursprünglich aus Asien und ist in Europa seit 2009, in Deutschland seit 2011, als „neuer“ Schädling bekannt. Erwachsene Tiere fressen Honigtau, Nektar, auf Blättern lebende Bakterien und Hefen. Larven (Maden) schädigen alles weichschalige Obst. Nach dem Befall mit Larven treten sekundäre Schäden mit Fäulnis auf. Oft sieht man den Befall nicht, aber Kirschen, Beeren und Weinreben verfaulen.

Foto - Martin Hauser: Männchen der Kirschessigfliege