Im dritten Teil (siehe auch "Leipziger Gartenfreund" 03/2018) befasste sich Fachberater Peter Schädlich mit der Lebensweise von Vögeln und Insekten in Eintracht oder Gegensatz. Im vierten Teil analysiert er die Beziehung der Vögel zur Menschheit.

Weitaus schlechter als unseren Gartenvögeln geht es den Vogelarten und anderen Bewohnern der Feldfluren und des Offenlandes. Mit der Einführung der modernen, industriemäßigen Bewirtschaftung der Ackerflächen wurden ehemals kleingliedrig strukturierte und artenreiche Agrarlandschaften ausgeräumt. Seit Jahren dominiert auf den Feldern der großflächige Anbau von Raps und Mais für die Herstellung von Biogas oder Benzin.

Im ersten und zweiten Teil dieser Serie (siehe auch "Leipziger Gartenfreund" 09/2017 und 02/2018) befasste sich Fachberater Ralf-Peter Fenk mit verschiedenen Spinnenarten und dem Marienkäfer. Im Folgenden, zweigeteilten, Beitrag geht Peter Schädlich intensiver auf die gefiederten Nützlinge ein.

Vor noch nicht allzu langer Zeit galten Vögel in weiten Teilen der Bevölkerung als wertvollste Helfer bei der Bekämpfung von Insekten in unseren Gärten. Die Insekten indes galten aufgrund ihrer Verhaltensweisen und Fressgewohnheiten als stechende, beißende und saugende Plagegeister, die auch noch Krankheiten übertragen könnten. So hatten sie allgemein einen schlechten Ruf und wurden pauschal als Schädlinge abgestempelt. Bis auf wenige Ausnahmen bekämpfte man sie rücksichtslos mit der chemischen Keule gleich welcher Art. Dabei wusste man im Einzelnen zu wenig über die Artenvielfalt und deren wichtigen und umfangreichen ökologischen Funktionen im Naturhaushalt. Oder wollten wir es nicht wissen?

201802 02 Florfliege Grosse Fluegel mit netzartigem GeaederIm ersten Teil (siehe auch „Leipziger Gartenfreund“ 09/2017) hatte ich mich mit der immer stärkeren ökologischen Nutzung der Kleingärten und in diesem Zusammenhang mit den Nützlingen befasst. In der Fortführung möchte mich den Gruppen der Ohrwürmer, Wanzen, Milben sowie den Netzflüglern zuwenden.

Der Ohrwurm gehört zur Nützlingsgruppe der Insekten. Kennzeichnend für ihn sind der dreigeteilte Körper (Kopf, Brust, Hinterleib), die drei Beinpaare und zum Teil das Vorhandensein von Flügeln. Charakteristisch sind die Zangen am Hinterleib.

Foto - Institut für Pflanzengesundheit (A): Große Flügel mit netzartigem Geäder kennzeichnet die Florfliege

2017 09 Jon Sullivan Siebenpunkt Coccinella septempunctataÖkologisches Gärtnern steht zunehmend im Mittelpunkt vieler Kleingärtner bei der Bewirtschaftung ihrer Parzellen. Im engen Zusammenhang damit steht die Förderung der Vielfalt der Arten, insbesondere der Nützlinge. Dort, wo Nützlinge gefördert und damit Lebensräume für sie geschaffen werden, kann weitestgehend auf die Bekämpfung der Schädlinge mit Pflanzenschutzmitteln (PSM) verzichtet werden.

Viele Schädlinge haben als Gegenspieler Nützlinge, so z.B. sind der Marienkäfer und seine Larven bekannt dafür, dass sie Blattläuse, Thripse und Spinnmilben vertilgen. Auch Spinnen fangen und laben sich an Blattläusen und Zikaden.

Foto - Jon Sullivan: Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata)

201801 Sten Porse Roter Lein Linum grandiflorum total CC BY SA 3.0Eine bunt blühende Blumenwiese bringt idyllisches Landleben selbst in die grauesten Gärten unserer Kleingärtnervereine. Besonders öffentliche Grünflächen in den Anlagen sollten daher öfters in eine wildromantische Blumenwiese umgewandelt werden.

Ja, auch der Hobbygärtner kann eine fröhlich blühende Blumenwiese selbst anlegen. Was man beim Aussäen der Samen beachten sollte und wie das Saatgut am besten gedeiht, verraten diese Tipps zur Blumenwiese.

Foto - Sten Porse: Roter Lein

2018 Arzneipflanze Marrubium vulgare katharinarauBei nasskaltem Wetter haben Erkältungen Hochsaison. In der Natur ist ein Kraut gewachsen, das die Abwehrkräfte stärkt und gegen festsitzenden Husten hilft – der Andorn. Kaum jemand kennt die alte Heilpflanze, die seit über 2.000 Jahren zu unserer europäischen Medizingeschichte gehört.

Daher hat der »Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde« an der Universität Würzburg den Gewöhnlichen Andorn (Marrubium vulgare) zur Arzneipflanze des Jahres 2018 gewählt.

Foto - katharinau/fotolia.com: Andorn

2017 11 Kompost Mussklprozz CC BY SA 3.0Warum eigentlich kompostieren? Das Kompostieren gibt uns Kleingärtnern die Möglichkeit, alle im Garten anfallende pflanzliche Substanz zu verwerten. Der daraus gewonnene Humus dient der Erhöhung der Bodenfruchtbarkeit. Woraus besteht nun Kompost? 1) Aus Nährhumus: Dieser unterliegt einer schnellen Umsetzung im Boden und ist damit die wichtigste Nährstoffquelle für die Bodenorganismen. 2) Aus Dauerhumus: Er zersetzt sich wesentlich langsamer. Das bedeutet, dass über einen längeren Zeitraum Nährstoffe zur Verfügung stehen. Eine weitere Bedeutung des Dauerhumus besteht in der Fähigkeit, Wasser und Nährstoffe zu binden, eine Krümelstruktur auszubilden und durch seine dunkle Farbe den Wärmehaushalt des Bodens positiv zu beeinflussen.

Foto - Mussklprozz: Kompostmiete

2017 07 Hippomane mancinella (fruit) Hans Hillewaert CC BY SA 3.0Oft wissen die aus fernen Ländern Heimkehrenden gar nicht, welch Gewächse sie als "Trophäen" mit nach Hause bringen. Harmlos Aussehendes kann zur tödlichen Gefahr werden. Auf nebenstehend abgebildeter Frucht ahnt man kein Ungemach. Jedoch ist diese so harmlos aussehende Frucht, die von Florida über Mittelamerika, die Bahamas, die Karibik bis zum nördlichen Südamerika beheimatet ist, absolut tödlich. In diesen Regionen nennt man die Frucht "Äpfelchen des Todes". Es handelt sich um den Manchinelbaum, einen der giftigsten Bäume auf der Erde.

Foto -  Hans Hillewaert: Frucht und Blätter des Manchinelbaums