2018 Buchsbaumzuensler Hubert Berberich CC BY 3.0Mit Beginn des 21. Jahrhunderts ist der Buchsbaumzünsler, ein ostasiatischer Kleinschmetterling, in Mitteleuropa heimisch geworden.  Die aktuelle Generation ist in ihrer Schadwirkung stärker als die vorherige Generation. Das war zu erwarten, da sich von Generation zu Generation die Zahl der Tiere mehr als verzehnfacht.

Die trockene, warme Witterung der vergangenen Monate (2018) hatte eine hohe Fraß-Aktivität der Raupe zur Folge.

Foto - Hubert Berberich: Buchsbaumzünsler

201809 Hainschwebfliege ArtMechanic CC BY SA 3.0Ach was war das für eine schöne Zeit, nach einer Woche getaner Arbeit in der Firma ab in den Kleingarten. Möglichst zeitig, um dem Summen und Brummen von Bienen, Hummeln und anderer Insekten zu lauschen, dem Zwitschern unserer einheimischen Vögel zuzuhören und im Garten dem hektischen Alltag zu entkommen. Wenigstens für zwei Tage.

Und heute? Nichts oder nur wenig. Die Vogeluhr steht auf „Fünf vor Zwölf“! Die Insektenwelt ist um über 75% zurückgegangen. Andere einheimische Kleintiere, wie Eidechsen, Ringelnattern, Frösche etc., die vor einigen Jahren noch in unseren Kleinbiotopen zu finden waren, sind fast verschwunden.

Foto - ArtMechanic: Hainschwebfliege

2018 08 Feigenkaktus Edgar Schmitt

Neben 20 anderen winterharten Kakteen blüht auch in diesem Jahr (2018) dieser 1,55 m hohe Zylinderkaktus in meinem Garten.

Die Cylindropuntia imbricata hat pro „Zweig“ fünf bis sieben Blüten. Das waren in diesem Jahr insgesamt 180 (!) Blüten. Diese Art ist bis minus 25 °C winterhart und kann zwei Meter hoch werden.

Gartenfachberater Edgar Schmitt - KGV “Alt Schönefeld“

Foto - Edgar Schmitt: Der "Hingucker" in der Parzelle

201808 GFK 20120920 0029 Dr.GuentzEine stete Diskussion wird „vom Zaune gebrochen“, wenn es um die Höhe von Hecken und Abgrenzungen eines Gartens zum Nachbarn oder zum Weg innerhalb der Kleingartenanlage geht. Dabei ist es gar nicht so kompliziert. 

Bei den monatlichen Begehungen der Mitglieder der Gartenfachkommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) in den Kleingartenanlagen (KGA) muss immer wieder die Höhe der Hecken beanstandet werden. In den Regelungen einiger Kleingärtnervereine (KGV) sind bereits konkrete Abmessungen für Hecken auf deren Pachtflächen fixiert. Richtschnur ist jedoch die Kleingartenordnung (KGO) des SLK, die jeder Pächter mit Übernahme einer Parzelle als Dokument mit erhält.

SLK-Foto: Ein eindeutige zu hohe "Thujen-Wand" in einer KGA in Stötteritz (2012), die zudem völlig überflüssig und zu entfernen ist

S.Strey Hannover Abb.01Junges Team aus Hannover will Pflanzenkrankheiten per Smartphone bekämpfen.

Blattläuse im Salat, Braunfäule auf den Tomaten - vieles von dem, was Gärtner und Landwirte mit viel Hingabe anbauen, fällt alle Jahre wieder Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zum Opfer. Doch das könnte in vielen Fällen verhindert werden, würde schnell genug eingegriffen. Aber eben das liegt häufig das Problem. Besonders Kleingärtner wissen oft nicht, um welche Krankheiten oder welchen Schädling es sich handelt oder wie sie am besten dagegen vorgehen müssen.

Genau hier setzt jetzt die GartenBank an. Eine neue App, die dem Nutzer einen ausführlichen Katalog mit über 80 Ursachen von Pflanzenkrankheiten und Schädlingen zur Verfügung stellt. Alle Abbildungen von - http://www.pflanzen-krankheiten.de

Abb. 1: Im ersten Schritt wir die befallene Nutzpflanze ausgewählt

2017 07 Giesskanne Rike pixelio.deDas Motto "Viel hilft viel" gilt beim Gießen nicht, im Gegenteil. Flasches Gießen kann unnötige Kosten verursachen und den Pflanzen sogar Schaden zufügen. Richtiges Gießen ist angesagt, doch dabei müssen einige simple Regeln beachtet werden, um die Pflanzen optimal zu versorgen und nicht mehr Wasser als unbedingt erforderlich zu verbrauchen.

Zuerst muss die Grundlage zum Einsparen von Wasser durch Mulchen (leichtes Abdecken der Beete mit Pflanzenmaterialien) geschaffen werden. Verschiedene Mulchmaterialien können hierfür verwendet werde, z.B.:  (Button "Weiterlesen")

Gießkanne in Aktion - Foto: Rike/pixelio.de

2018 05 R.P. Fenk 0825Heute erfahren Sie vorerst in einer letzten Folge Wissenswertes über Nützlinge, die wichtigsten und schützenswerten Helfer bei der Schädlingsbekämpfung in unseren Kleingärten. Dieses Mal sind es die Hautflügler (Wespen, Bienen) und die Zweiflügler (Fliegen, Mücken). In Bezug auf den Pflanzenschutz kommt den Wespen besondere Bedeutung zu.

Die Hautflügler sind mit über 10.000 Arten wohl die artenreichste Insektengruppe in Europa. Insbesondere sind die parasitisch lebenden Arten der Wespen in der Lage, ganze Populationen von Schädlingen an Obstbäumen (Schildläuse, Blattläuse) wesentlich zu dezimieren. Räuberisch lebende Wespen erbeuten auch Larven verschiedener Käfer- und Schmetterlingsarten, aber auch Raupen schädlicher Wickler.

Foto - Ralf-Peter Fenk: Wespe

Im dritten Teil (siehe auch "Leipziger Gartenfreund" 03/2018) befasste sich Fachberater Peter Schädlich mit der Lebensweise von Vögeln und Insekten in Eintracht oder Gegensatz. Im vierten Teil analysiert er die Beziehung der Vögel zur Menschheit.

Weitaus schlechter als unseren Gartenvögeln geht es den Vogelarten und anderen Bewohnern der Feldfluren und des Offenlandes. Mit der Einführung der modernen, industriemäßigen Bewirtschaftung der Ackerflächen wurden ehemals kleingliedrig strukturierte und artenreiche Agrarlandschaften ausgeräumt. Seit Jahren dominiert auf den Feldern der großflächige Anbau von Raps und Mais für die Herstellung von Biogas oder Benzin.