20150213 4070Ins Pressezentrum hatten der Stadtverband Leipzig der Kleingärtner (SLK) und der Kreisverband Leipzig der Kleingärtner Westsachsen (KVL) an diesem Freitag, den 13. eingeladen und fast 60 Interessierte. Beide Verbände hatten Anteil am Fachvortrag.

Teil 1 bestritt Olaf Weidling, Leiter der SLK-Garten-Fachkommission (GFK). Sein Thema war die "Kleingärtnerische Gestaltung der Parzelle". Ausgehend von den gesetzlichen Grundlagen spannte er den Bogen von den Baulichkeiten bis hin zur Vielzahl der Gewächse, die eine Parzelle auszeichnen und denen, die dem Anliegen wesenfremd sind und nicht hinein gehören. Weidling resümierte: Gärten sollen einsehbar sein, einheimische Pflanzen vorweisen, und der Gemüse- und Obstanbau ist selbstverständlich.

SLK-Foto: "Garten-Olaf" erläutert anschaulich die Flächenaufteilung der Parzelle

20150213 4079Im zweiten Teil des Fachvortrag übernimmt W.-Dietrich Enderling (KVL) das Mikrofon und leitet seine Ausführungen mit den Worten ein, "... so wie sich viele Menschen nicht vertragen können, so ist es analog auch bei den Pflanzen". Der Referent erläuterte, dass die Allelopathie als Lehre von den Wechselbeziehungen der Pflanzen zu verstehen ist, die erstmals 1937 von Hans Molisch beschrieben wurde.

Ausführlich ging Enderling an konkreten Beispielen darauf ein, welche Pflanzenarten "miteinander können und welche nicht". Zum Beispiel "verstehen sich" Tomaten u.a. gut mit Buschbohnen, Knoblauch, Kohlrabi, Möhren, Petersilie, Radieschen, Salat und Zwiebeln, dagegen nicht mit Blaukraut, Erbsen, Fenchel, Gurken, Kartoffeln und Rote Bete. Die interessante dreiseitige tabellarische Aufstellung, die der Referent ausgelegt hatte, ging nach dem Vortrag in Windeseile vom Tisch.

SLK-Foto: KVL-Fachberater W.-Dietrich Enderling sehr tiefgründig in seinen Erläuterungen

Die beiden Vorträge wurden sehr interessiert verfolgt und beide Referenten hatten nach ihren Ausführungen Fragen aus dem Publikum zu beantworten. Es bleibt zu hoffen, dass die Gekommenen das Gehörte gedanklich verarbeiten und wenigstens Teile davon in die Realität umsetzen.

Lothar Kurth