Leipziger KGV und ihre Umgebung

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Lothar Kurth, Mitarbeiter des SLK, ist in seiner Freizeit passionierter Fotograf. Berichte in Wort und Bild über Leipziger Kleingartenanlagen hat er zu "seinem" Thema gemacht.

Ein Großteil der Anlagen der Leipziger Kleingärtnervereine (KGV) liegen in Nachbarschaft zu besonderen architektonischen Sehenswürdigkeiten, zu Naturdenkmalen, Parks, Gewässern etc. Diese besondere Rubrik soll den Besuchern der Internetseite des SLK - sowohl Touristen als auch die Leipziger selbst - aufzeigen, dass sehenswerte Details des Stadtbildes nicht nur im Zentrum konzentriert sind. Auch in den Stadtteilen Leipzigs gibt es sehr viel zu entdecken. 

So entsteht hier ein eigenwilliger, interessanter  "Leipziger Stadtführer aus kleingärtnerischer Sicht".

Neu: VdK "Gartenfreunde Südost" - Gartenvorstadt Marienbrunn und Quelle Marienborn

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Der Verein der Kleingärtner „Gartenfreunde Südost“ entstand durch den Zusammenschluss (1929) der Gartenvereine „Gartenfreunde“ und „Südost“, der als älterer am 31. August 1911 gegründet wurde. Der heutige Verein besitzt rund 540 Parzellen und die Anlage zählt mit fast 14 ha Fläche zu den ausgedehntesten Leipzigs. Das Areal ist neben dem Südfriedhof auch eingerahmt von der Gartenvorstadt Marienbrunn und der kleinen Parkanlage mit dem Marienborn.

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SLK-Foto: Straße "Denkmalsblick" in Richtung Völkerschlachtdenkmal 

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KGV "Ostende" e.V. - Bahnhof Schönefeld

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Scheinbar völlig unbekannt oder vergessen liegt der Bahnhof Schönefeld am Ende der Elisabeth-Schumacher-Straße in Sichtweite des Leipziger Arzneimittelwerkes an der äußerst stark befahrenen Permoserstraße. Das Bahnhofsbauwerk erweckt den Eindruck, als ob es als Vorlage für die entsprechenden Gebäude auf Modelleisenbahnen gedient haben könnte.

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SLK-Foto: Teil der straßenseitigen Ansicht des Bahnhofs

 

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KGV "Buren" e.V. - Stadtarchiv Leipzig

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Auf Sellerhäuser Flur findet man die Anlage des Kleingärtnervereins "Buren" zwischen den Eisenbahntrassen der sogenannten "Leipzig-Hofer-Verbindungsbahn" und der Leipzig-Dresdner-Bahntrasse (anfangs die "Königlich-Sächsische Leipzig-Dresdner Staats-Eisenbahn"). Von der neuen Kohlwegbrücke hat man den besten Einblick auf das Gartenareal, das seit 1902 an dieser Stelle zu finden ist.

Von der Brücke aus ist das Stadtarchiv Leipzig zu erblicken, dessen Fundus für die Chronisten in den Vereinen und Traditionsbewußte eine sehr ergiebige Fundgrube darstellt (Foto rechts). Im Stadtverband können sich Interessenten hierzu informieren.

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KGV "Volksgarten" e.V. - Parkanlage Volksgarten

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Die Anlage des Kleingärtnervereins „Volksgarten“, der 1906 gegründet wurde, erstreckt sich von der Eisenbahnbrücke über die Torgauer Straße entlang dieser Hauptstraße bis zur Portitzer Straße (siehe Foto rechts) und südwärts bis zum S-Bahnhaltepunkt Sellerhausen und von hier Richtung Norden entlang der Eisenbahntrasse bis zur Torgauer Straße. Während die Kleingartenanlage „Volksgarten“ im Ortsteil Sellerhausen liegt, befindet sich der Park Volksgarten genau gegenüber der Torgauer Straße bereits im heutigen Ortsteil Schönefeld-Ost. Der kleine, im Stil eines englischen Gartens angelegte Grünzug wird begrenzt durch die gleichnamige Straße im Osten, die Torgauer Straße im Süden, die Eisenbahnstrecke im Westen und an der nördlichen Flanke vom Kleingärtnerverein „Nordostvorstadt“.

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KGV "Heideröschen" e.V. - "Seeräubersiedlung" und Friedhof Schönefeld

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 Versteckt hinter den Einfamilienhäusern der „Seeräubersiedlung“ ist die 30 Parzellen umfassende Anlage des „Heideröschens“ zu finden. Zwischen den Häusern Nr. 27 und 29 der Hänischstraße (Admiral-Scheer-Straße) ist der Hauptzugang. Die Bezeichnung der Siedlung, die in Schönefeld umgangssprachlich ist, geht auf deren Errichtung 1936 zurück. Damals wurden die sieben Straßen nach deutschen Admiralen und Kapitänen des Ersten Weltkrieges benannt. Obwohl die Straßen nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt wurden, hat sich diese Bezeichnung hartnäckig gehalten.

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KGV "Wettinbrücke" e.V., KGV "Burgaue" e.V., KGV "Mariengrund" - Auensee

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Für Generationen war der Auensee das wohl beliebteste Ausflugsziel innerhalb der Stadtgrenzen für die ganze Familie. Die Bank für Grundbesitz Leipzig plante 1903 einen See mit einem Vergnügungspark. Aus der Lehmgrube einer Ziegelei im Ortsteil Wahren entstand zehn Jahre später der "Luna-Park" (Foto rechts: Blick über den See zum Südufer).

Zwischen den Jahren 1907 und 1910 wurde aus dem späteren Auensee Kies und Sand für den Bau des Leipziger Hauptbahnhofes gewonnen, der nach rund zweijähriger Bauzeit eingeweiht werden konnte (zunächst der preußische Teil am 1. Dezember 1911 sowie am 1. Mai 1912 der sächsische Teil).

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KGV "Verein für naturgemäße Gesundheitspflege" - Radrennbahn Leipzig

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Die Radrennbahn Leipzig wurde am 30. April 1949 als Sportanlage "Sportplatz Windorfer Straße" eingeweiht. Zuvor existierte an dieser Stelle nach 1945 eine Filteraschenbahn für den Radsport. Noch 1949 benannte man die neue Sehenswürdigkeit in Kleinzschocher in "Alfred-Rosch-Kampfbahn" um.

Zwei Jahre danach wurden die ersten Bahnrennen auf der Betonpiste veranstaltet. Mit dem Europakriterium der Mannschaftsverfolger 1957 und den Steher-Weltmeisterschaften der Amateure 1958 sollte es zukünftig auch international zugehen.

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KGV "Am Pleißewehr" e.V. - Schulbiologiezentrum und Fockeberg

Pleissewehr_nah_1024Der jüngste der 208 Kleingärtnervereine (KGV) liegt am gleichnamigen Wehr dess Flusses Pleiße. Die Gründung des KGV "Am Pleißewehr" e.V. erfolgte im Jahr 2006. Obwohl es ein junger Verein ist, zählt die Kleingartenanlage mit zu den ältesten, denn bis 2006 gehörten die Parzellen südlich des Schleußiger Weges zum KGV "Südvorstadt" e.V. Durch die räumliche Trennung votierten die Mitglieder für die Schaffung eines eigenen, eigenständigen KGV.

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KGV "Abendsonne" e.V., KGV "Einigkeit" e.V. und KGV "Waldfrieden" e.V. - Taborkirche

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Weithin sichtbar erkennt man, aus Großzschocher kommend, das imposante Bauwerk der Taborkirche mit ihren zwei je 50 m hohen Türmen am Südgiebel. Damit ist sie einzigartig in Leipzig. Auf einer Anhöhe im Ortsteil Kleinzschocher wirkt ihre Erscheinung besonders eindrucksvoll, wenn man an der Radrennbahn die Windorfer Straße entlang den Anstieg heraufkommt (siehe Foto rechts). Die Kirche entstand in den Jahren 1902 bis 1904 nach einem Planentwurf von Stadtbaurat Arwed Roßbach unter der Leitung des Architekten Richard Lucht. Am 13. März 1904 erfolgte die feierliche Weihe. In Anlehnung an den Berg Tabor im Norden Israles erhielt die Kirche ihren Namen.

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KGV "Morgensonne" e.V. - UFZ und Permoser Eck

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An der Schnittstelle von zwei stark frequentierten Straßen, der Torgauer Straße und der Adenauerallee / Permoserstraße findet man die Gartenanlage des Kleingärtnervereins "Morgensonne" e.V. Diagonal gegenüber der Kreuzung ist der großflächige Komplex vom Umwelforschungszentrum (UFZ) mit seinen baulichen Dominanten, dem Hochhaus (im Foto links) und dem Hauptgebäude (rechts).

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KGV "An der Schule" e.V. - Volksschule Paunsdorf

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24. Grundschule Leipzig: In der heutigen Ortslage des alten Paunsdorf wurde 1885 die unter Leitung der Architekten Hülssner und Ludwig gebaute Schule eingeweiht. Sechs Jahre später erfolgte die Erweiterung der Schulgebäudes. Architekt Bechmann zeichnete hierfür verantwortlich. Seit 1902 wird die Bildungseinrichtung als mittlere Volksschule geführt. Der Industrievorort Paunsdorf wurde 1922 nach Leipzig eingemeindet.

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KGV "Hoffnung West 1926" e.V. - Friedhof Lindenau

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Dort wo die Wohnbebauung beiderseits der Merseburger Straße stadtauswärts endet, liegt links der Bundesstraße B 181 die Anlage des Kleingärtnervereins "Hoffnung West 1926" e.V. und rechterhand der 11 ha große Friedhof Lindenau (im Bild rechts). An der Zubringerstraße zur Autobahn A 9 entstand die neue Friedhofsverwaltung mit einem Blumenfachgeschäft.

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KGV "Schönauer Lachen" e.V. - Lindenauer Hafen

LindenauerHafen01_1024Obwohl Leipzig tief im Binnenland liegt, befindet sich an der westlichen Peripherie der Stadt der Lindenauer Hafen.

Dieser entstand auf dem Gelände einer vormaligen Kiesgrube der Westend-Baugesellschaft. Der erste Spatenstich für den Lindenauer Hafen am Anfang des Elster-Saale-Kanals erfolgte am 27. Mai 1938. Jedoch wurde das Projekt nicht vollendet, denn der Durchstich kam bisher nicht zur Ausführung. Auch der Elster-Saale-Kanal endet abrupt in der Landschaft hinter Günterdorf in Sachsen-Anhalt unweit der Saale. Somit blieb es ein Traum, Leipzig zur Hafenstadt werden zu lassen.

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KGV "Südvorstadt" e.V. - Galopprennbahn Scheibenholz

 

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Ein Kleinod der außergewöhnlichen Güte ist die benachbarte Galopprennbahn Scheibenholz mit der zweitürmigen Haupttribüne (im Bild rechts). Kaum eine Stadt kann eine Pferderennbahn in unmittelbarer Nähe zu  ihrem Stadtzentrum aufweisen. Am 1. Mai jeden Jahres ist bereits der Saisonhöhepunkt mit den aktuell herausragenden Galoppern.

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KGV "Glück auf Dölitz" e.V. - Braunkohlentiefbaugrube Schacht Dölitz

Glueck_auf_Doelitz_3_5052An der Friederikenstraße im Süden Leipzigs liegt die kleine Anlage des Kleingärtnervereins "Glück auf Dölitz" e.V. Viele der Pächter waren Kumpels und fuhren in den Untertageabbau, um die Rohbraunkohle abzubauen.

Als "Schacht Dölitz" im Volksmund bekannt, wurde durchgehend von 1895 bis 1959 in der Braunkohletiefbaugrube Schacht Dölitz der wichtige Rohstoff aus 80 m Tiefe gefördert. In den Jahren 1927 und 1928 beförderte eine Drahtseilbahn die Rohbraunkohle vom Schacht Dölitz in das Städtische Elektrizitätswerk Süd. Im Foto ist der Förderturm des Bergwerks zwischen Bäumen aus der Vereinsanlage zu sehen.

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KGV "Freiland" - Wasserturm Paunsdorf

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An der Döllingstraße entstand 1919 nach dem Ersten Weltkrieg der Kleingärtnerverein "Freiland" e.V. - Robert Dölling war ab 1889 der Gemeindevorsteher von Paunsdorf.

Aufgrund des rasanten Wachstums des Industrievorortes konnte Leipzig die Gemeinde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht mehr mit Trinkwasser versorgen. Deshalb musste Paunsdorf ein Wasserwerk mit drei Tiefbrunnen und den Wasserturm Paunsdorf errichten.

1903 entstand das weithin sichtbare Bauwerk (im Foto rechts).


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