SF 2013 3858-02 JohtalIn diesem Jahr war das Sommerfest ein besonderer Höhepunkt im Vereinsleben. Schauen wir kurz einmal in das Jahr 2002 zurück. Aus Anlass des 150. Todestages von Dr. Moritz Seeburg, dem Begründer der Gärten im Johannistal, wurden den drei Linden, welche die Kleingärtner in den letzten Jahren gepflanzt hatten, wieder Namen gegeben, die bereits vor über 180 Jahren aktuell waren.

Das war eine Idee der Gartenfreunde Michael Schlachter und Winfried Heydel. Die erneute Lindenweihe offenbarte jedoch eine historische Tatsache. Denn eine Linde fehlte noch. Das ist jene Linde, die den Berichten folgend die Prinzgemahlin Marie mit eigener Hand vor 180 Jahren gesetzt hatte.

Fotos Verein: Kleiner Gartenfreund in spe und SLK-Chef Robby Müller weihen die Linde

Inzwischen sind 10 Jahre vergangen. Im Herbst 2012 konnte eine vierte Linde gepflanzt werden. Am 21. Juni, dem Eröffnungstage des Johannis- und Kinderfestes des Vereins, erhielt diese Linde feierlich ihren Namen. Nun heißt sie, wie vor 180 Jahren, „Marienlinde". Dazu begrüßten wir den Vorsitzenden des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner, Robby Müller. Er enthüllte die hölzerne Stele mit dem Namenszug.

Nun konnte das Sommerfest losgehen. Der Vorstand verband die offizielle Eröffnung mit der Auszeichnung verdienstvoller Gartenfreunde und übergab kleine Präsente. Dann traf man sich in kleinen und größeren Gruppen zusammen, klönte und diskutierte über alles und die Welt und die vergangenen Jahre. Und stellten fest, ja, wir haben etwas erreicht und gewonnen – und zwar viele junge neue Vereinsmitglieder. Wir haben keinen „Leerstand"! Heißt aber nicht, keine Probleme. Das wäre zu schön.

SF 2013 4024 JohtalZum Kinderfest am 22. Juni kamen unsere Jüngsten natürlich voll auf ihre Kosten, denn eine Tradition gibt es im Johannistal, die Kinder zuerst. Bei verschiedenen Spielen, beim Schminken, auf der Hüpfburg und mit „Zauber-Clown" war ihre Begeisterung allgegenwärtig.

Genauso wie es die Initiatoren vor 180 Jahren wollten, so haben wir es als Auftrag betrachtet und weitergeführt. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Betreuer und Organisatoren des Festes. 

 

Da wir mit unserem Johannismännchen immer eine „Sonderstellung" einnehmen, war auch das Festwochenende noch nicht vorüber. Am Montag, dem eigentlichen Johannistag, waren wir traditionell zu Gast am Marienbrunnen und natürlich bei unseren Freunden der Tagesbetreuung des Diakonischen Werkes. Ein umfangreiches Programm für das kleine Johannismännchen mit einer so langen – fast 600 jährigen Geschichte.

Wir, die Alten tragen doch die Geschichte weiter und tun das gern, es ist ein Stück von uns!

Kleingärtnerverein Johannistal 1832 e.V. Leipzig

Winfried Heydel, Wolfgang Preußler