01 Kirche PdfDie kleine Anlage des 1911 gegründeten Kleingärtnervereins (KGV) mit ihren 24 Parzellen liegt etwas versteckt hinter der Apotheke an der Riesaer Straße, die mit der Theodor-Heuss-Straße (früher Schwedenstraße) eine stark befahrene Kreuzung im Osten Leipzigs ist.

Von hier aus entstand seit dem 12. Jahrhundert die alte Ortslage Paunsdorf. Zu den ältesten Bauwerken gehört die Genezarethkirche, die 1783 am Standort des Vorgängerbaus nach Plänen des Leipziger Baudirektors Dauthe entstand.

An der Westseite wurde 1875 der schlanke Kirchturm hinzugefügt,der bei den Einheimischen als der „Schneidergeselle" im Sprachgebrauch war. Vom Turm aus eröffnet sich ein herrlicher Ausblick auf die Kleingartenanlage.

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04 Kirche DenkmalSeit der Errichtung der Kirche mit dem einschiffigen Saal und der umlaufenden Holzempore ist diese dörfliche Innenausstattung des Frühklassizismus erhalten geblieben. 1946 erhielt sie ihren heutigen Namen. Am 1. Advent 1983 fand eine 200-Jahrfeier im Gotteshaus statt.

Neben der Kirche wurde nach den Plänen des Wiener Architekten Gustav König zum 100. Jahrestag der Völkerschlacht das Österreicher-Denkmal am 12. Dezember 1913 aufgestellt. Mit seinem Doppeladler auf einem Kalksteinpostamentes erinnert es an die 2. Leichte Division des Grafen Bubna, welche auch in Paunsdorf kämpfte (Foto links).

10 Rathaus PdfZehn Jahre vor der Eingemeindung Paunsdorfs nach Leipzig wurde am 20. April 1912 das Rathaus Paunsdorf im Stil des Neo-Barocks eingeweiht (Foto rechts). Der Laternenaufsatz auf dem hohen Dach erreicht fast die gleiche Höhe wie die Kirchturmspitze. In dem nach seiner Erscheinung wuchtigem Bauwerk richtete man 1956 ein Altenpflegeheim ein. Seit 2010 werden Räume des Rathauses Paunsdorf durch das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt genutzt.

Dieses architektonische Gesamtensemble ist mit den öffentlichen Nahverkehrsmitteln bestens zu erreichen. Straßenbahnen 7 und 8 sowie Busse 79 und 90.