06 Teich im Stuenzer Park 1406Im Bebauungsplan von Sellerhausen war 1892 vorgesehen, den mit Grün unterversorgten Leipziger Osten aufzuwerten. Den Entwurf für einen Landschaftspark legte der städtische Gartendirektor Otto Karl Wittenberg 1896 vor und zwei Jahre später weihte Oberbürgermeister Dr. Otto Georgi das rund 11 ha große Areal als Volkshain Stünz (Stünzer Park) ein.

Der Park ist in zwei unterschiedlich große Teile gegliedert. Der östliche und größere Abschnitt liegt auf einem sanften Höhenrücken mit angelegten Alleen und der kleinere westliche in einer Senke, in der ein Teich integriert wurde (Foto rechts). Im Winter diente dieser früher als Eislauffläche und es gab im Sommer eine Fontäne, die die Attraktivität des Volkshain Stünz hob.

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02 Gedenkstein 1400

 

Am Westufer steht das Friccius-Denkmal (Foto links) zur Erinnerung an die Geschehnisse während der Völkerschlacht 1813 (Apelstein 43). Zwischen dem Teich und dem Damm der Eilenburger Eisenbahntrasse – als Westgrenze – sind einige der ältesten Bäume des Volkshain Stünz zu bestaunen. Ostwärts und südlich erstreckt sich das Areal bis zum Ortsteil Mölkau bzw. zu Kleingartenanlagen ("Volkshain Stünz" bzw. "Pflaumenallee").

Nördlich grenzt der Volkshain Stünz an die Östliche Rietzschke und die Ortslage Stünz. Über die Brücke des kleinen Fließgewässers führt die Borngasse vom Park leicht ansteigend bis zum ehemaligen Dorfplatz. Entlang der Borngasse ist die alte Bebauungskante des Dorfes noch deutlich an den Lehmscheunen zu erkennen.