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Scheinbar völlig unbekannt oder vergessen liegt der Bahnhof Schönefeld am Ende der Elisabeth-Schumacher-Straße in Sichtweite des Leipziger Arzneimittelwerkes an der äußerst stark befahrenen Permoserstraße.

Das Bahnhofsbauwerk erweckt den Eindruck, als ob es als Vorlage für die entsprechenden Gebäude auf Modelleisenbahnen gedient haben könnte.  

 

SLK-Foto: Teil der straßenseitigen Ansicht des Bahnhofs - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

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Der Bahnhof, der an der 1874 von der preußischen Staatseisenbahn in Betrieb genommenen Verbindungsstrecke von Leipzig nach Eilenburg, erst 1888 errichtet wurde, liegt auf Schönefelder Flur, jedoch zum damals noch eigenständigen Ort rund 2,5 km entfernt.

Deshalb erlangte der versteckt liegende Bahnhof auch niemals eine besondere Bedeutung für den Personenverkehr. Bereits 1942 wurde die Beförderung von Fahrgästen eingestellt.

PRO Leipzig-Foto: Historische Gesamtansicht des Bahnhofsgebäudes  

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Genau gegenüber dem Schönefelder Bahnhof befindet sich der Südeingang in die Anlage des Gartenvereins „Ostende“ e.V. Im ältesten Dokument des Gartenvereins heißt es „... dass an dem Bahnhofe Schönefeld und der Paunsdorfer Flur gelegene 17.000 m² große Areal“ besiedelt wird. Weiter geht daraus hervor, dass „... die Besitzer Kuntze, Schönefeld und Kreysing, Leipzig, an Herrn Schrader, Sellerhausen behufs Aufteilung zu Kleingärten dieses Gebiet verpachten.“

Aus einem späteren Dokument geht hervor, dass dieser Vertrag im Juni 1917 abgeschlossen wurde (Auszug aus „Geschichte und Geschichten der Gartengemeinschaft „Ostende“ e.V., 2006).

SLK-Foto: Blick vom Vereinsparkplatz zum Wohnhaus, das zum gesamten Bahnhofskomplex gehört