01 Ehem.Vereinshaus SAls der Kleingärtnerverein (KGV) 1897 gegründet wurde, war das Gelände östlich des Kohlweges noch unbebaut. Mit den später hinzugekommenen Nachbarvereinen entstand ein großes Kleingartenareal zwischen Kohlweg und Volksgartenstraße.

1925 beschlossen die Mitglieder anstelle des bisherigen und zu klein gewordenen Vereinscasinos den Bau eines für die damalige Zeit modernen und architektonisch anspruchsvollen Vereinshauses mit Keller- und Obergeschoss, das 1927 fertiggestellt war. Die Baukosten beliefen sich auf 85.000,00 Mark. Bei den Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde das Vereinshaus schwer beschädigt und von den Gartenfreunden in den 1950er Jahren wieder aufgebaut.

SLK-Fotos: Südseite des heutigen Restaurants "Stottmeister" / Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

03 Ehem.Vereinshaus ONach den politischen Umwälzungen übernahm Horst Stottmeister, ehemaliger DDR-Ringer, dreifacher Vizeweltmeister und Teilnehmer an mehreren Olympischen Spielen, das Vereinshaus, baute es ab Mai 1990 aus und eröffnete im März 1991 das Restaurant „Stottmeister". Hier treffen sich  regelmäßig auch „Sportskanonen" vergangener Jahrzehnte, u.a. Gustav Adolf „Täve" Schur.

Das heutige Restaurant (Foto links) lag einst im Zentrum der Kleingartenanlage „Gesundheitspflege", die fast 9 ha mit 436 Parzellen umfasste, sich nördlich bis zur Gorkistraße und Löbauer Straße erstreckte sowie südwärts bis an die Eisenbahntrasse reichte.

 

04 Blick-nach-SfdAnfang der 1970er Jahre legten die Machthaber in der DDR fest, dass im Nordosten Leipzigs das Neubaugebiet Schönefeld zu errichten ist (Foto rechts). In drei Bauabschnitten entstanden zwischen 1973 und 1975 neben gesellschaftlichen Einrichtungen allein 4.332 Wohneinheiten.

Insgesamt mussten 1.705 Parzellen geschliffen werden. Davon entfielen auf den KGV „Gesundheitspflege" 388, so dass die Anlage auf 48 Parzellen zwischen heutiger Shukowstraße und der Eisenbahntrasse schrumpfte.

 

05 Eingang NeuanlageAuch im vereinten Deutschland kamen Bauvorhaben zur Ausführung. Die „Nordtangente" als neue Trasse und Fortführung der Permoserstraße (als Adenauerallee) in Richtung Stadtzentrum wurde 2000/2001 Realität. Während die Nachbarvereine abermals „geschröpft" wurden, blieb der KGV „Gesundheitspflege" dieses Mal weitgehend verschont, nachdem Einsprüche bei den Stadtplanern dazu führten, dass die Trassierung verändert wurde.

Die Stadt errichtete für den KGV sogar auf einer Brachfläche zwischen Kohlweg und Shukowstraße eine neue Anlage mit 27 Gärten, einem Mehrzweckgebäude mit Toiletten, einen Kinderspielplatz und einen Parkplatz (Foto links).