02 JHB SfdSchönefelds ältester Kleingärtnerverein (KGV) wurde 1883 gegründet. Beheimatet ist der KGV aber erst seit 1909 im Ortsteil, nachdem das Gelände in Volkmarsdorf durch die Königlich Sächsische Staatsbahn gekündigt worden war. Von der selbstständigen Gemeinde Schönefeld pachtete der Vorstand rund 10 ha östlich des Kohlwegs. Jedoch sollten die folgenden Jahrzehnte bis 2000 sehr turbulent werden. Bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg wurde neben Gärten das Vereinshaus zerstört und der Spielplatz mit dem Planschbecken schwer beschädigt. Mit der Errichtung des Neubaugebietes Schönefeld (1973–1975), bei der 401 Gärten des Vereins abgerissen wurden, entstand auf dem ehemaligen Vereinsareal und des liquidierten Nachbarvereins ein aus sieben Segmenten bestehendes Studentenwohnheim. Im südlichsten Segment befindet sich seit 2001 die Jugendherberge mit 170 Betten in 57 modernen Gästezimmern.

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07 AmKastanienhofDurch die flächenmäßig großzügige Ausführung des Neubaugebietes Schönefeld (wie in Westeuropa) verschwanden zwei Vereine gänzlich vom Stadtplan und drei KGV verloren einen Großteil des Geländes („Nordostvorstadt" ca. 75%) Dazu gehört auch das 1958 errichtete Vereinshaus des KGV, das während des Baugeschehens zum Teil als Bauarbeiterversorgung fungierte, denn das Gebäude liegt weit entfernt von der verbliebenen Anlage des KGV mit 114 Parzellen: Seit 2001 ist es zusätzlich noch durch die neu gebaute und stark befahrene Adenauerallee räumlich getrennt.

Das Vereinshaus wurde für die Bewohner des Neubaugebietes als Gaststätte „Am Kastanienhof" hergerichtet. In der warmen Jahreszeit ist der Freisitz ein beliebter Treff für jung und Alt. Leider ist die gastronomische Einrichtung seit 2012 geschlossen!