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Versteckt hinter den Einfamilienhäusern der „Seeräubersiedlung“ ist die 30 Parzellen umfassende Anlage des „Heideröschens“ zu finden. Zwischen den Häusern Nr. 27 und 29 der Hänischstraße (Admiral-Scheer-Straße) ist der Hauptzugang.

Die Bezeichnung der Siedlung, die in Schönefeld umgangssprachlich ist, geht auf deren Errichtung 1936 zurück. Damals wurden die sieben Straßen nach deutschen Admiralen und Kapitänen des Ersten Weltkrieges benannt. Obwohl die Straßen nach dem Zweiten Weltkrieg umbenannt wurden, hat sich diese Bezeichnung hartnäckig gehalten.

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Die Kleingartenanlage „Heideröschen“ ist eingerahmt im Osten zur „Seeräubersiedlung“ und im Westen zum Friedhof Schönefeld. Der als äußerer Friedhof benannte Gottesacker wurde 1744 angelegt, weil der an der Kirche gelegene, nicht mehr ausreichte.

1857/58 errichtete man eine Kapelle im neugotischen Stil (Architekt Lipsius), die den Eingangsweg von der Gorkistraße her nach rund 30 m teilt. Die beiden „Zwillingsbauwerke“ am Eingang an der Gorkistraße sind 1744 gebaut, 1857 erneuert und 2002 von Grund auf baugleich wieder errichtet worden. 

 

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Der 1925 gegründete Kleingärtnerverein „Bautzmann´sche Erben Leipzig-Schönefeld“ wurde nach drei Jahren in den heutigen Namen umbenannt. Auch befand sich die Anlage ursprünglich an der Torgauer Straße gegenüber dem „bekannten“ Wasserturm an der Brücke über die Gleise der Eisenbahn.

Durch die Erweiterung des Geländes der HASAG-Werke siedelten die Gartenfreunde Mitte der 1930er Jahre an ihren heutigen Standort um.