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Ab Mitte dem 19. Jahrhundert entwickelte sich Plagwitz unter dem Einfluss von Dr. Karl Erdmann Heine (1819-1888) massiv zu einer Industriegemeinde. Systematisch entstand die Infrastruktur mit einem Straßennetz und Eisenbahn-Gleisanschlüssen für die aus dem Boden schießenden produzierenden Fabriken.

Die Buntgarnwerke, größte gründerzeitliche Fabrikanlage in Deutschland, entstand zwischen 1888 und 1898 aus rotem Klinker mit horizontalen hellen Natursteinbändern nach dem Zusammenschluss der Wollgarnfabrik Tittel & Krüger mit der Kammgarnspinnerei Stöhr zwischen Nonnenstraße und dem Flusslauf der Weißen Elster (Foto rechts - Blick von der Karlbrücke).

 

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Riverboat_1_1024

 

Im Gebäudekomplex haben sich heute Handel, Gewerbe und Kultur angesiedelt. Zudem sind Bereiche zu Wohnräumen (LOFTs) umgestaltet worden. Der besondere Reiz der Buntgarnwerke erschließt sich dem Betrachter von der Wasserseite her (Weiße Elster und Karl-Heine-Kanal).

Auch das durch das MDR-Fernsehen bekannte Riverboat - das auf die Brücke eines ehemaligen Anschlussgleises bugsiert wurde - ist in Plagwitz angesiedelt (leider ist es momentan ungenutzt / Foto links - Blick von der Elisabethbrücke).

 

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Ebenfalls eine Wasserseite hat der der Kleingärtnerverein „Elster Idyll“, der bereits auf Schleußiger Flur liegt, aufzuweisen (im Foto rechts vom Limburger Steg aus).

Die kleine Anlage entstand 1908 an der Holbeinstraße. Die Parzellenpächter an der Weißen Elster haben die beste Sicht auf den regen „Schiffsverkehr“ mit Motor-, Ruder- und Paddelbooten sowie die ab und zu vorbeikommenden venezianischen Gondeln.