09 Auensee 1024

Für Generationen war der Auensee das wohl beliebteste Ausflugsziel innerhalb der Stadtgrenzen für die ganze Familie. Die Bank für Grundbesitz Leipzig plante 1903 einen See mit einem Vergnügungspark. Aus der Lehmgrube einer Ziegelei im Ortsteil Wahren entstand zehn Jahre später der "Luna-Park" (Foto rechts: Blick über den See zum Südufer).

Zwischen den Jahren 1907 und 1910 wurde aus dem späteren Auensee Kies und Sand für den Bau des Leipziger Hauptbahnhofes gewonnen, der nach rund zweijähriger Bauzeit eingeweiht werden konnte (zunächst der preußische Teil am 1. Dezember 1911 sowie am 1. Mai 1912 der sächsische Teil).

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01 Haus Auensee 1024

Der 18 ha große Auensee - zwischen Weißer Elster (nördlich) und Luppe (südlich) - entstand nach der abgeschlossenen Baustoffgewinnung durch gezielte Flutung. Dabei sind jedoch viele Ablagerungen (Schlamm) eingeschwemmt worden, so dass den Grund des Sees eine rund 1,5 m dicke Schicht bedeckt.

Der Vergnügungspark  mit Restaurants, Imbissbuden, Spielplätzen, einem Strandbad, einer Achterbahn mit Gebirgskulisse, einer Gondelstation, einem Hippodrom und einer Miniatureisenbahn boten den Leipzigern ab 1913 reichlich Abwechslung (Foto links: heutiges Haus Auensee).

05 Bahnhhof 1024

1951 nahm eine Schmalspurbahn als "Pioniereisenbahn" mit Rundkurs um den See ihren Betrieb auf. Auch heute noch findet die nunmehr als "Parkeisenbahn" ihre Runden drehende Kleinbahn unzählige Liebhaber nicht nur unter den Jüngsten (Foto rechts: Bahnhof).

Ein lohnenswerter Wanderweg eröffnet sich von der Slevogtstraße her kommend entlang der Straße Am Luppedeich mit Abstechern in die drei aneinanderliegenden Anlagen der Kleingärtnervereine - KGV "Wettinbrücke" e.V. (1905 gegründet), KGV "Burgaue" e.V. (1922 gegr.) und KGV "Mariengrund" e.V. (1925 gegr.) und weiter zum Auensee.

14 Schranken am Bahndamm 1024

 

Man unterquert auch die Güterbahntrasse, die in der Vegetationszeit kaum zu sehen ist - im Gegensatz zur Georg-Schumann-Straße, wo der "Viadukt", weithin sichtbar, neben dem Rathaus das Wahrzeichen von Wahren ist (Foto rechts: Bahnübergang am Haltepunkt Elsteraue - der Weg führt unter dem Viadukt.hindurch zu den drei Anlagen - in der Reihenfolge - "Mariengrund", "Burgaue" und "Wettinbrücke).