LRRB 02 1024

Die Radrennbahn Leipzig wurde am 30. April 1949 als Sportanlage "Sportplatz Windorfer Straße" eingeweiht. Zuvor existierte an dieser Stelle nach 1945 eine Filteraschenbahn für den Radsport. Noch 1949 benannte man die neue Sehenswürdigkeit in Kleinzschocher in "Alfred-Rosch-Kampfbahn" um.

Zwei Jahre danach wurden die ersten Bahnrennen auf der Betonpiste veranstaltet. Mit dem Europakriterium der Mannschaftsverfolger 1957 und den Steher-Weltmeisterschaften der Amateure 1958 sollte es zukünftig auch international zugehen.

SLK-Fotos: Im Eingangsbereich der Radrennbahn - Klicken Sie auch auf unsere Fotogalerie

 

LRRB 07 N Tabor 1024

Für die Bahnradsport-Weltmeisterschaften ist die Radrennbahn 1959/60 auf rund 10.000 Plätze (darunter 1.500 Sitzplätze) erweitert worden.

Zehn Jahre später gab es eine weitere Rekonstruktion der  Radrennbahn Leipzig ("Alfred-Rosch-Kampfbahn") und 1971 veränderte sich das Aussehen der Wettkampfarena mit der Montage einer Überdachung.

Der Große Preis von Leipzig zog nun in jedem Jahr die besten Amateursprinter der Welt in den Südwesten von Leipzig.

 

 

Verein f nat gem Ges.pflege 3 4751

Der Verein wurde am 7. Februar 1886 als "Verein für Gesundheitspflege und arzneilose Heilweise zu Kleinzschocher" j.P. gegründet. Zum ersten Vorsitzenden wählte man Friedrich Prater. Nachdem 1893 innerhalb des Vorstandes Stimmen laut wurden, eine Gartenkolonie zu gründen, gelang es ein Jahr darauf, von der Kirchgemeinde in Kleinzschocher ein Areal hinter dem neuen Friedhof zu pachten. Anfang 1912 kaufte der Vereinsvorstand von der gräflichen Familie von Wedel ein Grundstück für die Errichtung einer neuen Kleingartenanlage. Bereits im Herbst des gleichen Jahres konnte der Umzug erfolgen. 1913 folgte die Eröffnung eines Licht-, Luft- und Sonnenbades. Im Jahr 1916 dehnte sich die Anlage durch Hinzupachtung bis zur Dieskaustraße aus. Auch diese Fläche wurde vom Verein fünf Jahre später gekauft.

 

Verein f nat gem Ges.pflege 4 4752

Der 1886 gegründete "Verein für naturgemäße Gesundheitspflege" e.V. ("Nat´l" im Volksmund) ist der älteste von sechs noch bestehenden Leipziger Kleingärtnervereinen, die aus der Naturheilbewegung hervorgingen und ursprünglich mit Kleingärten nichts im Sinn hatten. Die Vertreter der Naturheilbewegung, einer Strömungsrichtung der Lebensreformer, prangerten auch die wachsenden Mißstände aus der Industrialisierung und Verstädterung an. Basierend auf den fünf Elementen "Licht, Luft, Wasser, Bewegung und Ernährung" strebten sie u.a. mit der Errichtung von Spielplätzen, Licht- und Luftbädern, Liegehallen für eine bessere Volksgesundung.