Glueck auf Doelitz 3 5052An der Friederikenstraße im Süden Leipzigs liegt die kleine Anlage des Kleingärtnervereins "Glück auf Dölitz" e.V. Viele der Pächter waren Kumpels und fuhren in den Untertageabbau, um die Rohbraunkohle abzubauen.

Als "Schacht Dölitz" im Volksmund bekannt, wurde durchgehend von 1895 bis 1959 in der Braunkohletiefbaugrube Schacht Dölitz der wichtige Rohstoff aus 80 m Tiefe gefördert. In den Jahren 1927 und 1928 beförderte eine Drahtseilbahn die Rohbraunkohle vom Schacht Dölitz in das Städtische Elektrizitätswerk Süd. Im Foto ist der Förderturm des Bergwerks zwischen Bäumen aus der Vereinsanlage zu sehen.

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Schacht DoelitzDie Anfänge des Braunkohlenabbaus auf Leipziger Flur reichen bis ins Jahr 1786 zurück (im Bereich Nürnberger Straße) und auf Dölitzer Flur erfolgten 1894 die ersten Braunkohlebohrungen. 1925 erreichte die Jahresproduktion an Rohbraunkohle die Menge von 120.000 t und nach dem Zweiten Weltkrieg rund 150.000 t.

In der Zwischenzeit wurden aber südlich von Leipzig die Tagebaue aufgeschlossen, aus denen die Braunkohle wesentlich wirtschaftlicher gefördert wurde als aus dem Bergwerk. Mit der letzten Förderschicht am 13. Juni 1959 endete das Kapitel Braunkohletiefbaugrube Schacht Dölitz.