Taborkirche Suedseite 1024
Weithin sichtbar erkennt man, aus Großzschocher kommend, das imposante Bauwerk der Taborkirche mit ihren zwei je 50 m hohen Türmen am Südgiebel. Damit ist sie einzigartig in Leipzig. Auf einer Anhöhe im Ortsteil Kleinzschocher wirkt ihre Erscheinung besonders eindrucksvoll, wenn man an der Radrennbahn die Windorfer Straße entlang den Anstieg heraufkommt (siehe Foto rechts). Die Kirche entstand in den Jahren 1902 bis 1904 nach einem Planentwurf von Stadtbaurat Arwed Roßbach unter der Leitung des Architekten Richard Lucht. Am 13. März 1904 erfolgte die feierliche Weihe. In Anlehnung an den Berg Tabor im Norden Israles erhielt die Kirche ihren Namen.

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Taborkirche Mittelportal 1024

Durch die Zunahme der Bevölkerung Ende des 19. Jahrhunderts in Kleinzschocher wurde der Bau einer neuen Kirche erforderlich. Die alte Dorfkirche, die sich im Bereich des heutigen Vorplatzes befand, war an ihre Kapazitätsgrenzen gelangt. Bemerkenswert ist, dass 1904 und 1905 beide Kirchen nebeneinander standen, bis die Dorfkirche 1905 abgerissen wurde.

In ihrem Baustil ist die Kirche eine dreischiffige romanische Basilika ohne Querschiff. Im neoromanischen Stil wurde sie gestaltet. Der Kircheninnenraum ist im romanischen Stil streng strukturiert. Die Sandsteinausstattung ist dafür filigran gearbeitet ebenso die Holzeinbauteile.

Die Kirche im Südwesten von Leipzig gelegen, ist auch aus den Kleingartenanlagen "Abendsonne", "Einigkeit" und "Waldfrieden" bestens zu sehen und auch zu gegebenen Zeiten zu hören.

SLK-Foto: Mittelportal am Südgiebel