KGV-Chroniken-4-1 LNGAuzug aus der Broschüre "Geschichte, Entwicklung und Gegenwart Leipziger Kleingärten, 1832 - 1899"; Broschüre 1; 2002; Umwelt Consult e.V. Leipzig / LNG-Leipziger Naturgemeinschaft e.V.  -  *) Daten aktualisiert

Kleingärten haben in Leipzig Tradition und sind zu einem Markenzeichen der Stadt geworden. Seit Gründung der ersten Kleingartenanlage „Johannistal" im Jahre 1832 und mit der Gründung des ersten Schrebervereins 1864 gehören Leipzig und seine Kleingärten einfach zusammen. Von Leipzig aus nahm die Schreberbewegung ihren Weg in das übrige Deutschland, nach Europa und in die ganze Welt. Leipzigs Kleingärten sind ein wichtiger Aktivposten und fester Bestandteil des Frei- und Grünflächensystems der Stadt. Sie sind das am meisten genutzte Grün mit den geringsten Pflegekosten und den größten Nutz- und Erholungseffekten. Die zur Zeit 270 Kleingärtnervereine *), davon 207 *) im „Stadtverband Leipzig der Kleingärtner" e.V. organisiert, weisen rund 39.000 Parzellen *) aus, die eine Fläche von 1.240 ha *) einnehmen. Sie umfassen damit knapp ein Drittel aller öffentlich nutzbaren Grünflächen der Stadt Leipzig.

Abb.: Titelblatt Broschüre "Geschichte, Entwicklung und Gegenwart Leipziger Kleingärten, 1919 - 1932; Broschüre 4/1; 2008; LNG e.V.

Das Leipziger Kleingartenwesen

1. Anfänge bis zur Gegenwart

Als Dr. Hauschild am 10. Mai 1864 den ersten Schreberverein gründete, ahnte keines seiner Gründungsmitglieder, welch weittragende Bedeutung die Schrebersache gewinnen würde. Von Leipzig aus nahm der Begriff „Schrebergarten" sowie die daraus resultierende Schreberbewegung seinen Weg in das übrige Deutschland, nach Europa und in die ganze Welt.

Wenn auch der älteste deutsche Kleingärtnerverein 1814 in Kappeln an der Schlei entstand und 1832 die heute noch bestehende Leipziger Gartenanlage „Johannistal" seiner Bestimmung übergeben wurde, so begann Leipzigs herausragende Rolle in der Geschichte des Kleingartenwesens mit der Gründung des ersten Schrebervereins 1864. Zehn Jahre später, im März 1874, gründete sich der Schreberverein der „Südvorstadt". Zur besseren Unterscheidung nahm der erste Schreberverein den Zusatznamen „Westvorstadt" an. Mit Bildung des dritten Schrebervereins, der „Nordvorstadt" im Dezember 1880, faßten die drei Vereine den Entschluss, den ersten Schreberverband zu bilden.

Im Jahre 1889 begann die Stadt Leipzig mit der Eingemeindung der Vororte. Das war Anlass für das Dreigestirn, die in den Jahren 1883, 1884 und 1888 entstandenen Schrebervereine „Nordostvorstadt", „Hauschild" zu Leipzig Gohlis und „Leipzig-Lindenau" in die gemeinsamen Sitzungen mit einzubeziehen. Das Ziel der Vereinsarbeit bestand darin, für die leibliche und geistig-sittliche Erziehung der Kinder nach besten Kräften zu wirken. Am 4. März 1891 schlossen sich diese sechs Schrebervereine zum „Verband Leipziger Schrebervereine" e. V. zusammen, der die Bestimmungen, den Zweck und die Ziele der Schrebervereine festlegte. Dieser Verband achtete streng darauf, dass der Erziehungsaspekt im Vordergrund stand und nicht die gärtnerische Komponente die Oberhand gewann. Bis 1903 kamen die Schrebervereine „Ostvorstadt" (1892), „Leipzig-Kleinzschocher" (1894), „Leipzig-Schleußig" (1894) und „Phönix" (1894) hinzu, so daß zu diesem Zeitpunkt zehn Schrebervereine dem Verband angehörten.

Neue Vereine, die in der Folgezeit entstanden, hatten es schwer diesem Verband beizutreten, weil dieser ihnen eine zweijährige Probezeit auferlegte, um die Kriterien eines „echten" Schrebervereins zu erreichen. Das sahen viele neugebildete Vereine als eine Bevormundung an. Deshalb war es nicht verwunderlich, daß sich am 14. November 1907 ein zweiter Verband, der „Verband von Garten- und Schrebervereinen" e. V., Sitz Leipzig, dem die Gartenvereine ohne Probezeit beitreten konnten, bildete. Im gleichen Jahr erweiterte sich der im Jahr 1891 gegründete „Verband Leipziger Schrebervereine" e. V. zum „Allgemeinen Verband der Schrebervereine" e. V. Somit bestanden mit Ablauf des Jahres 1907 in Leipzig zwei Verbände. Der „Allgemeine Verband der Schrebervereine" e. V., der die Schrebervereine vereinigte, in denen die erzieherische Komponente die Priorität hatte und der „Verband von Garten- und Schrebervereinen" e. V., dem die Garten- und Schrebervereine angehörten, wo die gärtnerische Komponente den Vorrang hatte. Letzterer trat 1909 dem auf Initiative von Geheimrat Bielefeldt ins Leben gerufenen „Zentralverband deutscher Arbeiter- und Schrebergärten" e. V. nicht nur bei, sondern wirkte an seiner Gründung aktiv mit. Der „Allgemeine Verband der Schrebervereine" e. V. schloß sich dem Zentralverband nicht an. 1910 zählte der „Allgemeine Verband der Schrebervereine" e. V. 15 Leipziger Vereine und der „Verband von Garten- und Schrebervereinen" e. V. 35 Leipziger Vereine. Das Nebeneinanderbestehen der zwei Verbände war ein Kampf der „Ideale", die feindlichen Brüdern glichen.

Erst nach dem Ersten Weltkrieg, als im deutschen Kleingartenwesen Veränderungen eintraten, siegte die Vernunft. Im Februar 1919 unterbreitete der Vorsitzende des „Allgemeinen Verbandes der Schrebervereine" e. V., Hugo Fritzsche, dem Bürgermeister der Stadt Leipzig, Herrn Dr. Rothe, in einem Schreiben den Vorschlag, dass sich beide Verbände zu einem Verband zusammenschließen sollten. Herr Dr. Rothe müßte es nur als seinen Vorschlag darstellen. Herr Richard Blaich, Vorsitzender des „Verbandes von Garten- und Schrebervereinen" e. V., nahm diesen Vorschlag nach eingehender Prüfung an. Unter Leitung des Bürgermeisters der Stadt Leipzig beschlossen beide Vorstände, aufeinander zuzugehen. Dennoch dauerte es noch ein Jahr bis sie sich am 9. März 1920 entschlossen, eine Arbeitsgruppe zu gründen, die die längst überfällige Verschmelzung beider Verbände vorbereitete. Am 5. Februar 1922 vollzog sich endlich der Zusammenschluss. Der neugebildete Verband nannte sich ab sofort „Kreisverband der Schreber- und Gartenvereine Leipzig" e. V., Sitz Leipzig, als Nachfolger des 1907 gegründeten „Verbandes von Garten- und Schrebervereinen" e. V., Sitz Leipzig. Den letzten Anstoss zur Vereinigung gab sicherlich der im Jahr 1921 gegründete „Reichsverband der Kleingartenvereine Deutschlands" e. V., dem der Kreisverband Leipzig noch 1922 beitrat. Zum Zeitpunkt des Zusammenschlusses gehörten den beiden Verbänden in Leipzig 90 Vereine an, 16 vom „Allgemeinen Verband der Schrebervereine" e. V. und 74 vom „Verband von Garten- und Schrebervereinen" e. V. Zur Feier anläßlich der 60jährigen Schreberbewegung am 10. Mai 1924 waren dem Kreisverband bereits 172 Vereine angeschlossen.

Die unaufhörlich voranschreitende Stadterweiterung gefährdete die bestehenden Schreber- und Gartenvereine. Der Ruf nach Daueranlagen wurde immer mehr von der organisierten Kleingärtnerschaft erhoben. In Leipzig ging man besonders ernsthaft daran, eine Lösung des Problems zu suchen, weil schon besonders viele Gartenanlagen vorhanden waren. Bei den Arbeiten für den Generalbebauungsplan der Stadt Leipzig erstellte man einen Grünplan, der auch große Flächen für Kleingartendaueranlagen vorsah. Da sich fast die Hälfte der Kleingartenanlagen auf städtischem Gelände befand, konnte eine einigermaßen befriedigende Lösung gefunden werden. Um die gartentechnische und bildliche Ausgestaltung der Daueranlagen nach einheitlichen Gesichtspunkten durchführen zu können, erliess die Stadt Leipzig im Jahre 1930 in Zusammenarbeit mit dem „Kreisverband Leipzig der Schreber- und Gartenvereine" e. V., wie er sich ab dem 1. Januar 1929 nannte, Richtlinien. Damit waren die Forderungen der Allgemeinheit in Bezug auf die Ausgestaltung der Kleingartenanlagen mit den Wünschen der Kleingärtner in Einklang gebracht.

Leipzig hatte 1931 eine Stadtfläche von 1.285.559,9 a (128 km²) mit insgesamt 213.114,8 a (2.131 ha) an Grünflächen wovon 58.888,6 a (589 ha) auf Kleingärten fielen. Bis 1931 entstanden mehrere Daueranlagen, so unter anderem 1929/1930 die neue Anlage des „Schrebervereins der Ostvorstadt", welche in Gemeinschaft von der Stadt Leipzig mit dem Schreberverein und dem Kreisverband Leipzig eingerichtet und finanziert wurde. Mit Schaffung der ersten Daueranlagen erbrachte die Stadt Leipzig schon den Nachweis, daß sie sich als Stadt Schrebers und Hauschilds bewußt war.

Die am 6. Mai eingeleitete und am 28. Juli 1933 rechtlich besiegelte Gleichschaltung des „Reichsverbandes der Kleingärtner Deutschlands" e. V. hatte zur Folge, dass die bislang traditionsreichen demokratischen Strukturen des Kleingartenwesens wegfielen. Vereins- und Verbandsvorsitzende wurden durch Vereinsführer bzw. NS-Parteifunktionäre nach dem Führerprinzip ersetzt. Das organisierte Kleingartenwesen gestaltete man im Sinne der politischen Herrschafts- und Verwaltungseinheiten des NS-Regimes. Auch der „Kreisverband Leipzig der Schreber- und Gartenvereine" e. V. mußte diesen Prozeß der Umgestaltung und Umstrukturierung vollziehen und nannte sich ab 21. September 1933 „Stadtgruppe Leipzig der Kleingärtner" e. V.

Mit der Gründung des „Reichsbundes der Kleingärtner Deutschlands" e. V. begann ein neuer Entwicklungsabschnitt des Kleingartenwesens, dessen Aufgabe die Nutzung des Kleingartenlandes im Sinne der Verbundenheit von Blut und Boden als Grundlage für Staat und Volk sein sollte. In der Folgezeit mußten sich viele Organisationen zwangsläufig angliedern und unterordnen. Eine letzte Namensänderung in der Zeit des Nationalsozialismus erfolgte am 15. Dezember 1938, indem die „Stadtgruppe Leipzig der Kleingärtner" e. V. in „Kreisgruppe Leipzig der Kleingärtner" e. V. umbenannt wurde.

Aufgrund des ungenügenden gesetzlichen Schutzes des Kleingartenwesens kam es in Deutschland in der NS-Zeit zu einer Vielzahl von Kündigungen der Kleingartenanlagen. Das Leipziger Kleingartenwesen bekam das weniger zu spüren. Die Anzahl der Kleingartenanlagen erhöhte sich hier sogar um 14 Vereine. Erst mit Ausbruch des Krieges kam es durch Erlass einer Verordnung zum verbesserten Schutz der Kleingartenanlagen, denn die Kleingärten waren für die Versorgung der Menschen durch die Kriegsereignisse zu einer Existenzfrage des Staates geworden. Die Lauben in den Gärten dienten für die ausgebombten Menschen in den Städten als Notunterkunft und waren oft die einzige Überlebenschance.

Mit dem Zusammenbruch des Dritten Reiches im Jahre 1945 vollzog sich die Auflösung des „Reichsbundes deutscher Kleingärtner" und somit auch seine dazugehörigen Strukturen. Die Kleingärtnervereine entledigten sich ihrer Vereinsführer und wählten wieder ihre eigenen Vorsitzenden. Vereine, die im Rahmen der Gleichschaltung einer Namensänderung unterlagen bzw. den Namen wegen Vereinszusammenlegung verloren usw., nahmen ihren alten Namen zum Teil wieder an.

Mit der Verordnung „Neuregelung des Kleingartenwesens" vom 14. Februar 1946 ordnete die Landesverwaltung Sachsen das Kleingartenwesen den Kommunen zu. Diese übernahmen die Rechte und Pflichten der Vereine aber auch deren Vermögen. In den Jahren 1947 und 1948 schlugen verschiedene Strukturen aus politischen Gründen fehl, bis am 23. Mai 1949 die Rechte des Kleingartenwesens und der Kleintierhaltung der „Kleingartenhilfe FDGB" unterstellt wurde. Auch diese Trägerorganisation hatte kein langes Leben. Am 16. Oktober 1952 gründeten in Berlin Obleute der Zentralen Zuchtkommission aller Zuchtverbände und Vertreter der „Kleingartenhilfe FDGB" eine neue Organisation, den „Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter öffentliches Recht" (ö. R.), die aber schon wieder am 1. Januar 1954 endete. Es durften entsprechend einer Regierungsverordnung vom 22. April 1954 nur Orts- und Kreisverbände gebildet werden. Auf dieser Grundlage bildete sich in Leipzig der „Kreisverband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter Leipzig". Die Auflösung des zentralen Verbandes erwies sich später als falscher Schritt, da sich herausstellte, daß die gebildeten Kreisverbände führerlos waren. Deshalb gründete sich auf Initiative der Zentralen Fachkommission der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter am 28./29. November 1959 in Leipzig der „Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" (VKSK), der seinen Sitz in Berlin hatte. Für die Stadt Leipzig war weiterhin der „Kreisverband Leipzig der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" zuständig.

In den Jahren 1950 bis 1970 vergrößerte sich die Anzahl der Kleingartenanlagen in Leipzig nur geringfügig, da unbebautes Land zuerst für den Wohnungsbau zur Verfügung stehen mußte. Ab 1977 stieg die Zahl der Kleingartenanlagen wieder. Zurückzuführen war das auf einen Ministerratsbeschluss, der u. a. besagte, dass die Anzahl der Kleingartenanlagen planmäßig zu erhöhen sei und eine langfristige Nutzung der Anlagen gesichert werden müsse. Kleingartenanlagen durften nur noch in Ausnahmefällen bei großen Investitionsvorhaben gekündigt werden. Bis 1990 erhöhte sich die Anzahl der Kleingartenanlagen um 26 Vereine, so dass sich zu diesem Zeitpunkt 206 Kleingartenvereine auf das Stadtgebiet von Leipzig verteilten.

Eine Neuordnung des Kleingartenwesens in Leipzig erfolgte mit der Veränderung der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse durch die Wiedervereinigung beider deutscher Staaten im Jahre 1990. Vertreter von 77 eingetragenen Kleingärtnervereinen beschlossen am 7. April 1990 im Kleingärtnerverein „Immergrün" e. V. in Leipzig-Südost die Neukonstituierung des „Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner" e.V. Damit war noch vor der Wiedervereinigung beider deutscher Staaten am 3. Oktober 1990 und der Auflösung des „Zentralverbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" am 31. Dezember 1990 ein nahtloser Übergang in eine demokratische Verbandsstruktur im Leipziger Kleingartenwesen vollzogen. Gegen Ende des Jahres 1990 zählte der Stadtverband Leipzig bereits 197 Mitgliedsvereine.

Mit der Bildung des Grünflächenamtes und der Errichtung der Abteilung Kleingärten im Jahre 1991 wurde zwischen der Stadt Leipzig und dem Stadtverband ein spürbarer Qualitätssprung auf dem Gebiet des Kleingartenwesens erreicht. Schon zwei Jahre später, am 30. September 1993, konnte für über 70 % der Leipziger Kleingartenflächen ein Generalpachtvertrag zwischen der Stadt Leipzig und dem „Stadtverband Leipzig der Kleingärtner" e.V. unterzeichnet werden. Dass dieser Vertrag in so kurzer Zeit zustande kam, zeigt, welch gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverband, Rat der Stadt und Kleingärtnern herrschte. Der Abschluss dieses Generalpachtvertrages hatte für die Sicherung der Kleingärten auf mehr als 600 ha kommunaler bzw. kommunal verwalteter Grundstücke große Bedeutung. Außerdem bildete er die Grundlage dafür, dass auch für nichtkommunale Kleingartenflächen Pachtverträge mit deren Eigentümern entsprechend bundesdeutscher Gesetzeslage abgeschlossen werden konnten.

Mit der Eröffnung des Deutschen Museums der Kleingärtnerbewegung am 23. August 1996 im Vereinshaus „ Dr. Schreber" war ein weiterer Schritt zur Geschichtsaufarbeitung und zur Pflege guter Traditionen im Leipziger Kleingartenwesen getan. Dieses Museum strahlt über die Stadt Leipzig und das ganze Land Sachsen hinaus auf ganz Deutschland.

Wenn auch nicht ohne Verluste an Kleingärten und Kleingartenanlagen, so zeugt es doch von der Lebenskraft des Leipziger Kleingartenwesens mit seinen sozialen, ökologischen und kulturellen Leistungen für die Bürger der Stadt, daß der überwiegende Teil der seit 1832 entstandenen Kleingartenanlagen die Wirren der Zeit, wozu zwei Weltkriege und unterschiedliche politische Systeme gehörten, überdauert hat.

SLK-100-Chronik2. „Stadtverband Leipzig der Kleingärner" e.V.

Die Gründung des „Verbandes von Garten-und Schrebervereinen" e.V., Sitz Leipzig, am 14. November 1907, war die Geburtsstunde des „Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner" e.V., der im Jahr 2007 auf eine 100-jährige Geschichte zurückblicken konnte. *)  Der „Stadtverband Leipzig der Kleingärtner" e.V. und seine ihm angeschlossenen Kleingärtnervereine, sind eingetragene Vereine (e.V.) und verfügen über steuerliche (Finanzamt) und kleingärtnerische (Stadtverwaltung) Gemeinnützigkeit.

Dem Stadtverband gehören 208 *) Kleingärtnervereinean, die zu 65 % auf städtischem Grund und Boden angesiedelt sind. 3,3 % der Kleingartenanlagen liegen auf Grundstücken von Kirchengemeinden und weitere 28% auf Privatgrundstücken bzw. auf Grundstücken mit gemischten Eigentumsverhältnissen sowie 3,7 % auf Bahngelände.

Die 208 Kleingärtnervereine verfügen über ca. 32.000 *) Parzellen und nehmen eine Fläche von ca. 970 ha *) ein, was 30 % der Leipziger Grünflächen ausmacht. Damit zählt der Leipziger Kleingärtnerverband zu den größten Mitgliederorganisationen des „Landesverbandes Sachsen der Kleingärtner" e.V. Umgerechnet kommen auf jeden Einwohner der Stadt Leipzig rund 19 m² Kleingartenfläche.

Abb.: 100 Jahre "Verband von Garten- und Schrebervereinen e.V., Sitz Leipzig" - Eine Chronik zur Geschichte des Leipziger Kleingartenwesens in Wort und Bild; 2007; Herausgeber: Stadtverband Leipzig der Kleingärtner e.V.; Autoren: Eleonore Hennig, Prof. Dr. Günter Katsch; Satz und Reproduktion: KrossProductions; Umschlag: Werbung und Gestaltung, Susanne Bohla; Druck: Thomas Verlag und Druckerei GmbH