20171116 8409 MVDie Mitgliederversammlung (MV) 2017 des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) fand wiederum im Sitzungssaal des Neuen Rathauses im Zentrum Leipzigs statt.

Die Mitarbeiter der Geschäftsstelle des SLK registrierten am Einlass 159 Delegierte aus den Kleingärtnervereinen (KGV) am Nachmittag des 16. November. Mit der Eintragung in die Anwesenheitslisten erhielten die Vertreter der KGV ihre Delegiertenmappen mit den wichtigen Unterlagen für die Versammlung. 

SLK-Foto: Blick in den Sitzungssaal während des Referats des Verbandsvorsitzenden

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"Der Verband wird sich, wie bisher und auch künftig, als Dienstleister seiner angeschlossener Vereine sehen und auch so handeln. Er wird weiterhin dafür Sorge tragen, dass die Interessen und Werte des Leipziger Kleingartenwesens bei unseren Partnern in vollem Umfang berücksichtigt werden und unsere Vereine mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln und Wegen unterstützen".

Mit diesen Worten beendete der Vorsitzende des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK), Robby Müller, den Bericht des Vorstandes an die MV. Diese Anforderungen zogen sich wie ein roter Faden durch seine Ausführungen.

SLK-Foto: Robby Müller, Vorsitzender des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) bei seinen Ausführungen

 

20171116 8404 MVDer Bericht nahm 54 Minuten in Anspruch und war, wie gewohnt, sehr konkret und deutlich. Das bezog sich nicht nur auf die satzungsgemäßen Aufgaben des Vorstandes, die, wie stets, ordnungsgemäß realisiert wurden.

Es ging auch um einige KGV, die ihren satzungsmäßigen Pflichten als Mitglied des SLK nicht erfüllen und mit Konsequenzen zu rechnen haben, die letztendlich zu einer Verteuerung ihres gärtnerischen Hobbys führen können.

Erfreulich ist, dass in immer mehr KGV bei Pächterwechsel Wertermittlungen durchgeführt werden, die eigentlich Pflicht sind. Trotzdem haben seit 2010 immer noch 19 KGV keine Wertermittlungsprotokolle beim SLK abgegeben.

SLK-Foto: Bei der Registrierung am Einlass 

20171116 8418 MVGegenwärtig sind 1.129 Parzellen nicht verpachtet. Das Durchschnittsalter unserer Kleingärtner ist auf 56 Jahre gesunken und der Anteil junger Familien in den KGV auf 30% gestiegen. In 106 KGV gibt es einen Kinderspielplatz, in 98 KGV eine Gemeinschafts-Kompostiereinrichtung, 37 KGV haben einen Schul- und Lehrgarten.

Im Berichtszeitraum wurden in 54 Kleingartenanlagen (KGA) Begehungen zur Überprüfung der vertraglichen Nutzung der Pachtsache durchgeführt, die auch von den Vorständen als Hilfe und Untersützung betrachtet werden. Damit hat sich die Gesamtzahl dieser Begehungen seit 2015 auf 145 KGA erhöht. 

SLK-Foto: Blick auf das Präsidium der Mitgliederversammlung

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Ausführlich begründete der Verbandsvorstand warum im Haushaltplan 2018 u.a. Mittel eingestellt wurden, um Kleingartenflächen zu kaufen. Das bezieht sich auf Flächen, die aus verschiedenen Gründen ohnehin zum Verkauf angeboten werden. 

Darüber wurde in der außerordentlichen MV am 7. September 2017 ausführlich berichtet und klargestellt, dass damit die Existenz der Kleingärten besser geschützt werden kann.

SLK-Foto: Schatzmeisterin Martina Dilßner analysiert die Finanzein- und -ausgaben des SLK

 

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Robby Müller machte auch deutlich, dass beim SLK die dafür erforderlichen finanziellen Mittel vorhanden sind und deswegen auch keine Erhöhungen von Umlagen oder Beiträgen nötig sind. 

In diesem Zusammenhang legte er dar, dass sich der Vorstand sehr umfassend mit seit mehreren Jahren zurückliegenden Problemen der Finanzarbeit im Verband beschäftigen musste.  

SLK-Foto: Marlies Ehrke trägt den ausführlichen Bericht der Revisoren über die Tätigkeiten des SLK vor 

20171116 8448 MVDer Ankauf kleingärtnerisch genutzter Flächen und die damit verbundenen Pachtzinseinnahmen ermöglichen dem SLK u.a. auch den Verbandsbeitrag auf einem erträglichen Niveau zu halten. „Unser Ziel für die Zukunft muss sein, einen leistungs- und finanzstarken Verband zu haben, der rechtssicher nach innen und außen arbeitet sowie offen und transparent gegenüber seinen Mitgliedsvereinen auftritt. Dann können wir auch optimistisch in die Zukunft blicken, die Weichen dafür sind gestellt“, erklärte der Vorsitzende in diesem Zusammenhang.

SLK-Foto: Während des Tagesordnungspunktes Diskussion gab es einige Wortmeldungen, u.a. Michael Löffler, Voristzender KGV "Morgensonne" e.V. 

Das wurde im gesamten Verlauf der MV immer wieder deutlich und zeigte sich auch im Berichtsteil zur Finanzarbeit des Verbandes, der ebenfalls, wie die Ausführungen des Vorsitzenden, mit Beifall zur Kenntnis genommen wurde.

Die Kassenprüfer bescheinigten dem Vorstand für den Berichtszeitraum eine solide Finanzarbeit beantragten die Entlastung des Vorstandes. Die MV bestätigte die Berichte des Vorstandes und der Buchprüfer. Weiterhin wurde der Vorstand für den Berichtszeitraum entlastet, der Haushaltvoranschlag für 2018 beschlossen sowie die öffentlichen Lasten für 2018 mit 0,02 € pro m² festgelegt und eine Honorarordnung, die ab 1. Januar 2018 gültig ist, beschlossen.

Günter Mayer - Pressewart SLK