2014 10 Okra Bill-Tarpenning wikipediaLadyfinger – diesen Namen hat wohl einer mit Hintergedanken erfunden - die Frucht ähnelt einem Finger. Andere Namen für das Malvengewächs sind Gombofrucht, Essbarer Eibisch, Abelmoschus oder Okra.

Das Fruchtgemüse stammt aus den Tropen Afrikas. Deshalb benötigt die Pflanze auch in unseren Gärten einen warmen Standort, idealerweise in voller Sonne, als Kübelpflanze, auf dem Hochbeet, unter Folie oder im Gewächshaus. Die Kultur ähnelt dem Anbau von Paprika. Wer in seinem Garten erfolgreich Paprika anbaut, dem wird auch Okra gelingen.

Foto: wikipedia / Bill Tarpenning

An den Knotenpunkten (Nodien) der Stängel sitzen die gefingerten Blätter. Ab Juli erscheinen in den Blattachseln große gelbe Blüten mit dunkelroter Mitte. Die grünen, neuerdings auch dunkelroten, Kapselfrüchte sind bis 20 cm lang. In nährstoffreicher humoser Erde sollten die Jungpflanzen vorkultiviert werden und wie andere wärmeliebenden Pflanzen nicht vor Mitte Mai ins Freie. Stäbe oder Schüre geben den hochwachsenden Pflanzen einen Halt.

Samen der Okra sind u.a. bei Toom von Quedlinburger oder bei Klee von Chrestensen zu erhalten - Sortennamen: „Clemson Spineless", „Sonnenliebe", „Feuerteufel".

In kalten Nächten ist eine Vlies-Abdeckung ratsam. Die Okras werden z.B. gekocht und anschließend gebraten oder gegart und wie Blumenkohl mit Reibekäse bestreut oder überbacken. Guten Appetit.

Gartenfachberater Edgar Schmitt - KGV „Alt Schönefeld"