Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 03 Rot-u.WeissfleckenkrankheitLiebe Gartenfreunde, machen Sie einfach das Beste aus Schönwetterperioden und bereiten Sie bei den ersten Arbeiten den Boden Ihrer Gartenbeete vor. Entfernen Sie aber auf keinen Fall zu schnell Abdeckungen und schützenden Mulch, denn im März sind nachts noch Frosttemperaturen zu erwarten.

Im Obstgarten sollte im März die Pflanzzeit für Beerensträucher (Wurzelnackte)  beendet werden, da bei günstigen Witterungsbedingungen der Austrieb beginnt. Wer noch Obstbäume pflanzen möchte, sollte folgendes beachten. Nicht alle Bäume sind Selbstbefruchter, deshalb müssen wir beim Kauf die richtigen Sorten wählen, weil einige Sorten auf eine Befruchtersorte angewiesen sind.

Foto: Rot- und Weißfleckenkrankheit / www.gartenakademie.rlp.de

Viele Kleingärtner meinen, in unseren Anlagen sind genügend Obstbäume zur Befruchtung vorhanden. Dies ist aber ein Trugschluss - wir brauchen Obstbäume die zur selben Zeit blühen. Beste Auskünfte mit fundierter Beratung hierüber bekommt man in einer Baumschule.

Im Winter entstandene Frostrisse schneidet man bei milden Temperaturen glatt bis ins unbeschädigte Holz aus. Anschließend Wundverschlussmittel auftragen. Versorgen Sie die Obstgehölze mit organischem Dünger. Eine Mulchschicht aus Kompost schützt den Boden vor Austrocknung und Verkrustung.

Boden vorbereiten:  Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die kommende Bepflanzung oder Aussaat vorbereitet. Entfernen Sie die Wildkräuter und lockern Sie die Erde, so dass ein feinkrümliges Pflanzbeet entsteht. Wo starkzehrendes Gemüse - Kohl oder Tomaten - gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichend Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Bodenverbesserer wie Sand, Urgesteinsmehl und kohlensauren Kalk ausbringen.

In diesem Monat beginnt die Aussaat von Tomaten, Paprika, Aubergine, Kohlarten und Knollensellerie in Saattöpfen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Direkt gesät werden Feldsalat, Eissalat, Spinat, Möhren, Rettich, Radieschen und Zwiebeln. Auch Frühkartoffeln, Steckzwiebeln und Knoblauch kommen direkt ins Freie. Bei drohender Frostgefahr werden die Beete mit Vlies oder Folie abgedeckt. Vor Vogelfraß hilft ein Gemüsenetz.

Im März wird es auch Zeit für die Pflege unserer geliebten Erdbeeren. Wir müssen darauf achten, dass alle abgestorbenen Blätter entfernt bzw. abgeschnitten werden. Auf keinen Fall das Herzblatt der Erdbeeren beschädigen! Haben Sie diese Punkte „abgearbeitet", entfernen Sie die Wildkräuter aus den Reihen. Anschließend wird der Boden zwischen den Reihen gelockert, aber denken Sie daran, dass die Wurzeln flach im Boden liegen und diese nicht beschädigt werden! Zu guter Letzt wird Erdbeerdünger eingearbeitet. Die andere Variante wäre Kompost.

Die Erdbeeren werden häufig von der Weißflecken- und der Rotfleckenkrankheit befallen. Der pilzliche Erreger der Weißfleckenkrankheit verursacht auf den Blättern kleine runde, braune bis kaminrote Flecken. Das Zentrum verfärbt sich später grau bis weißlich und ist von einem braunroten Rand umgeben. Rotfleckenkrankheit äußert sich in brandroten Blattflecken, die bei stärkerem Befall zusammenfließen. Die Symptome treten vermehrt an älteren Blättern und verstärkt nach der Ernte auf, besonders bei feuchter Witterung. Als Gegenmaßnahme sollten wir weniger anfällige bzw. tolerante Sorten - wie Elvira oder Tenira - bevorzugen. Bekämpfung: Bei sehr starkem Befall ist vor der Blüte oder nach der Ernte eine Fungizid-Anwendung möglich.

Schneckeneier: Halten Sie im Monat März verstärkt Ausschau nach den Eiern von Gartenschädlingen, die in dieser Zeit gelegt werden. Wer jetzt die Böden im Nutz- und Ziergarten vorbereitet, stößt nicht selten auf kleine weiße Eier. Damit sich die Schädlinge nicht weiter entwickeln und ausbreiten können, sollten Sie diese vernichten, indem man diese mit kochendem Wasser übergießt. Die meisten Gelege findet man im Kompost. - Bis zum nächsten Monat

Der Garten Olaf.