2013 01 Buschwindroeschen Anemone nemerosa wikiHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Ich hoffe, der „Einstieg" in das Jahr 2013 war angenehm. Damit wirft auch ein neues Gartenjahr seine Schatten voraus. Auch in dieser kalten, fast vegetationslosen, Jahreszeit gibt es doch so einiges zu tun.

An Tagen um die 0°-Celsius-Grenze herum kann der Schnitt am Kernobst bzw. Zierbäumen vorgenommen werden. Ist es frostiger, können die offen zutage liegenden Zellen der Schnittfläche durch Eisbildung platzen. Daraus resultieren krankheitsanfällige Wunden. Sind diese größer als eine 1-€-Münze, werden sie mit Baumwachs versiegelt.

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In der letzten Januarwoche sollte gegen die Kräuselkrankheit gespritzt werden (Pfirsich Aprikose, Nektarine). Sehr wichtig bei der Knospenschwellung. Als Pflanzenschutzmittel empfehle ich Duaxo Universal Pilz-frei von Compo. Es hilft auch gegen Birnengitterrost, Monilia Spitzendürre, Echten Mehltau, Schorf sowie im Gemüseanbau, an Rosen und Zierpflanzen. Steinobst wird erst Anfang April sowie nach der Ernte geschnitten, da sich in den Wintermonaten kein Wundkallus bilden kann.

Im ersten Monat des Jahres ist das Wintergemüse, Rosenkohl, Grünkohl sowie abgedeckter Feldsalat zu ernten. In gefrorenem Zustand geerntetes Gemüse sollte in einem frostfreien, aber kühlen Raum kontinuierlich auftauen, ansonsten wird es weich. Vorzuziehen ist das Ernten bei frostfreier Witterung.

Auch für den Pflanzenschutz können wir jetzt schon etwas für die kommende Gartensaison tun. Wer beim Winterschnitt die Leiter benötigt, kann parallel dazu die Fruchtmumien an Apfelbäumen gleich mit entfernen. Hier sollte man wissen, dass die Fruchtmumien Überwinterungsquartiere für die Monilia-Fruchtfäule sind. Es entwickeln sich Sporen, die im Frühjahr ausgeschleudert werden und die Bäume erneut befallen.

Alte Baumstämme weisen zumeist eine lockere und brüchige Rinde auf. Unter ihr überwintern viele Schädlinge, z.B. die Eier von Spinnmilben und Apfelbaumgespinstmotten. Kratzen oder bürsten Sie abgestorbene Rindenteile mit speziellen Obstbaumkratzern ab.

Im Hochwinter liegt gewöhnlich der meiste Schnee und der kann ein beachtliches Gewicht „auf die Waage" bringen. Damit Pflanzen und Hecken nicht zerdrückt werden oder Äste abbrechen (Schneebruch), sollte man den Schnee rechtzeitig herunterschütteln. Bruchgefährdete Pflanzen können vorsorglich zusammengebunden werden.

Überprüfen Sie das Obst- und Gemüselager regelmäßig auf Pilzbefall und Schimmelbildung. Zu den wichtigsten Aufgaben im Januar gehört das Bestellen und Besorgen des Saatgutes, damit es zum Aussaattermin pünktlich zur Verfügung steht.

Liebe Gartenfreunde, soweit für diesen Monat. Im Februar werde ich den Anbauplan im Garten genauer „unter die Lupe" nehmen.

Der "Garten-Olaf"