Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, das Gartenjahr neigt sich nun dem Ende entgegen. Trotzdem gibt es noch einige Arbeiten, die man im Dezember realisieren kann. Nach dem ersten Frost beginnt die Ernte von Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing. Kälteverträgliches Gemüse wie Radicchio, Endivien, Feldsalat und Lauch kann laufend geerntet werden. Bei angekündigten starken Nachtfrösten ist das verbleibende Wintergemüse mit Vlies abzudecken. Eingelagertes Gemüse regelmäßig kontrollieren und schimmliges oder faulendes sofort aussortieren. Vergessen sie auch nicht, ihre Lagerräume regelmäßig zu lüften. Nun zum Thema: Richtige Lagerung von Obst und Gemüse.

Voraussetzung für eine erfolgversprechende Lagerung ist gesundes Obst und Gemüse. Es dürfen keine Gewebeverletzungen zu sehen sein und auch keine einsetzende Fäulnis. Zur Vermeidung dieser sollte Obst und Gemüse trocken und in gereinigten Behältnissen eingelagert werden.

Was auf alle Fälle einzuhalten ist, ist der optimale Erntetermin. Ernten wir das Obst und Gemüse zu früh, kommt es bei der Lagerung zu Einschrumpfungen. Ein zu später Termin dagegen kann bewirken, dass das Obst und Gemüse auf dem Lager weich und anfälliger für Lagerkrankheiten Fruchtfäule) und Fäulnis wird. Wir müssen auch bedenken, dass unser Obst und Gemüse nach der Ernte an Qualitätsverlust leidet. Hauptsächlich sind es der Feuchtigkeitsverlust und der Abbau der Kohlehydrate. Dies können wir einschränken, wenn wir wichtige Lagerungsprämissen einhalten. Dazu gehören Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftzirkulation, um die Frische unseres Geernteten möglichst lange zu erhalten. Ein wichtiger Faktor ist die Temperatur. Man sollte sie bei 2 bis 4 °C halten. Temperaturen unter der 0 °C-Grenze führen zu Frostschäden, wobei Wurzelgemüse und Kohlarten ein tiefere Temperatur vertragen können (-6 °C). Nach der Temperatur ist die Luftfeuchtigkeit zweitwichtigster Lagerungsfaktor. Der Feuchtigkeitsverlust des Lagergutes ist umso geringer, je höher die umgebende Luftfeuchtigkeit ist. Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit steigt jedoch das Risiko von Schäden durch Fäulniserreger an. Zu geringe Luftfeuchtigkeit kann man regulieren, indem man Wasserbehälter aufstellt. Durch übermäßige Luftzirkulation trocknet das Erntegut aus. Bei Aufstellung im Freien sollte es daher mit einer Folie abgedeckt werden. Eine stete leichte Luftbewegung mindert jedoch das Risiko des Auftretens von Fruchtfäulen.

Die Lagerung im Freien (z.B. Vertiefung im Freilandboden oder Kellerschacht) ist für unser Obst und Gemüse wesentlich besser als in warmen Räumen. Man sollte das Lager gut gegen Austrocknen mit Folie abdecken. Wie schon bemerkt, überstehen Kohlarten und Wurzelgemüse mehrere Grad unter der Frostgrenze. Achten Sie darauf, dass Sie ihr Obst und Gemüse nur im aufgetauten Zustand transportieren.

Lagern im feuchten Sand: Möhren, Lauch, Kopfkohl, Kohlrabi und Sellerie können in einer mit feuchtem Sand ausgekleideten Kiste, mit Stroh oder Laub abgedeckt, gelagert werden.

Lagerung im Hauskellerbereich: Diese Art der Lagerung ist nur in kühlen Kellern sinnvoll, die entfernt von Zentralheizungen liegen. Hierbei wird das Obst auf gut gereinigte Lattenroste ausgelegt oder in sauberen Kisten gestapelt. Wichtig ist eine laufende Kontrolle, um verdorbene Früchte aussortieren zu können. Die ideale Lagertemperatur für Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Auberginen, Paprika und Kürbis liegen in etwa bei 15 °C. Lagern Sie Kartoffeln nicht zusammen mit Birnen und Äpfeln. Diese Früchte sondern Ethylen ab und lassen die Kartoffeln schneller reifen und verderben. Wenn Sie bei Ihren Kartoffeln grüne Stellen bemerken, schneiden Sie diese ab, denn diese enthalten das Gift Solanin. Das waren einige Tipps zur Lagerung von Obst und Gemüse.

Allgemeines: Sobald die Gartenarbeiten abgeschlossen sind, werden alle Arbeitsgeräte inklusive der für die Bodenbearbeitung gesäubert und eingeölt. Vergessen sie auch nicht die Wassertonnen zu entleeren, denn der Frost hat eine unangenehme zerstörerische Wirkung.

Die gefallenen Blätter sind eine vorzügliche Wärmedecke für die Beete. Damit die Rasengräser nicht faulen, ist das Laub von den Rasenflächen zu entfernen. Lassen Sie ruhig ein wenig Schnittgut von Sträuchern und Bäumen in einer geschützten Ecke liegen. Damit finden Tiere, wie der Igel,  Schutz, Wärme und einen Unterschlupf.

Immergrüne Gehölze wie Rhododendron und Buchsbaum sollten auch im Winter bei frostfreier Witterung bewässert werden. Wer sich in der kalten Jahreszeit etwas Frühling in die Stube holen möchte, kann sich Zweige von frühblühenden Gehölzen, wie Forsythie oder Kirsche, Anfang Dezember ins Wasser stellen und sie werden um die Weihnachtszeit blühen.

Liebe Gertenfreundinnen und Gartenfreunde, ich wünsche Ihnen und Ihren Angehörigen ein angenehmes Weihnachtsfest, einen guten Jahresauftakt, Gesundheit sowie Schaffenskraft für 2013.

Der "Garten-Olaf"