Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf" 

liebe Gartenfreunde, ein Baum ist eine Anschaffung für viele Jahre. Es sei angeraten, sich vor Kauf und Pflanzung mit den Nachbarn abzustimmen und ggf. den Rat des Fachberaters einzuholen. Und man sollte beim Pflanzgut auf die bewährte, ortsansässige Baumschule setzen!

Obstgarten: Herbstzeit ist Pflanzzeit. Ganz gleich, ob der Baumbestand verjüngt, ein ständig kränkelndes Gehölz durch ein für den Standort geeigneteres Gewächs ersetzt oder eine Lücke geschlossen werden soll, jetzt ist die Phase Obstgehölze in den Boden zu bringen gekommen.

Doch ehe man sich ans Pflanzen macht, muss die Neugestaltung gründlich durchdacht werden. Wenn möglich, sollten Obstbäume nicht über die gesamte Parzelle verteilt, sondern auf einer Seite angeordnet werden. Auf diese Weise können die Bäume gezielt gedüngt werden und störende Unterkulturen kommen weniger zum Zuge.

Mehr als nur Geschmackssache ist die Auswahl der Fruchtart: Üblich sind Apfel, Birne, Süß- oder Sauerkirsche und – wenn es die Lage zulässt – Pfirsich oder Aprikose.

Wird ein „toter" Baum durch einen neuen ersetzt, sollte man die Art der Frucht wechseln, um Bodenmüdigkeit und schlechtes Anwachsen vorzubeugen.

Wer Kern- und Steinobst pflanzen will, sollte das Pflanzloch besonders groß ausheben und den neuen Baum in Komposterde setzen. Das gibt dem Neuling gute Startbedingungen und beugt der Bodenermüdung vor. Allerdings darf man es nicht übertreiben. Mit Stallmist wird erst im nächsten Jahr gedüngt; das bringt den jungen Baum zur Ausbildung eines leistungsfähigen Wurzelsystems.

Ernten: Späte Obstsorten sollten nicht zu früh geerntet werden, denn jeder zusätzliche sonnige Tag kommt den Früchten zugute. Zu früh gepflückte Früchte schrumpeln leicht beim Lagern und haben weniger Aroma als zum optimalen Zeitpunkt der Ernte. Sammeln sie ihr Fallobst sorgfältig auf, um dem Aufkommen der Fruchtfäule und des Apfelwicklers vorzubeugen. Aber bitte nicht in den Kompost werfen, denn dadurch werden unangenehme Gerüche freigesetzt. Das könnte Ihren Nachbarn auf den Plan rufen und ein Streit ist vorprogrammiert.

Ab Mitte Oktober wird es Zeit Leimringe um Stämme und Pfähle zu legen, damit die Frostspannerweibchen gefangen werden, weil diese flügellos sind.

Gemüsegarten: Die normale Herbsternte steht an und bereits auch Wintergemüse, wie Feldsalat, Spinat, Winterkopfsalat und Frühlingszwiebeln. Sobald Frost angekündigt ist, sollte man alle Gemüsearten, wie Tomaten, Gurken, Bohnen, Zucchini, Kürbis und Paprikafrüchte in Sicherheit bringen. Anfang des Monats kommen Wintersteckzwiebeln und Knoblauch in die Erde. Nach der Brombeerernte schneiden sie die abgetragenen Fruchtruten dicht über dem Boden ab und binden die diesjährigen Triebe an Drähten fest. Herbsthimbeeren direkt am Boden abschneiden (Aroma Quien). Nun noch ein Tipp zum Feldsalat: Dieser ist sehr kälteempfindlich, deshalb muss er vor dem ersten Frost mit Vlies abgedeckt werden.

Pflanzenschutz: Im Herbst legen viele Schnecken ihre Eier ab. Die weißen Kugeln zu etwa 200 Stück legen die Schnecken in kleinen Erdhöhlen ab oder unter Rindenmulch. Entfernen sie die Gelege (mit heißem Wasser übergießen). Der Kohlweißling fliegt immer noch und legt seine Eier an den Blattunterseiten von Wirsing, Grün- und Rosenkohl ab. Decken sie die Pflanzen mit einem Gemüsenetz ab.

Im kommenden Monat werde ich das leidliche Problem Schnitt der Obstgehölze etwas ausführlicher unter die Lupe nehmen.

Bis zum nächsten Monat grüßt Euch der Garten-Olaf