2012 06 Hochbeet2Hallo hier ist wieder der „Garten-Olaf“: 

Wie versprochen, heute einiges über die Bepflanzung eines Hochbeetes. Natürlich ist es jedem Kleingärtner selbst überlassen, was oder wie er sein Hochbeet bepflanzt. Wer Kräuter mag, wird sein Hochbeet mit Kräutern bestücken. Ich habe mein Hochbeet jetzt schon das dritte Jahr und mein Anbau beschränkt sich auf die Mischkultur im Gemüseanbau.

Fotos: SLK

Unter dem Begriff Mischkultur versteht man die Kombination solcher Gemüsearten, die sich im Wuchs gegenseitig günstig beeinflussen oder Schädlinge und Krankheiten abwehren. Die verschiedenen Gewächse auf einem Beet sollen sich sowohl oberirdisch als auch unterirdisch ergänzen, das ist vor allem auf Hochbeeten von Vorteil, wo aus Platzgründen ein ausgedehnter Fruchtwechsel nicht möglich ist. Die verschiedenen Pflanzen einer Mischkultur entnehmen dem Boden unterschiedliche Nährstoffmengen und geben selber verschiedene Substanzen aus ihrem Stoffwechsel an den Boden ab. So entsteht ein Wechselspiel aus geben und nehmen. Die Wurzelausscheidung und die Düfte der Pflanzen spielen ebenfalls eine wichtige Rolle für die Nachbarschaft. Manche Gewächse gehen ein oder verkümmern, wenn sie nebeneinander wachsen sollen. Andere fördern sich gegenseitig. Viele aromatische Würzpflanzen tragen zum Wohlgeschmack ihrer Nachbarpflanzen bei.

2012 06 Hochbeet1Ein Beispiel ist die Frühkartoffel, die mit Kümmel oder Koriander gepflanzt wird. Einige Pflanzennachbarschaften vor allem mit Kräutern, wirken vorbeugend oder abwehrend auf Krankheiten oder Schädlinge. Was sehr wichtig ist, keine Pflanzen nebeneinander setzen, die die gleichen Schädlinge anziehen.

Der starke Nährstoffgehalt des Hochbeetes verlangt nach einigen Pflanzregeln. Im ersten Jahr werden nur stark zehrende Pflanzen, wie z B. Tomaten, Paprika, Rosenkohl angebaut. Im zweiten Jahr folgen dann schwächer zehrende Pflanzen z. B. Gurken, Möhren, Eissalat oder Rettich. Im dritten Jahr können dann wieder schwach zehrende Pflanzen z. B. Buschbohnen, Radieschen, Kopfsalat oder Erbsen auf das Hochbeet.

Ich habe einige Beispiele auf meinem Hochbeet ausprobiert und kam zu folgenden Ergebnisses. Möhren und Zwiebeln ist eine gute Kombination, hält die Möhren und Zwiebelfliege fern. Dazu habe ich eine Reihe Radieschen gesät. Des Weiteren habe ich Erbsen und Kohlrabi kombiniert. In die Ecken meines Hochbeetes setzte ich Tomaten. In den freigebliebenen Flächen wurden Buschbohnen, die ich in Töpfen vorgezogen habe, gepflanzt. Salat kann zu jeder Zeit mit intrigiert werden. Das war eine Risikose Mischung, weil sich doch nicht alle Pflanzen an einem Ort vertragen. Aber es ging alles gut. Ohne Experimente kein Erfolg. Liebe Gartenfreunde ich wünsche Ihnen viel Erfolg beim Errichten und Bepflanzen Ihres neuen Hochbeetes.

Was im Juni noch wichtig wäre: Entfernen Sie bei den Rosen regelmäßig die welken Blüten mit dem darunterliegenden Blattpaar, so treibt die Rose neue Knospen für die zweite Blüte aus. Wenn die Rosen regelmäßig gewässert und gedüngt werden, haben sie gesunde und kräftige Pflanzen, die weniger anfällig gegen Schädlinge und Krankheiten sind. Kontrollieren sie ihre Pflanzen und Blumen regelmäßig auf Schädlinge. Hochwachsende Stauden rechtzeitig abstützen und anbinden. Alte Blüten am Rhododendron herausbrechen.

Ende Juni ist der Termin für den Schnitt immergrünen Hecken, aber bitte prüfen Sie, dass keine Vögel mehr brüten. Bei Trockenheit sollte reichlich gewässert werden, gerade dann, wenn neue Pflanzen gesetzt wurden. Im Juni können wir auch das vorgezogene Wintergemüse auspflanzen. Entfernen sie regelmäßig die Geiztriebe an den Tomaten damit sie eine gute Ernte haben. Einen Trick gegen Braunfäule wäre, Rhabarberblätter mit Wasser ansetzen einen Tag stehen lassen und die Pflanzen von oben damit gießen. Das Ganze nach zwei Tagen wiederholen. Nach ca. 14 Tagen sollten gesunde Tomaten geerntet werden können. Es wäre einen Versuch wert. Ich werde in einer der nächsten Ausgaben schildern ob es geholfen hat. Radis und Rettich können laufend ausgesät werden. Ein Trick aus Großmutters Garten: das Anhäufen der Gemüsepflanzen. Dadurch wird die Bildung von zusätzlichen Wurzeln so genannten Adventivwurzeln gefördert. Die Pflanze kann durch sie mehr Nährstoffe aufnehmen und die Früchte besser versorgen. Außerdem bekommen die dünnen Triebe der Pflanzen durch das Anhäufeln mehr Halt. Vor allem bei Tomaten, Erbsen, Bohnen und Paprika lohnt sich diese Arbeit.

So nun werde ich mich zurück lehnen und die Erholungsfunktion des Gartens nutzen. 

Bis zum nächsten Mal grüßt Euch / Ihr "Garten - Olaf"