Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Bevor ich meinen Beitrag beginne, hier einige Bauernregeln für den ungewöhnlichsten Monat – „April, April der macht was er will ...": „Wie´s im April und Maien war, so wird das Wetter im ganzen Jahr"„Sankt Georg kommt nach alten Sitten zumeist auf einem Schimmel geritten".

Sehr bildhaft will diese zweitgenannte Bauernregel ausdrücken, dass es besonders im Zeitraum um den 23. April noch einmal Kaltlufteinbrüche mit Schnee geben kann, denn sät man im April, da kommt es wann es will, sät man im Mai da kommt die Saat gleich.

Spätestens jetzt ist es höchste Zeit, einen Anbauplan für den Garten zu erstellen! Diesen Monat können folgende Gemüsearten im Freiland ausgesät werden: Mangold, Rettich, Rote Rüben, Radieschen, Möhren Lauch, Zuckererbsen, Petersilie, und Spinat.

Folgende vorkultivierte Gemüsearten oder Staudengemüse können jetzt ins Freiland eingesetzt werden: Blumenkohl. Brokkoli, Eissalat, Pflücksalat, Knollenfenchel, Frühkartoffeln, Steckzwiebeln und Porree. Wichtig: Salat und Kohlrabi nicht zu tief pflanzen. Wenn der Kohlrabi zu tief gesetzt wird, treibt er in die Länge.

Bei drohendem Nachtfrost frisch gepflanztes Gemüse mit Folie oder Vlies abdecken. Bleibt das Vlies längere Zeit über den Pflanzen liegen, muss regelmäßig gelüftet werden. Kontrollieren Sie dabei unbedingt das Gemüse auf Schädlings- und Krankheitsbefall. Was ich empfehlen kann, ist eine Mischkultur von verschiedenen Gemüsepflanzen auf einem Beet – das sogenannte Mischbeet, z.B. stecken sie Zwiebel neben Möhren. Warum? Ab diesem Moment haben Schädlinge, wie Zwiebel- und Möhrenfliege, keine Chance das Gemüse zu schädigen.

Die verschiedenen Pflanzen einer Mischkultur entnehmen dem Boden unterschiedliche Nährstoffmengen und geben selber verschiedene Substanzen aus ihrem Stoffwechsel an den Boden ab. So entsteht ein Wechselspiel aus Geben und Nehmen. Die Wurzelausscheidungen und die Düfte der Pflanzen spielen ebenfalls eine bedeutende Rolle bei dieser Symbiose. Zum Beispiel führt eine gemeinsame Pflanzung von Frühkartoffeln mit Kümmel zu einem wohligen Geschmack.

Sollten Attacken von Schadinsekten überhand nehmen, legen Sie ein Gemüsenetz über ihre Pflanzen (im April beginnt u.a. die Flugzeit des Kohlweißlings).

Liebe Gartenfreunde, haben Sie Schwierigkeiten bei der Aussaat von Bohnen, dann hilft das Vorziehen der Bohnen in Töpfen. Dadurch haben Sie keine Probleme mit der Bohnenfliege sowie Schneckenfraß und Sie können ihre Bohnen gleich im richtigen Abstand setzen.

Bei Rundgängen durch unsere Kleingartenanlagen muss ich feststellen, dass der Anbau von Birnen rückläufig ist. Es wäre sehr bedauerlich und ein unschätzbarer Verlust, wenn dieser herrliche Obstbaum gänzlich aus unseren Gärten verschwinden würde, denn man kann den Pilz bekämpfen.

Birnengitterrost vorbeugen: Mitte bis Ende April sind bei anfälligen Zierwacholderarten (Juniperus) Symptome von Birnengitterrost sichtbar. Dort sieht man im Frühjahr an Ästen verdickte Stellen, aus denen eine orangefarbene, schleimige Masse hervorquillt. Noch bevor der Pilz auf die Birnbäume übergeht, kann man ihn zum diesem Zeitpunkt wirkungsvoll bekämpfen. Die Rodung befallener Zierwacholdergewächse unterbindet den Infektionskreislauf zuverlässig! Eine weitere Maßnahme gegen den Birnengitterrost ist die Spritzung mit Duaxo Universal Pilzfrei - Anwendung: Ab Mitte April (kurz nach der Blüte) 4 Behandlungen in 7 bis 14-tägigem Abstand. Ich wünsche ein erfolgreiches Gelingen.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"