Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Der Frühling startet und im Garten fallen nun Arbeiten an, damit später alles gut wächst und gedeiht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man jetzt dem Boden widmen.

Gemüsegarten: Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die neue Aussaat und Bepflanzung vorbereitet. Entfernen Sie die Wildkräuter und lockern Sie die Erde, so dass eine feinkrümlige Struktur entsteht. Dort, wo starkzehrendes Gemüse, wie Tomaten oder Kohl, gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichende Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Bodenverbesserer, wie Sand, Urgesteinsmehl oder Kalk ausbringen.

Bodenuntersuchung: Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, empfehle ich Ihnen, eine Bodenprobe vornehmen zu lassen. Diese können Sie im Bodenlabor des Stadtverbands Leipzig der Kleingärtner (SLK) gegen einen Unkostenbeitrag von 5 € je Bodenprobe in Auftrag geben. Entnehmen Sie den Mutterboden in einer Tiefe von ca. 20 cm an verschiedenen Stellen ihres Beetes, mischen die Mengen und befüllen einen Beutel mit 200 bis 300 g und beschriften diesen außen mit Ihrer Adresse sowie den entnommenen Stellen (z.B. Gemüsebeet). Im Ergebnis der Bodenuntersuchung erhalten Sie eine Düngemittelempfehlung in schriftlicher Form. In der SLK-Geschäftsstelle liegen Faltblätter hierzu aus oder Sie laden sich das Faltblatt von der Internetseite www.stadtverband-leipzig.de auf der Startseite (etwas nach unten scrollen) unter „Wann brauchen wir eine Bodenuntersuchung" herunter.

In diesem Monat beginnt die Aussaat von Tomaten, Paprika, Aubergine, Kohlarten und Knollensellerie in Saattöpfen auf der Fensterbank oder im Gewächshaus. Direkt gesät werden Feldsalat, Eissalat, Spinat, Möhren, Rettich, Radieschen und Zwiebeln. Auch Steckzwiebeln und Knoblauch kommen direkt ins Freie. Bei drohender Frostgefahr sind die Beete mit Vlies oder Folie abzudecken. Vor Vogelfraß hilft ein Gemüsenetz.

Vorkeimen der Kartoffeln: Anfang März legen Sie Ihre Kartoffeln in flache Kisten, die mit Erde gefüllt sind. Der Sinn dessen ist, dass Ihre Kartoffeln gleichzeitig Keime bekommen und Wurzeln bilden – ergo: umso schneller anwachsen. Die Stiege sollte dann in einem hellen, 12 bis 16 °C warmen Raum aufgestellt werden. In etwa fünf Wochen können Sie dann die Kartoffeln ins Freiland ausbringen.

Austriebsspritzung: Viele Pflanzenschädlinge überwintern als Ei an Obst- und Ziergehölzen, etwa der Kleine Frostspanner oder die Rote Obstbaumspinnmilbe. Damit sie sich nicht ausbreiten, ist es ratsam die Pflanzen z.B. mit Promanal Austriebsspritzmittel (eine Empfehlung) zu behandeln. Wenn sich die feinen, zarten Blättchen langsam aus den Knospen schieben, ist dafür der richtige Zeitpunkt. Dann nehmen auch die Aktivitäten der Schädlinge infolge höherer Temperaturen zu.

Schneckeneier: Halten Sie in diesem Monat verstärkt Ausschau nach den Eiern des Gartenschädlings, die in diesem Zeitraum gelegt werden. Wer jetzt die Böden im Nutz- und Ziergarten vorbereitet, stößt nicht selten auf kleine weiße Eier. Damit sich die Schädlinge nicht weiter entwickeln und ausbreiten können, sollten Sie diese vernichten, indem man diese Gelege mit kochendem Wasser übergießt. Die meisten sind im Kompost oder im Boden, wo kleine Löcher durch Wühlmäuse entstanden sind, zu finden.

Wühlmäuse sind einer der größten Feinde des Gärtners. Die emsigen Wühler haben in kürzester Zeit den gesamten Garten und Rasen „umgepflügt" und mit einem ausgedehnten Gangsystem durchzogen. Sie fressen Wurzeln, Tulpenzwiebeln und Gemüse. Besonders die zarten, jungen Triebe zählen zur ihrer Leibspeise. Wie wird man Wühlmäuse wieder los? Ein Problem, mit dem ich mich auch selbst auseinander setzen muss. In meinem früheren Garten hatte ich das Problem nicht. Deshalb muss ich mich jetzt akribisch mit diesen Thema beschäftigen.

Eine Möglichkeit bei neuen Pflanzungen von Obst und Sträuchern wäre, den Wurzelballen mit einem feinmaschigen Drahtkorb zu versehen. Eine weitere wäre, die Zwiebeln in Körben einsetzen und untergraben. Die effektivste Variante bleibt jedoch das Fangen der kleinen Nager. Ich plane, einige Fallen von verschiedenen Anbietern auszuprobieren. Über den Erfolg werde ich berichten, gewährt mir dafür jedoch ein wenig Zeit.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"