Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

An warmen Tagen im Februar werden manche Gartenfreunde schon nervös und wollen die ersten Saaten vornehmen. Aber das klappt zu dieser Zeit nur mit Radieschen, Kopfsalat und Möhren. Da Möhren und Kopfsalat eine sehr lange Keimzeit haben, kann es leicht passieren, dass man beim Unkraut ziehen die kleinen Pflänzchen mit herausreißt. Um dem vorzubeugen, mischen Sie Möhren- und Salatsamen ganz einfach mit Samen von Radieschen, weil dadurch die Keimzeit schneller vorangeht und die Reihen somit markiert werden.

Im Februar können Paprika, Tomaten und Gewächshausgurken vorgezogen werden. Bitte beachten Sie dabei, dass die Anzuchttemperaturen von 18 bis 20 °C eingehalten werden. Verwenden sie Anzuchterde, weil diese nicht so nährstoffhaltig ist und Ihre Pflanzen im Wachstum gebremst werden (kein sogenanntes „Schießen").

Ende Februar sollte der Obstbaumschnitt (Apfel und Birne) abgeschlossen sein. Was sie beim Schnitt unbedingt beachten sollten, ist das ständige Einkürzen von Fruchttrieben. Dieses bewirkt immer wieder einen neuen Austrieb (drei neue Triebe) und schiebt gleichzeitig den Ertragsbeginn weiter hinaus. In der Regel ist es so: Entweder der Trieb bleibt in seiner vollen Länge am Obstbaum oder, wenn er stört, wird er an der Basis abgeschnitten. Mit dem ewigen Einkürzen der Triebe erschweren Sie sich selbst nur das Leben. Möchten Sie mehr darüber erfahren, dann besuchen Sie auf der Messe „Haus-Garten-Freizeit" (Halle 1) die Fachberater des SLK. Dort finden zwei Mal am Tag Baumschnittvorführungen statt (11 und 14 Uhr).

Eine Februar-Aufgabe ist die Kontrolle der Leimringe (Frostspanner), da diese schnell austrocknen und somit funktionslos sind.
Erste Frühkartoffeln können ab Mitte Februar zum Vorkeimen an einem hellen Platz mit Tempertaturen bis 15 °C aufgestellt werden. Wenn die Knollen auf Erde gelegt werden, entwickeln sie neben grünen, kurzen Keimen auch Wurzeln und wachsen später im Garten noch etwas schneller. Gegen Ende des Monats kann man schon Knollenbegonien und Canna bei mäßiger Wärme vortreiben.

Kübelpflanzen im Winterquartier kontrollieren. Nicht ganz austrocknen lassen, wenn nötig, etwas angießen. Vertrocknete oder angeschimmelte Pflanzteile entfernen. Geranien können geputzt und angetrieben werden. Um eine Infektion mit Pilzkrankheiten des Vorjahres zu verhindern, werden, falls noch nicht geschehen, alle verbliebenen Fruchtmumien entfernt.

Eine mit Schnee bedeckte Rasenfläche sollte so wenig wie möglich betreten werden. Durch Betreten oder Befahren wird der Schnee verdichtet und das führt zum Luftabschluss. Dadurch können sich Schneeschimmel und andere Pilze bilden. Schadbild von Schneeschimmel: Im Rasen sind runde, graue, braune bis rosa Flecken zu sehen. Stellen von 5 bis 30 cm Durchmesser können ausfallen auch ineinander übergehen und zusammenhängende Flächen bilden, die von einem weißlichen oder rötlichen Myzel (Pilzgeflecht) überzogen sind. Die Blätter fühlen sich im nassen Zustand schleimig an. Morgens und bei hoher Luftfeuchte ist ein weißliches oder leicht rosafarbenes Myzel an den Fleckenrändern sichtbar.
Vielleicht sehen wir uns vom 7. bis zum 15. Februar am Stand der Gartenfachberater auf der Messe „Haus-Garten-Freizeit".

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"