Hallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf".

Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April, Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend gebannt ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Ganz abgesehen davon, geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz. Aufräumarbeiten im Laufe des Monats durchdacht erledigen.

Anfang November ist Pflanzzeit von winterharten frühlings- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollenpflanzen. Alle Rosensorten jetzt pflanzen: Edelrosen, Beet- und Strauchrosen, Kletterrosen und Stammrosen. Rosen auf niedrigen Stämmen sind weniger bruchgefährdet und können besser gegen Windschäden geschützt werden. Beet-Rosen eventuell etwas zurückschneiden, damit die Erde hier ohne große Behinderung gelockert und angehäufelt werden kann.

Stauden sollten erst im Frühjahr beim Neuaustrieb zurück geschnitten werden, denn in den abgestorbenen Stängeln wollen noch Insekten überwintern. Rasen bei trockenem Wetter eventuell noch ein bis zweimal schneiden, dabei den Grasschnitt entfernen. Abgefallenes Laub und verwesende Pflanzenteile aus dem Gartenteich entfernen, bevor alles auf den Teichgrund sinkt, vermodert und das biologische Gleichgewicht stört.

Zu den äußerst wichtigen Arbeiten im Herbst gehört das Entfernen des Obstlaubes und des Fallobstes. Das ist deshalb wichtig, weil auf abgefallenen Blättern und Früchten verschiedene Schadpilze, z.B. Schorf, Monilia, Zwetschenrost, Kragenfäule, Sprühfleckenkrankheit der Kirsche, Kirschenschorf u.a. überwintern. Die Schadpilze entwickeln sich auf dem abgefallenen Laub und Obst weiter und bilden Fruchtkörper aus. Sind im Frühjahr bei Beginn des Pflanzenwachstums Feuchtigkeit und Temperatur günstig, platzen die Fruchtkörper auf und schleudern ihre Sporen aus. Das ist der Auslöser für die erste Infektion junger Blätter, Triebe und Blüten.

Natürlich ist es nicht möglich, jedes Blatt, jede Frucht aus dem Garten zu entfernen. Jedoch durch die Beseitigung des Großteils an Fallgut lässt sich der Infektionsdruck dermaßen beschränken, dass auf einige Spritzungen verzichtet werden kann. Auch ist es nicht erforderlich, das Obstbaumlaub zu vernichten. Mit etwas Kalkstickstoff oder Bio-Komposterflocken vermischt mit anderen Abfällen, kann man es auch kompostieren. Wichtig dabei ist, dass nach dem Aufsetzen des Komposthaufens alle Blätter sowie Fruchtmumien mit Erde bedeckt werden. Mit der Vererdung der Blätter und Früchte sind die Pilze dann auch abgestorben und es besteht auch keine Ansteckungsgefahr mehr.

Wenn der erste Frost die Blätter von Dahlien und Trompetenblumen zerstört hat, werden die Knollen ausgegraben und an einen frostfreien Ort nicht zu trocken und nicht zu feucht zur Überwinterung deponiert. Bei zu feuchter Lagerung können die Knollen Schimmel ansetzen.

Im November ist es auch Zeit für einen Baumanstrich, um ihn gegen Frostschäden zu schützen. Vorher sollte der Stamm mit einer Wurzelbürste von Insekten gereinigt werden. Damit verhindern Sie, dass die Rinde bei starker Erwärmung reißt. Vergessen Sie nicht, jetzt noch Leimringe an Ihrem Obstgehölz anzubringen. Auf das richtige Anbringen der Leimringe ist zu achten. Der Leimring muss press am Stamm anliegen, damit das flügellose Weibchen des Frostspanners nicht zwischen Stamm und Leimring durchkriechen kann. Wenn nötig Rinde abkratzen.

Ein letztes Wort: Lassen Sie keine Fruchtmumien an Ihren Obstgehölzen hängen, ihr Baum wird es Ihnen im nächsten Jahr danken. Damit haben Sie den ersten Schritt für den Pflanzenschutz getan. Auch Ihr Nachbar wird es Ihnen danken.

Bis zum nächsten Monat

Der „Garten-Olaf"