„Ohne Winter wäre der Frühling nur halb so schön" - Walter Ludin

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf". Mit den Worten des Schweizer Journalisten möchte ich Euch ein gesundes und ertragreiches Gartenjahr 2014 wünschen.

Der Winter ist die Zeit, in der die meiste Gartenarbeit „auf Eis liegt" und sich sowohl die Parzelle, als auch die Kleingärtner ausruhen und erholen können, um im Frühjahr mit „geballter" Kraft ins neue Gartenjahr zu starten. Trotzdem gibt es gärtnerische Arbeiten, die auch im Winter erledigt werden können.

An frostfreien Tagen kann mit dem Schnitt der Obstbäume begonnen werden. Denken sie daran, dass zu dieser Zeit nur Apfel und Birnen geschnitten werden! Fällt die Temperatur unter – 5 °C wird kein Obstbaumschnitt durchgeführt, da die offenliegenden Zellen der Schnittfläche durch Eisbildung platzen können. Nach dem Schneiden der Obstbäume keinesfalls den Wundverschluss vergessen, weil an den offenen Schnittflächen Pilze eintreten können. Alle Flächen die größer als eine Euro-Münze sind, müssen behandelt werden.

Wichtig: In der letzten Woche des Monats müssen sie eine Spritzung gegen die Kräuselkrankheit an Pfirsich, Aprikose und Nektarine vornehmen. Die Infektion findet bereits vor dem Knospensprung statt (Anfang Februar). Als Pflanzenschutzmittel empfehle ich Duaxo Universal Pilz-frei von Compo. Es ist auch ein sicheres Mittel gegen den befürchteten Birnengitterrost!

Bevor neues Saatgut gekauft wird, ist zu prüfen, ob die Reste des letzten Jahres noch keimfähig sind. Das ist ganz einfach: Legen Sie in einen Untersetzer Papier, feuchten es an, zählen 50 Saatkörner hinein und decken alles mit einer Glasplatte ab. Nach 12 Tagen zählt man die gekeimten Samen. Sind das über 80 Prozent der Körner, ist die Keimfähigkeit gut, bei mehr als 60 Prozent mittelmäßig und bei Werten darunter ist der Samen schlecht. Sie sollten also neuen kaufen.

Der richtige Standort des Vogelhäuschens ist so zu wählen, dass keinesfalls Katzen zur Unterkunft empor klettern können. Auch Fensterscheiben sollten weit genug entfernt sein, um zu verhindern, dass die Vögel dagegen fliegen. Futtersilos sind die beste Wahl, da in diesen das Futter immer trocken bleibt. Auch ist die Gefahr der Schimmelbildung und der Feuchtigkeit kaum gegeben. Futterhäuschen sollten regelmäßig mit heißem Wasser und Handschuhen gereinigt werden, um die Ausbreitung von Krankheitserregern zu verhindern.

Wildvögel sollten erst bei anhaltendem Frost und einer dichten Schneedecke gefüttert werden. Dann jedoch regelmäßig, da sich die Vögel an die vorhandenen Futterquellen gewöhnen und diese kontinuierlich aufsuchen. Viele Kleintiere, darunter nützliche und bedrohte Arten, verbringen den Winter in Vogelnistkästen. Deshalb sollte man sie jetzt nicht öffnen.

Liebe Gartenfreunde, jetzt ist auch ausreichend Zeit für eine sinnvolle Planung, wie Sie ihren Garten im Frühjahr gestallten wollen.

Bis zum nächsten Monat,

Der "Garten-Olaf"