Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, das Gartenjahr neigt sich allmählich dem Ende. Das bedeutet aber nicht, dass für den Kleingärtner jetzt eine Zeit des Ausruhens gekommen ist. So muss der Garten nun winterfest gemacht werden. Die meiste Arbeit beansprucht das Entfernen des Laubs vom Rasen. Auch den Teich nicht vergessen. Ins Wasser gefallenes Laub zersetzt sich im Winter und verbraucht Sauerstoff, so dass giftige Faulgase entstehen. Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April / Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz.

Die Gladiolenknollen kommen erst in den trockenen und luftigen Überwinterungsraum mit 5 bis 10° C, wenn sie geputzt und abgetrocknet sind. Kranke und beschädigte Knollen sortiert man aus. Man legt die Knollen in flache Stiegen in zwei Schichten. Auch in Folienbeutel könne sie aufbewahrt werden. Diese müssen aber gelocht sein, da sich sonst Schwitzwasser bildet.

Das eingelagerte Obst ist wöchentlich zu kontrollieren. Neben angefaulten Früchten sind auch stets die Früchte mit Anzeichen von Stippigkeit zu entnehmen und zu verbrauchen (gelbbräunliche Stippflecken unter der Schale). Bei rankenden Brombeeren sind die abgetragenen Ruten zu entfernen und die Jungtriebe am Spalier verteilt angeheftet. Die Seitentriebe an den Ruten kürzt man bis auf die letzte kräftige Knospe.

Im November ist es auch Zeit für einen Baumanstrich, um den Baum gegen Frostschäden zu schützen. Vorher sollte der Stamm mit einer Wurzelbürste von Insekten gereinigt werden. Somit wird verhindert, dass die Rinde bei starker Erwärmung reißt. Nicht vergessen, die Leimringe am Obstgehölz anzubringen. Das richtige Anbringen der Leimringe ist sehr wichtig. Diese müssen am Stamm richtig anliegen, damit das flügellose Weibchen des Frostspanners am Stamm nicht hindurchkriechen kann. Wenn erforderlich, Rinde abkratzen und Schneckeneier entfernen.

Sind im Garten kleine helle Perlen zu entdecken, haben sie beste Chancen, einer Schneckenplage im kommenden Jahr vorzubeugen! Schnecken können mehrere hundert Eier ablegen. Die Schneckeneier keinesfalls auf den Kompost werfen, sondern einsammeln und am sichersten mit kochendem Wasser überbrühen. Hängt man Nistkästen im Herbst auf, nutzen Vögel diese an kalten Wintertagen als Unterschlupf.

Eindringlich möchte ich appellieren: Keine Fruchtmumien an den Obstgehölzen hängen lassen! Das ist der erste Schritt für den Pflanzenschutz. Die Gewächse danken es Ihnen im nächsten Jahr und auch Ihr Nachbar. Bis zum nächsten Monat.

Bis zum nächsten Monat

Der "Garten-Olaf"