2013 08 Arion vulgaris3 X.H.SvenssonHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, jedes Jahr der gleiche Ablauf: Mitte Mai säen Hobbygärtner Blumen, Gemüse und Salat aus oder setzen Jungpflanzen in den Garten. Doch über Nacht ist der Traum von prächtigen Pflanzen dahin, weggefressen von einem Heer brauner Schnecken. Sie schädigen im Garten Samen, Stängel, Blätter, Früchte und auch Wurzeln. Gehäuseschnecken fressen nur verrottete Substanzen und sogar die Eier der Nacktschnecken. Natürliche Feinde der Schnecken sind: Amseln, Kröten, Igel und Spitzmäuse. Aber wieso kommen sie überhaupt in unseren Garten?

Foto: wikipeida - Xauxa Hakan Svensson

 

2013 08 Arion vulgaris in-Bierfalle SchreibkraftDafür gibt es eine einfache Erklärung: Schnecken sind feuchtigkeitsbedürftig und besitzen keinen guten Verdunstungsschutz. Die Austrocknungsgefahr zwingt sie deshalb nachts aktiv zu sein. Nach Bepflanzung der Gärten gießt man seine Gewächse reichlich. Das ist der Grund für das massenhafte Auftreten der Schnecken. Denn diese feuchte Umgebung ist geradezu ideal für die Nacktschnecken. Die Tatsache, dass diese kleinen Plagegeister nachtaktiv sind, erklärt weshalb sie über Nacht einen kompletten Garten zerstören können. Unser Hauptproblem ist die Spanische Wegschnecke (Arion lusitanicus), die aus dem Mittelmeerraum stammt und vor ungefähr 50 Jahren nach Mitteleuropa eingeschleppt wurde. Wie können wir uns dieser Plage erwehren?

Foto: wikipedia - "Schreibkraft" - Spanische Wegschnecke an der Bierfalle

Dazu einige Tipps: Gemüsebeete grundsätzlich an offenen, sonnigen Plätzen im Garten anlegen. Durch häufige Bodenbearbeitung sowie die richtige Gießtechnik (nur im Wurzelbereich), den Boden feinkrümlig und trocken halten. Regelmäßiges Aufsammeln der Schnecken. Gut bewährt hat sich das Auslegen von Brettern, unter denen sich die Schnecken verstecken. Inzwischen gibt es in Baumärkten Schneckenzäune zu kaufen. Man kann auch Lockpflanzen setzen, z.B. Tagetes. Versteckmöglichkeiten für Schnecken beseitigen. Letzte Methode wäre das Schneckenkorn. Dabei sollte unbedingt auf die Inhaltsstoffe geachtet werden. Eisen-III-phosphat (Ferramol) wird gefressen, wirkt zellverändernd und stoppt sofort den Fraß der Schnecke. Diese zieht sich dann in ihr Versteck zurück, um dort zu verenden. Somit hat der Gärtner damit keine weitere Arbeit. Nach dem Ausstreuen das Schneckenkorn leicht befeuchten. Viel Spaß beim Schneckenjagen.

Gemüsegarten: Im August ist der Gurkenernte besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Die Ernteerfolge richten sich nach dem Verwendungszweck der Früchte. Für „Einsätze" als Gewürz oder Dillgurken erntet man sie in der Größe von 6 bis 9 cm. Die Verwendung kleinerer Früchte erfordert ein häufiges Ernten – aller zwei bis drei Tage. Die Früchte werden schnell dick und verlieren dann an Qualität. Ich wurde oft gefragt, warum sind meine Freilandgurken bitter? Manchmal werden Freilandgurken nahe dem Stiel bitter. Ursache ist häufig das Gießen mit zu kaltem Wasser oder Wassermangel. Auch kalte Nächte kann die Bitterkeit entstehen lassen. Mittlerweile gibt es bitterfreie Züchtungen im Handel.

Wer die Knospen und Früchte der Kapuzinerkresse als Kapern einlegen will, darf den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen. Die Knospen müssen zwar ausgewachsen, jedoch noch ganz fest sein. Die Früchte sind zu ernten, solange sie völlig grün und noch unreif sind. Feldsalat säen: Für die Herbsternte vorgesehener Feldsalat bis spätestens Mitte des Monats in ein sonniges Beet aussäen. Saattiefe: 1 bis 1,5 cm. Fenchelsamen sind erntereif, sobald sie hellbraun werden und bei leichten Berührungen abfallen. Ganze Dolden schneiden und auf einem Tuch nachtrocknen.

Obstgarten: Im August erhalten abgeerntete Erdbeeren die Hauptdüngung. Vor der Düngung ist es ratsam, den alten vertrockneten Blattkranz zu entfernen. 50 bis 60 g Volldünger je m² oder organischen Beerendünger werden Anfang August verabreicht und in den Boden eingearbeitet.

Ziergarten: Fast alle abgeblühten Stauden kann man Ende August teilen und umpflanzen. So haben sie bis zum Herbst genügend Zeit zum Einwurzeln und überstehen den Winter gut. In der nächsten Ausgabe lesen sie einen Bericht, über „ Tiere als Helfer im Kleingarten".

Bis zum nächsten Monat

Der "Garten-Olaf"