Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

20130611 BrandtsAue 1349Liebe Gartenfreunde, können Obst und Gemüse aus überfluteten Gärten unbedenklich gegessen werden?  Ablagerungen in überspülten Gärten können u.a. Schwermetalle und Arsen enthalten. Wenn die Ablagerungsschicht  < 5 cm aufweist, ist durch Umgraben bereits ein deutlicher Verdünnungseffekt zu erreichen. Bei einer Höhe von > 5 cm der abgelagerten Schichten sind Untersuchungen der Sedimente (Bodensatz), wie auch des darunter liegenden Bodens nötig, um Aussagen über die Genusstauglichkeit der Ernte treffen zu können.

Foto: KGV "Brandts Aue" - Überschwemmter Kleingarten am 3. Juni 2013

 

Die Böden speichern die Schadstoffe jedoch extrem lange! Daran ändern auch Auswaschungen kaum etwas. Etliche dieser Stoffe sind bereits in kleinen Mengen hochgiftig!

Über die Pflanzenwurzel können sie von der Pflanze aufgenommen und eingelagert werden. Doch Aufnahme und Einlagerung sind von etlichen Faktoren abhängig. Generell lässt sich sagen, dass in den generativen (geschlechtlichen) Pflanzenteilen geringere Mengen eingelagert werden. Früchte und Blüten sind daher weniger belastet. Bei Obstarten und Bohnen, Erbsen, Gurken, Paprika und Tomaten sind keine oder nur geringe Rückstände zu erwarten. Anders verhält es sich mit den vegetativen (ungeschlechtlichen) Teilen der Pflanze. In ihnen wurde eine vermehrte Schadstoffeinlagerung festgestellt. Das betrifft besonders Salat, Spinat und Küchenkräuter, aber auch Wurzelgemüse wie Möhren und Porree. Auch die Kohlgemüse sollten aus diesen Gärten nur selten verzehrt werden.

Obstgarten: Süßkirschen sollte man sofort nach der Ernte schneiden. Der Schnitt bei oder sofort nach der Ernte ist für Süßkirschen optimal. Die Schnittwunden verheilen gut und dem lästigen Gummifluss nach starken Eingriffen wird weitgehend vorgebeugt. Schwer erreichbare Äste sollte man gleich mit den Kirschen absägen und am Boden ernten. Pfirsiche sind jetzt ausgiebig zu wässern, um große Früchte zu ernten. 14 Tage vor der Ernte sind sie für reichlich Wasser besonders dankbar. Bei Wassermangel gibt es keine großen Pfirsiche. Eine einmalige Gabe von 20 bis 30 l je m² ist günstiger als dieselbe Menge in mehreren kleinen Gaben. Rechtzeitiges Abstützen stark tragender Obstbäume beugt dem Astbruch vor.

Pflanzenschutz: Kraut- und Braunfäule bei Tomaten. Schadbild: Die Pilzsporen (Phytophthora infestans) lassen sich auf den Blättern nieder und verursachen graugrüne Flecken, die sich später braun bis schwarz färben. Danach bilden sich an den Stängeln dunkle Flecke und an den Früchten breiten sich helle Flecken aus, die mit der Zeit braun und runzlig werden. Vollernten von Buschbohnen aus dem Spätanbau kann man nur erwarten, wenn der 15. Juli als Aussaattermin nicht überschritten wird. Später ausgesäte Buschbohnen ergeben kaum noch einen Ertrag. Da vor allem die Nächte zu kalt sind. Das Kraut der abgeernteten Buschbohnen sollte man nicht ausreißen, sondern dicht über dem Boden abschneiden. Auf diese Weise bleiben die Wurzeln im Boden und mit ihnen der von den Knöllchenbakterien gesammelte Stickstoff. In den letzten Julitagen beginnt man mit der Aussaat von Feldsalat für den Herbstverbrauch. Grünkohl kann noch bis Ende Juli gepflanzt werden. Ende Juli sind die Wellpappgürtel erstmals zu kontrollieren. Alle unter dem Gürtel und in Rindenritzen befindlichen Larven und Puppen sind zu vernichten, denn aus ihnen könnte sich Anfang August leicht die gefährliche zweite Generation des Apfelwicklers entwickeln.

Bis zum nächsten Monat

Der "Garten Olaf"