2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

2012 08 Kohlrabi wikiHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Der gesamte Juli hat uns mit Sonnenschein nicht gerade verwöhnt. Eher prägend waren häufige und starke Niederschläge. Dadurch sind die Kohlrabis in meinem Garten auch geplatzt. Was ist die Ursache?

Der Kohlrabi benötigt für sein Wachstum ausreichend Wasser. Fallen nun ergiebige Regenmengen, nehmen die Pflanzen entsprechend viel Wasser auf, dehnen sich aus, bis die Frucht infolgedessen aufreißt. Aus diesem Grund soll der Kohlrabi regelmäßig (auch bei trockener Witterung) gegossen werden. Abhilfe gegen die übermäßige Flüssigkeitsaufnahme bringt eine Folie, die man über die Kohlrabis spannt. Somit verhindert man im Endeffekt das Aufreißen der Kohlrabifrucht.

Foto: wikipedia

2012 07 Sommerriss 229zHallo, hier ist wieder der „ Garten-Olaf".

Bei meiner Gartenbegehung musste ich leider feststellen, dass dem Sommerriss zu wenig Beachtung geschenkt wird. Ich nehme an, dass viele Gartenfreunde von der Notwendigkeit des Sommerrisses zu wenig wissen. An dieser Stelle sind die Fachberater der Vereine gefragt. Sie sollen ihr Wissen über den Sommerriss an die Gartenfreunde weitergeben, indem sie dies vor Ort anschaulich demonstrieren und erläutern.

SLK-Foto: Demonstration des Sommerrisses durch Ralf Hesse (Leiter der Garten-Fachkommission des SLK)

2012 06 Hochbeet2Hallo hier ist wieder der „Garten-Olaf“: 

Wie versprochen, heute einiges über die Bepflanzung eines Hochbeetes. Natürlich ist es jedem Kleingärtner selbst überlassen, was oder wie er sein Hochbeet bepflanzt. Wer Kräuter mag, wird sein Hochbeet mit Kräutern bestücken. Ich habe mein Hochbeet jetzt schon das dritte Jahr und mein Anbau beschränkt sich auf die Mischkultur im Gemüseanbau.

Fotos: SLK

2012 05 HochbeetHallo hier ist wieder der „Garten-Olaf”; wie ich in der April-Ausgabe versprochen habe, geht es heute ums Hochbeet. Was soll so ein Hochbeet eigentlich bringen?

Zuerst ermöglicht es mir ein rückenschonendes Arbeiten, denn die Arbeit kommt mir ein Stück entgegen, die schmerzhafte Bückerei bleibt mir erspart. Dazu sollte das Hochbeet eine Arbeitshöhe von 0,80 m (Wandhöhe) haben, so zwickt’s auch nicht im Rücken.

Foto: SLK

2012 04 BaumruineHallo, hier ist wieder der „Garten-Olaf“. Bei meinen Fachberaterstreifzügen durch die Kleingartenanlagen stiegen mir die Haare zu Berge! Was ich da so gesehen habe, ist schon Frevel am Kleingarten.

An erster Stelle steht leider der Obstbaumschnitt. Was da alles falsch oder gar nicht geschnitten wurde, spottet jeder Beschreibung! Meiner Meinung nach haben die Gartenfreunde wenig bis gar kein Wissen über den Obstbaumschnitt.

Wenn man solche Obstbäume sieht, nach dem Schnitt, blutet einem das Herz. Bei diesen Exemplaren wurden von vornherein durch Unwissenheit alle Fruchttriebe weg geschnitten. Wo sollen hier Früchte wachsen?

Foto: SLK

Der Frühling beginnt, und im Garten muss einiges getan werden, damit später alles gut wächst und gedeiht. Besondere Aufmerksamkeit sollte man jetzt den Boden widmen. Er muss für die Saat und das Auspflanzen richtig vorbereitet werden.

 

Gemüsegarten: Sobald der Boden abgetrocknet ist, wird das Gemüsebeet auf die kommende Bepflanzung oder Aussaat vorbereitet. Entfernen sie die Widkäuter und lockern sie die Erde, so dass ein feinkrümliges Pflanzenbeet entsteht. Dort, wo starkzehrendes Gemüse wie Tomaten oder Kohl gepflanzt werden soll, sorgt auf den Beeten verteilter Kompost oder leicht eingearbeiteter Dünger für ausreichende Nährstoffzufuhr. Je nach Standort Boden Verbesserer wie Sand, Urgesteinsmehl oder Kalk ausbringen.

Die Tage sind nun schon wieder deutlich länger, doch der Februar ist mit Vorsicht zu genießen, denn in diesem Monat kann das Wetter schnell mit kräftigen Frösten "zuschlagen".

Gemüsegarten: An warmen Tagen im Februar werden die Gartenfreunde schon etwas nervös und wollen schon die ersten Saaten vornehmen. Aber das klappt zu dieser Zeit nur mit Radieschen, Kopfsalat und Möhren. Da Möhren und Kopfsalat eine sehr lange Keimzeit haben kann es leicht passieren, das man beim Unkrautziehen die kleinen Pflänzchen mit herauszieht. Um dem vorzubeugen, mischt man den Möhren- und Salatsamen ganz einfach mit Radischensamen, da die Keimzeit sehr schnell vorangeht und die Reihen gleichzeitig markiert werden.

Im Januar liegt der Garten im Winterschlaf. Aber dennoch gibt es einiges zu erledigen.

Obstgarten: Fruchtmumien an Apfelbäumen sind Überwinterungsquartiere für die Monilia-Fruchtfäule. Wenn Sie zum Winterschnitt auf eine Leiter steigen, nutzen Sie die Gelegenheit, um auch die Fruchtmumien zu entfernen. Sonst entwickeln sich darin Sporen, die im Frühjahr ausgeschleudert werden und die Bäume erneut befallen. Alte Baumstämme haben meist eine lockere, brüchige Rinde, unter der viele Schädlinge überwintern, z.B. die Eier von Spinnmilben und Apfelbaumgespinstmotten. Kratzen oder bürsten Sie abgestorbene Rindenteile ab. Dafür gibt es spezielle Obstbaumkratzer.