2013 Weidling Olaf 05Olaf Weidling ist Autor der monatlichen Beiträge "Garten-Olafs" Kalendergedanken in der Rubrik "Gartenfachberatung" im Mitteilungsblatt des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner e.V. (SLK) "Leipziger Gartenfreund".

An dieser Stelle gibt der passionierte Kleingärtner nützliche Tipps für all die erforderlichen Arbeiten im jeweiligen Monat, denn wer weiß schon ganz genau, wann und wie z.B. ein bestimmter Obstbaum zu schneiden ist oder wann welcher Pflanzenschutz zweckmäßig  ist.

Olaf Weidling ist Mitglied in der Gartenfach-Kommission (GFK) des Stadtverbandes Leipzig der Kleingärtner (SLK) und Leiter des Stammtisches West.

Foto: SLK

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf",

nun ist auch für den emsigsten Kleingärtner die Gartensaison ausgeklungen. Die Vegetation ruht weitgehend und die anfallenden Gartenarbeiten sind dementsprechend gering. Sobald die diese beendet sind, werden alle Gartengeräte gesäubert und eingeölt. Das betrifft zum überwiegenden Teil sämtliche Bodenbearbeitungsgeräte. Vergessen sie auch nicht die Wassertonnen zu entleeren. Es wäre schade, wenn sie im Frühjahr eine neue kaufen müssten, weil der Frost sie zerstört hat. Herbstlaub als Wärmedecke auf die Beete ausstreuen, stattdessen den Rasen vom Laub befreien, damit die Rasengräser nicht faulen. Lassen Sie ein wenig Schnittgut von Sträuchern und Bäumen in einer geschützten Ecke liegen. Somit bieten Sie den Tieren, wie dem Igel, Schutz, Wärme und einen Unterschlupf.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, das Gartenjahr neigt sich allmählich dem Ende. Das bedeutet aber nicht, dass für den Kleingärtner jetzt eine Zeit des Ausruhens gekommen ist. So muss der Garten nun winterfest gemacht werden. Die meiste Arbeit beansprucht das Entfernen des Laubs vom Rasen. Auch den Teich nicht vergessen. Ins Wasser gefallenes Laub zersetzt sich im Winter und verbraucht Sauerstoff, so dass giftige Faulgase entstehen. Ziergräser werden nicht jetzt, sondern erst im Frühjahr (Ende April / Anfang Mai) geschnitten, wenn die Frostgefahr weitestgehend vorüber ist, denn die alten Halme schützen das Herz der Gräser. Abgesehen davon geben die Halme dem winterlichen Garten Struktur und bieten den Vögeln und Insekten Nahrung sowie Winterschutz.

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 10 Marienkaefer Jon SullivanLiebe Gartenfreunde in diesem Monat gibt es den zweiten Teil über „Tiere als Helfer im Kleingarten". Beginnen wir mit dem Marienkäfer, dem Glücksbringer unter den Käfern. Auf sächsisch „Mohdschegiebschen", was für ein schönes Wort, das viele nicht deuten können. Die Marienkäfer (r.) sind nicht immer rot mit schwarzen Punkten. Es gibt auch gelbe und andersfarbige Arten. Ebenso variieren Zahl und Größe der dunklen Punkte. Wichtig ist es vor allem, die Larven zu erkennen. Sie schlüpfen aus gelben, senkrecht aufgestellten Eiern, sind dunkel graublau gefärbt sowie gelb gepunktet. Wenn sie sich verpuppen, rollen sich diese Larven kugelförmig zusammen. Dann hängen sie an „Füßchen" an Blättern oder Stängeln. Sie sind an den ruckartigen Bewegungen zu erkennen, wenn man sie berührt.

Foto: Jon Sullivan / wikipedia

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, wie versprochen, werde ich heute über „Tiere als Helfer im Kleingarten" berichten. In der Natur existiert ein ständiges Auf und Ab in den Populationen von Nützlingen und Schädlingen. Im 20. Jahrhundert verlor der „zivilisierte" Mensch zunehmend die Bindung zur Natur bzw. nahm sich nicht mehr die Zeit dafür. Schädlinge wurden nicht mehr ihren natürlichen Feinden überlassen, sondern in großangelegten Feldzügen vernichtet. Neue Mittel aus den Chemielaboren, die es bis vor rund 100 Jahren nicht gab, machten dies möglich. Die natürliche Balance zwischen „Fressen und Gefressenwerden" geriet oft außer Kontrolle. Wer hier radikal eingreift, der entzieht den Nützlingen die Lebensgrundlagen. Wer Geduld hat, der wird beobachten können, wie sich eine Vielzahl kleiner Tiere auf die „gedeckten Tische" stürzen. Allerdings sollte ein Kleingärtner seine Freunde und Helfer kennen und erkennen, wenn er erfolgreich mit ihnen zusammenarbeiten will.

2013 08 Arion vulgaris3 X.H.SvenssonHallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, jedes Jahr der gleiche Ablauf: Mitte Mai säen Hobbygärtner Blumen, Gemüse und Salat aus oder setzen Jungpflanzen in den Garten. Doch über Nacht ist der Traum von prächtigen Pflanzen dahin, weggefressen von einem Heer brauner Schnecken. Sie schädigen im Garten Samen, Stängel, Blätter, Früchte und auch Wurzeln. Gehäuseschnecken fressen nur verrottete Substanzen und sogar die Eier der Nacktschnecken. Natürliche Feinde der Schnecken sind: Amseln, Kröten, Igel und Spitzmäuse. Aber wieso kommen sie überhaupt in unseren Garten?

Foto: wikipeida - Xauxa Hakan Svensson

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

20130611 BrandtsAue 1349Liebe Gartenfreunde, können Obst und Gemüse aus überfluteten Gärten unbedenklich gegessen werden?  Ablagerungen in überspülten Gärten können u.a. Schwermetalle und Arsen enthalten. Wenn die Ablagerungsschicht  < 5 cm aufweist, ist durch Umgraben bereits ein deutlicher Verdünnungseffekt zu erreichen. Bei einer Höhe von > 5 cm der abgelagerten Schichten sind Untersuchungen der Sedimente (Bodensatz), wie auch des darunter liegenden Bodens nötig, um Aussagen über die Genusstauglichkeit der Ernte treffen zu können.

Foto: KGV "Brandts Aue" - Überschwemmter Kleingarten am 3. Juni 2013

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

2013 06 Birnengitterrost Gymnosporangium sabinae fg01Liebe Gartenfreunde, abermals war ich unterwegs, um über die Gartenzäune zu schauen. Immer wieder muss ich registrieren, dass viele Gartenfreunde die Kleingartenordnung nicht beachten bzw. einhalten. Ich bin gar der Meinung, dass einige Gärtner den Inhalt überhaupt nicht kennen. Ansonsten würden nicht so viele Ungereimtheiten im Garten entstehen. Was mich dabei sehr verärgert, ist der neue Trend, Ziergehölze jeder Art zu pflanzen. Zum Beispiel sieht man oft den Ginkgo, Eiben (sehr giftig), Fichten, Lebensbäume, Scheinzypressen und Wacholder. Es ist unbegreiflich, dass alte Bäume gerodet und dafür neue gepflanzt werden. Das sind durchgängig ungeeignete Baumformen, da sie Höhen über 20 m erreichen und herabfallende Nadeln versauern den Parzellenboden. Der Wacholder ist eine Wirtspflanze für Birnengitterrost!

Foto: wikipedia - Birnengitterrost: Blattoberseite im Juli

Hallo, hier ist wieder der "Garten-Olaf"

Liebe Gartenfreunde, den Witterungsverlauf der letzten Monate haben wir mit gemischten Gefühlen verfolgt. Jeder von uns stand im März „in den Startlöchern", um endlich in seinem Garten „loslegen" zu können. Aber die kalten Temperaturen bis minus 12 °C haben uns daran gehindert. Im gesamten meteorologischen Winter (1. Dezember – 28. Februar) schien die Sonne nur zu 55 % ihres langjährigen Solls. Der Januar war gar der dunkelste Monat seit 1951 laut den Wetteraufzeichnungen.

Meiner Meinung nach, liegen wir mit unseren Aussaatterminen drei Wochen zurück. Die Natur wird diesen zeitlichen Rückstand jedoch ausgleichen. Wie heißt es im Volksmund: "Pflanzt man im April, da kommt die Saat wann sie will. Pflanzt man im Mai, dann kommt sie glei´."